BANGKOK, THAILAND – Der Demokrat-Parteipolitiker Chaiyanat Dechdecho fordert von der Regierung schnelle Schritte gegen steigende Ölpreise und nennt drei Maßnahmen, die den Preis um rund 10 Baht pro Liter senken könnten. Zugleich warnt er davor, die Entwicklung zu stark mit Kriegen im Ausland zu begründen, und verweist auf innenpolitische Steuerungsinstrumente.
Politiker fordert rasches Eingreifen
Kürzlich äußerte sich Chaiyanat Dechdecho, Listenabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Demokratischen Partei, zur aktuellen Entwicklung der Kraftstoffpreise.
Er verlangte von der Regierung umgehend Maßnahmen, um die Lebenshaltungskosten der Bevölkerung zu entlasten.
Drei Vorschläge für rund 10 Baht weniger pro Liter
Chaiyanat legte drei konkrete Ansätze vor, mit denen sich der Ölpreis nach seiner Darstellung um etwa 10 Baht pro Liter reduzieren ließe.
Die Vorschläge zielen vor allem auf steuerliche Entlastungen und Abgaben auf Kraftstoffe ab.
Übergewinn- bzw. Windfall-Steuer: 3 Baht pro Liter
Als ersten Schritt nennt er eine Senkung der sogenannten Übergewinn- oder Windfall-Steuer um 3 Baht pro Liter.
Damit solle ein Teil der Preisbelastung direkt über eine geringere Abgabenlast abgefedert werden.
Aussetzung der Verbrauchsteuer: 6 Baht pro Liter
Zweitens fordert Chaiyanat, die Erhebung der Verbrauchsteuer auf Öl in Höhe von 6 Baht pro Liter auszusetzen.
Dieser Posten wäre nach seiner Rechnung der größte einzelne Hebel innerhalb des vorgeschlagenen Pakets.
Provinzverwaltungen sollen zusätzliche Abgabe stoppen
Drittens bittet er die Provinzverwaltungen (OrBorJor) landesweit um Kooperation, indem sie eine weitere Abgabe von 0,69 Baht pro Liter nicht mehr erheben.
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Zusammen mit den beiden Steuermaßnahmen ergäbe sich daraus die von ihm genannte Entlastung von ungefähr 10 Baht pro Liter.
Erwartete Wirkung auf Haushalte und Wirtschaft
Wenn die Regierung diese Schritte umsetzt, würde das nach Chaiyanats Einschätzung die Ausgaben der Menschen spürbar senken.
Zugleich erwartet er positive Effekte für die Gesamtwirtschaft, weil geringere Energiekosten viele Bereiche des Alltags und der Produktion beeinflussen.
Kritik an Verweis auf Kriege im Ausland
Chaiyanat forderte die Regierung außerdem auf, die Preisentwicklung nicht zu stark mit der Kriegslage im Ausland zu erklären.
Er betonte, dass es im Inland politische und administrative Instrumente gebe, um die Bevölkerung wirksam zu unterstützen.
Deine Meinung
Sollte Thailand zur Entlastung bei hohen Spritpreisen Steuern und Abgaben wie vorgeschlagen senken, auch wenn dadurch dem Staat Einnahmen fehlen könnten?
Welche Maßnahme wäre aus deiner Sicht am wirksamsten – und wo sollte die Regierung die Grenze ziehen, wenn internationale Faktoren die Preise mitbestimmen? Diskutiere in den Kommentaren mit.



Zu meiner Freude hat der Verkehr bereits deutlich nachgelassen. Würde der Spritpreis nochmals um 10 THB pro Liter steigen hätten wir freie Straßen und als Nebeneffekt weniger Umweltbelastung.