PHUKET, THAILAND – In Thalang haben am 15. März Tausende das jährliche Heroines Festival gefeiert, das an den historischen Widerstand zweier Frauen gegen Eindringlinge erinnert. Licht-, Ton- und Bühnendrama, Kulturmarkt und mehr als 300 Essensstände machten die dreitägige Veranstaltung zugleich zum Publikumsmagneten und Wirtschaftsfaktor.
Drei Tage Erinnerung am Thalang Memorial
Austragungsort war das Thalang Memorial (auch Thalang Victory Field) im Bezirk Thalang, wo sich an drei Abenden die Menschen zur großen historischen Inszenierung versammelten.
Die Feierlichkeiten liefen vom 13. bis 15. März und endeten in der Nacht zum 15. März mit besonders vollen Rängen rund um das Denkmalgelände.
Zwei Schwestern als Symbol der Insel
Im Mittelpunkt standen Thao Thep Krasattri und Thao Sri Soonthorn, die auf Phuket bis heute auch als Ya Chan und Ya Muk bekannt sind.
Die beiden sollen 1785 die Bevölkerung von Thalang geeint und zur Verteidigung gegen angreifende Kräfte mobilisiert haben, ein Ereignis, das als wichtiger Baustein für das Fortbestehen der damaligen Siedlung gilt.
Militärprominenz und Provinzspitze bei der Eröffnung
Die Eröffnung am 13. März leitete Boonsin Padklang, Berater des Oberbefehlshabers der Royal Thai Army und früherer Kommandeur der 2nd Army Area.
Unter den Gästen waren zudem Nirat Pongsitthithavorn (Gouverneur von Phuket), Kusumal Pongsitthithavorn (Präsidentin des Phuket Red Cross) sowie Rewat Areerob (Präsident der Phuket Provincial Administrative Organization), begleitet von Vertretern aus Behörden, Privatwirtschaft und zahlreichen Besuchern.
Die Show als Herzstück – Bühne, Effekte, Hunderte Mitwirkende
Zentraler Programmpunkt war die Bühnenproduktion Thao Thep Krasattri – Thao Sri Soonthorn: A Tribute to the Heroes of Thalang, die auf große Kulissen, starke Licht- und Soundeffekte sowie ein Ensemble von Hunderten Darstellern setzte.
Unter dem Motto Love of Nation, Protection of the Land: Heroines of Thalang erzählte das Stück die Verteidigung von Thalang nach und betonte Mut, Opferbereitschaft und Zusammenhalt der Inselbewohner.
Appell an die junge Generation
In seiner Ansprache warb Gen Boonsin dafür, die Aufführungen zu besuchen, um die Opfer früherer Generationen im Gedächtnis zu halten und den Weg zur heutigen Inselentwicklung zu verstehen.
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Der General verwies dabei auch auf eigene Einsätze aus seiner Militärlaufbahn, unter anderem im Kontext von Spannungen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze, und betonte die Bedeutung historischer Bildung für junge Menschen.
Kulturmarkt und 300 Stände – Festival als Umsatzmotor
Neben der nächtlichen Historien-Show gab es eine Kulturmesse mit traditionellen Darbietungen, Handwerk und regionaler Küche, die das Areal rund um das Memorial tagsüber und abends füllte.
Die Veranstalter meldeten mehr als 300 Food-Stände und Händler, die an allen drei Tagen viele Besucher anzogen und das Festival auch als Impuls für lokale Einnahmen positionierten.
Tourismusstrategie mit Geschichtsbewusstsein
Die Phuket Provincial Administrative Organization (PPAO) erklärte, das jährliche Festival sei wichtig, um die Geschichte der beiden Heldinnen und die Verteidigung von Thalang an kommende Generationen weiterzugeben.
Gleichzeitig wird das Event von den Organisatoren ausdrücklich als Tourismuswerbung verstanden, die Phuket als Ziel für Kulturreisen im In- und Ausland sichtbarer machen soll.



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