PATTAYA, THAILAND – In Chonburi baut das Internal Security Operations Command (ISOC) mit Bezirks- und Kommunalbehörden neue Gemeindenetzwerke auf, um „Kerninstitutionen“ und öffentliche Ordnung zu stärken. Gleichzeitig meldeten die Organisatoren zuletzt die Festnahme von mehr als 200 ausländischen Staatsangehörigen in Banglamung wegen Delikten oder illegalen Aufenthalts.
Workshop im Rathaus – Sicherheitskurs fürs Viertel
Am 16. März fand im Sitzungssaal der Takhian-Tia-Subdistrict-Municipality ein Workshop unter dem Titel „Strengthening Community Relations Networks“ statt.
Organisiert wurde die Veranstaltung von ISOC Chonburi, dem Banglamung District Office und lokalen Verwaltungen als Teil eines Projekts im Haushaltsjahr 2026 zur Stärkung der Sicherheitsarbeit auf Nachbarschaftsebene.
Wer die Linie vorgab – Politik, Verwaltung, Sicherheitsapparat
Die Eröffnung leitete Phichet Thammohor, Deputy District Chief of Banglamung, in Vertretung von District Chief Anusak Piriyomorn.
Im Raum saßen unter anderem Natthaphop Yomchinda (Vize-Bezirkschef), Mitchai Prakobtham (Bürgermeister von Takhian Tia), Narongrit Prasitthinak (Stadtschreiber), Malinee Singhasuwich (Mitglied des Provinzrats) sowie Ortsvorsteher und Gemeindeleiter.
Der politische Rahmen – Nationale Sicherheitsstrategie 2023 bis 2027
Die Maßnahme wurde von den Veranstaltern ausdrücklich mit der National Security Policy No. 17 zur gebietsbasierten Sicherheitsstärkung unter der Sicherheitsstrategie 2023–2027 verknüpft.
Im Kern geht es darum, Risiken für die nationale Sicherheit früh zu erkennen, Prävention und Eingriffe mit lokaler Entwicklung zu verzahnen und so Lebensqualität, soziale Stabilität und staatliche Handlungsfähigkeit abzusichern.
Chonburis Zielgebiete – Sicherheitsarbeit mit Entwicklungsauftrag
Die Provinz Chonburi hat nach Angaben der Behörden für die Jahre 2023 bis 2027 bestimmte Zielräume definiert, in denen Sicherheits- und Entwicklungsprojekte besonders „konkret“ umgesetzt werden sollen.
Solche Programme setzen in der Regel auf lokale Knotenpunkte wie Dorf- und Viertelchefs, Kommunalverwaltungen und abgestimmte Kontrollen, damit Probleme nicht erst auf Polizeiebene eskalieren.
PM2.5 und illegaler Holzkohlebrand – Sicherheit beginnt bei Umweltfragen
Bürgermeister Mitchai Prakobtham sagte, die Kommune unterstütze nationale Sicherheitslinien und arbeite dauerhaft mit lokalen Akteuren zusammen, auch über klassische Kriminalität hinaus.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Als Beispiel nannte er Umweltmaßnahmen wie die Kontrolle von offenem Abbrennen zur Reduktion von PM2.5 sowie Gespräche und rechtliche Schritte gegen illegalen Holzkohlebrand, verbunden mit der Suche nach tragfähigen Lösungen mit Anwohnern.
Wachstum und Migration – mehr Menschen, mehr Wachsamkeit
Der Bürgermeister verwies zudem auf die schnelle Ausdehnung der Gemeinde mit steigender Zahl von Bewohnern und Haushalten, darunter auch ausländische Arbeitsmigranten.
Dieses Wachstum, so die Botschaft, erfordere zusätzliche Aufmerksamkeit für Sicherheit, Schutz und soziale Ordnung, damit Konflikte und Unsicherheiten gar nicht erst zum Normalzustand werden.
Fahrzeuge, Waffen, Ordnung – lokale Sorgen aus dem Alltag
Monthian Boonkrachang, Kamnan (Subdistrict Head) von Takhian Tia, berichtete über Vorfälle, bei denen gestohlene Fahrzeuge aus anderen Gegenden zeitweise in Takhian Tia abgestellt wurden.
Er habe Verwaltungsteams und Gemeindeleiter angewiesen, die Überwachung zu verstärken und Gesetze strikt durchzusetzen, außerdem erinnerte er an Regeln zum Waffenbesitz: Tragen nur mit gültiger Erlaubnis und so, dass die Öffentlichkeit nicht verunsichert wird.
Über 200 Festnahmen in Banglamung – Signal an die Szene
Zum Abschluss gaben ISOC Chonburi und der stellvertretende Bezirkschef Updates zur Lage ab und meldeten die Festnahme von mehr als 200 ausländischen Staatsangehörigen in Banglamung wegen Straftaten oder illegaler Einreise bzw. illegalen Aufenthalts.
Zugleich lobten die Verantwortlichen die lokalen Führungskräfte in Takhian Tia für ihre „gute Performance“ bei Sicherheitsmaßnahmen und bewerteten die Sicherheitslage dort insgesamt als zufriedenstellend.
Deine Meinung
Sind solche Gemeindenetzwerke ein sinnvoller Weg, um Sicherheit und Zusammenhalt in schnell wachsenden Gebieten wie Banglamung zu verbessern, oder droht dabei zu viel Kontrolle im Alltag?
Welche Erfahrungen gibt es vor Ort mit Kontrollen, Umweltauflagen und dem Umgang mit Migration – und was sollte sich aus Sicht der Community ändern?



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: