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Phumtham: Paetongtarn tritt nicht zurück

Phumtham: Paetongtarn tritt nicht zurück
The Nation

Die thailändische Politik ist in Aufruhr: Nach Spekulationen über einen möglichen Rücktritt von Premierministerin Paetongtarn Shinawatra hat amtierender Regierungschef Phumtham Wechayachai nun klare Worte gefunden. „Es gibt keinen Rücktrittsplan“, versicherte er – die suspendierte Regierungschefin wolle sich stattdessen vor Gericht verteidigen.

Verfassungsgerichtsverfahren als Zündstoff

Hintergrund der Gerüchte ist eine Klage vor dem Verfassungsgericht. Eine Gruppe von Senatoren wirft Paetongtarn vor, im Rahmen eines Gesprächs mit einem kambodschanischen Politiker gegen den „Ethik-Kodex für Premierminister“ verstoßen zu haben. Konkret soll sie sich in den Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha eingemischt und Partei ergriffen haben – ein Vorwurf, den sie entschieden zurückweist.

„Von wem haben Sie diese Nachricht? Das ist völlig aus der Luft gegriffen“, konterte Phumtham auf Journalistenfragen. Die Premierministerin habe „niemals einen Rücktritt erwogen“ und werde den Prozess abwarten.

Haushaltsdebatte als möglicher Zeitpunkt 
doch alles bleibt beim Alten

Besonders brisant: Die Gerüchte kursierten just zum Zeitpunkt der finalen Debatte über den Haushaltsentwurf 2026, der am 13., 14. und 15. August im Parlament verabschiedet werden soll. Einige Beobachter mutmaßten, Paetongtarn könne nach der Abstimmung zurücktreten, um einer möglichen Verurteilung durch das Verfassungsgericht zuvorzukommen.

Doch Phumtham machte deutlich: „Es gibt keinen Notfallplan. Die Premierministerin wird sich dem Rechtsstaat stellen – und wir stehen hinter ihr.“ Die Pheu-Thai-Partei habe keinerlei Vorbereitungen für einen Führungswechsel getroffen.

Die Lage bleibt angespannt

Sollte das Verfassungsgericht Paetongtarn schuldig sprechen, könnte sie ihr Amt endgültig verlieren. Bis dahin bleibt sie suspendiert, während Phumtham die Amtsgeschäfte führt.

Die Regierung will keine unnötige Panik schüren. „Hört auf, Halbwahrheiten zu verbreiten“, appellierte Phumtham an die Medien. „Das schadet nur dem Land.“

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