Pattaya: Razzia deckt Prostitution auf

📜 Mehrere Verstöße: Neben mutmaßlicher Kindesausbeutung fehlte dem Lokal auch die vorgeschriebene Unterhaltungslizenz. Das Ehepaar hinter der Bar steht nun im Zentrum der Ermittlungen.

Pattaya: Razzia deckt Prostitution auf
The Pattaya News
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PATTAYA, THAILAND – In den frühen Stunden des 13. Februar 2026 hat eine Spezialeinheit des Department of Provincial Administration (DOPA) in Pattaya eine nicht lizenzierte Karaoke-Bar durchsucht und Beweise für die mutmaßliche Ausbeutung eines 16-jährigen Mädchens sichergestellt. Die Ermittler berichten, dass das Mädchen in dem Betrieb mit dem öffentlich genannten Namen Zeed’s Bar 31 in Soi Nakluea 12 im Unterbezirk Na Kluea zur Prostitution gezwungen worden sein soll.

Einsatz unter Anordnung der Regierungsspitze

Die Razzia wurde nach Direktive von Innenminister und Premierminister Anutin Charnvirakul durchgeführt, der verstärkte Maßnahmen für öffentliche Ordnung und ein hartes Vorgehen gegen illegale Aktivitäten angeordnet hatte.

Vor Ort überwachten hochrangige Vertreter des Innenministeriums den Einsatz, darunter Arsit Sampantharat, Ständiger Sekretär, Narucha Koshasivi, Generaldirektor des DOPA, sowie Vizegeneraldirektor Ronrong Thipsiri und weitere Einsatzkräfte der Untersuchungs- und Freiwilligenverteidigungseinheiten.

Ablauf der nächtlichen Razzia

Die Spezialeinheit unter Leitung von Saksachai Rotjanarat, Direktor des Law Enforcement Operations Center for Provincial Administration Officers, stürmte das Gebäude gegen 00.36 Uhr gemeinsam mit Ronrong Thipsiri und dem Bezirksleiter von Banglamung, Anusak Piriya-amorn.

Dem Einsatz waren Beschwerden aus der Bevölkerung vorausgegangen, wonach das Lokal nicht nur bis spät in die Nacht erheblichen Lärm verursachte, sondern auch Minderjährige in sexuell ausbeuterischen Rollen illegal beschäftigen soll.

Illegale Karaoke-Bar und Verdacht auf Kinderprostitution

Die Beamten stellten fest, dass der Betrieb als Karaoke-Bar ohne erforderliche Unterhaltungslizenz geführt wurde und zugleich als Cannabis-Laden sowie kleiner Thai-Imbiss fungierte.

Im Inneren trafen die Ermittler auf fünf weibliche Beschäftigte, darunter das 16-jährige Mädchen. Nach ersten Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass das Eigentümerpaar von der sexuellen Ausbeutung der Minderjährigen gewusst und davon finanziell profitiert haben soll, wobei die Namen der Eheleute wegen laufender Ermittlungen zurückgehalten werden.

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Umfangreiche Strafvorwürfe gegen das Betreiberpaar

Gegen die Betreiber werden mehrere Vorwürfe erhoben, darunter der Betrieb eines Unterhaltungsbetriebs ohne Lizenz, der Verkauf von Alkohol außerhalb der erlaubten Zeiten, die Vermittlung obszöner Handlungen sowie die Ausbeutung einer Minderjährigen zur Prostitution, was als Menschenhandel gewertet wird.

Zusätzlich sehen die Ermittler Verstöße gegen Bestimmungen zur Bekämpfung der Prostitution und gegen das Arbeitsrecht, da Kinder unter 18 Jahren nicht in Lokalen beschäftigt werden dürfen, in denen Speisen, Alkohol oder andere Getränke zusammen mit Unterhaltungsdiensten für Kunden angeboten werden.

Rechtliche Grundlagen und Strafrahmen

Die thailändischen Gesetze gegen Menschenhandel und Kinderprostitution sehen drastische Strafen vor. Betreiber von Etablissements, die wissentlich Minderjährige zur Prostitution ausbeuten, können mit mehrjährigen Haftstrafen und erheblichen Geldstrafen belangt werden.

Das Gesetz zur Verhinderung und Bekämpfung der Prostitution sowie das Anti-Menschenhandelsgesetz bilden die rechtliche Grundlage für solche Ermittlungen. Die Behörden betonen, dass bei Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen besonders streng vorgegangen wird.

Schutz der Minderjährigen und mögliche Schließung

Die Einsatzkräfte brachten das 16-jährige Opfer in Sicherheit und wollen es dem National Referral Mechanism (NRM) zuführen, wo interdisziplinäre Teams das Mädchen prüfen und Schutzmaßnahmen einleiten, bevor die weitere Betreuung durch das Büro für Soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit in der Provinz Chonburi erfolgt.

Für das Lokal wird eine Schließungsverfügung von fünf Jahren durch den Provinzgouverneur von Chonburi erwartet, im Einklang mit einschlägigen Direktiven des National Council for Peace and Order (NCPO), während sich die Betreiber zunächst nicht öffentlich äußerten.

Appell der Behörden und Hinweis auf Meldestellen

Vizegeneraldirektor Ronrong Thipsiri betonte die Schwere von Menschenhandel als zentrales nationales Problem, das gemeinsames Handeln erfordere, und erklärte: „Betreiber von Unterhaltungsstätten müssen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, solche Orte dürfen unter keinen Umständen Kinder beschäftigen, und die Verschleierung von Kinderprostitution stellt Menschenhandel mit harten Strafen dar.“

Er rief die Öffentlichkeit dazu auf, verdächtige Vorgänge bei den Bezirks- und Provinzbehörden sowie bei den Damrongtham-Zentren des Innenministeriums über die Hotline 1567 zu melden.

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Quelle: The Pattaya News

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