Drogenrazzia in Bangkok:
Polizei schnappt Dealer und beschlagnahmt 336 kg Rauschgift
In einer spektakulären Aktion haben thailändische Ermittler zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen und einen gewaltigen Drogenfund von 336 Kilogramm sichergestellt. Die Beute: 314 kg Crystal Meth und 22 kg Ketamin – genug, um Hunderttausende in die Abhängigkeit zu treiben.
Großfahndung führt zu spektakulärem Zugriff
Bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Metropolitan Police Division 8 präsentierten Beamte um Polizeigeneral Siam Boonsom die Ergebnisse einer wochenlangen Observation. Die Festnahme der beiden Verdächtigen – Wasin (29), alias „Boat“, und Afdol (24), genannt „Dol“ – gelang im Rahmen der landesweiten Initiative „No Drugs, No Dealers“.
„Diese Männer sind Teil eines größeren Netzwerks, das bereits seit Mai auf unserer Liste steht“, erklärte ein Ermittler unter Verweis auf frühere Festnahmen in Wang Thonglang.
Durch verdeckte Observationen hatten die Beamten die Spur zu einem verdächtigen weißen Toyota Avanza in der Ramkhamhaeng Soi 37 (Bang Kapi) verfolgt.
Drogenversteck auf dem Dach enttarnt
Am Abend des 4. August verfolgten Spezialkräfte das Fahrzeug bis nach Ayutthaya, wo die Verdächtigen offenbar einen Drogentransfer vorbereiteten. Nach der Rückkehr nach Bangkok durchsuchten die Beamten den Wagen und fanden:
• 239 Pakete Crystal Meth (239 kg)
• 22 Kilo Ketamin in Einzelpackungen
Doch das war erst der Anfang: Unter Druck gestanden, verrieten die Festgenommenen ein weiteres Versteck auf dem Dach eines nahegelegenen Apartments. Dort entdeckten die Ermittler 75 zusätzliche Crystal-Meth-Pakete (75 kg), versteckt in bunten Reissäcken.

Internationale Dimensionen zeichnen sich ab
Insgesamt beschlagnahmte die Polizei:
✔ 314 kg Crystal Meth (Straßenwert: ca. 94 Mio. Baht / 2,3 Mio. Euro)
✔ 22 kg Ketamin (Marktwert: ~6,6 Mio. Baht / 165.000 Euro)
✔ Das Transportfahrzeug
✔ Drei Handys mit Kontakten zu weiteren Verdächtigen
„Jede dieser Mengen könnte Tausende Leben zerstören“, kommentierte ein Narcotics-Board-Experte die Dimensionen des Fundes.
Die Ermittler vermuten Verbindungen zu internationalen Drogenkartellen, die Thailand als Drehscheibe nutzen.
Fahndung nach weiteren Bandenmitgliedern
Während die beiden Hauptverdächtigen nun wegen Handels mit Betäubungsmitteln angeklagt werden, läuft die Fahndung nach weiteren Bandenmitgliedern auf Hochtouren. Die Geldwäsche-Ermittlungen könnten zudem zur Beschlagnahmung weiterer Vermögenswerte führen.
„Dieser Schlag zeigt: Bangkok bleibt kein sicheres Pflaster für Drogenhändler“, betonte General Boonsom.
Doch die Behörden wissen: Hinter jedem zerschlagenen Netzwerk wartet oft schon das nächste. Die nächste Runde im Kampf gegen die Drogenmafia hat gerade erst begonnen.



