Pattaya startet Großrazzia:
Nachtclubs im Fokus der Drogenprävention
Pattaya – In einer großangelegten Nachtaktion haben thailändische Behörden mehrere Unterhaltungsbetriebe in Pattaya überprüft, um die Sicherheit der Touristenstadt zu stärken. Die Razzia, geleitet von Nattapob Yomjinda, stellvertretender Bezirkschef von Banglamung, und Polizeioberstleutnant Suchart Dusadee, stellvertretender Leiter der Pattaya City Polizeistation, soll das Vertrauen in Pattaya als sicheres und drogenfreies Reiseziel festigen.
Strengere Kontrollen in Clubs und Bars
Die Operation startete im T25 Beer & Bistro Pattaya in der Nähe der Soi Thappraya 3. Beamte überprüften gewissenhaft Alkohollizenzen, Betriebsgenehmigungen und Personalausweise der Gäste. Zusätzlich führten sie Stichproben-Drogentests durch – mit einem positiven Ergebnis: „Es wurden keine illegalen Substanzen oder Verstöße festgestellt“, bestätigte ein Polizeisprecher.
Anschließend rückten die Einsatzkräfte zum Sangkasi 90 auf der Pattaya Third Road aus, einem beliebten PR-Club. Um gründliche Kontrollen zu ermöglichen, wurden die Lichter eingeschaltet und die Musik abgestellt. Auch hier blieben die Tests negativ.
„No Drugs, No Dealers“
Regierung verschärft Maßnahmen
Die nächtlichen Überprüfungen sind Teil einer landesweiten Initiative des Innenministeriums unter der Leitung von Vize-Premierminister Phumtham Wechayachai. Sie sollen nicht nur kurzfristig den Drogenhandel und -konsum in besonders sensiblen Zeiträumen eindämmen, sondern sind als dauerhafte Komponente einer umfassenderen Strategie gegen illegalen Drogenverkehr und suchtbedingte Probleme gedacht.
Konkret bedeutet das, dass Polizeikräfte, kommunale Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Vertreter der Tourismusbranche in koordinierter Weise nachts verstärkte Kontrollen, Patrouillen und Präventionsmaßnahmen durchführen — mit dem Ziel, sowohl akute Gefahren zu minimieren als auch das langfristige Sicherheitsgefühl in Bevölkerung und bei Reisenden zu stärken.
Die „No Drugs, No Dealers“-Politik verpflichtet die Provinzen, vier zentrale Strategien umzusetzen und miteinander zu verknüpfen:
1. Prävention – Aufklärung über Drogenrisiken
• Umfassende Informationskampagnen, die sich an Jugendliche, Touristengruppen, Arbeitnehmer in der Nachtwirtschaft und die breite Öffentlichkeit richten.
• Schulungen in Schulen, Betrieben und Gastgewerbe, Sensibilisierung von Hotel- und Barpersonal sowie mehrsprachige Informationsmaterialien in touristischen Hotspots.
• Nutzung digitaler Kanäle und lokaler Medien, um Mythen über Drogenkonsum zu entkräften und Hilfsangebote bekannt zu machen.
2. Unterdrückung – Strikte Kontrollen in Risikobereichen
• Gezielte nächtliche Kontrollen in Barvierteln, an Verkehrsknotenpunkten und in der Nähe von Veranstaltungsorten, unterstützt durch nachrichtendienstliche Auswertung und Risikoanalysen.
• Zusammenarbeit zwischen Polizei, Grenzschutz, Kommunalverwaltung und privaten Sicherheitsdiensten, um Verkaufs- und Verteilungsnetzwerke aufzuspüren.
„Unser Ziel ist es, Pattaya als familienfreundliches Reiseziel zu positionieren“, betonte Nattapob Yomjinda. „Drogen haben hier keinen Platz.“
Pattayas Zukunft:
Sicherheit als Tourismus-Magnet
Die Behörden wollen mit solchen Aktionen nicht nur Drogenhandel und Kriminalität bekämpfen, sondern auch das Image der Stadt aufwerten. „Wenn Besucher wissen, dass sie in einer sicheren Umgebung feiern können, kommen sie gerne wieder“, erklärt ein Tourismusexperte.
Trotz der strengen Kontrollen betont die Polizei, dass das Nachtleben weiterhin lebendig bleiben soll – aber legal und verantwortungsbewusst. Die nächsten Razzien sind bereits geplant, um die Erfolge zu konsolidieren.



