BANGKOK, THAILAND – Nach einem nächtlichen Motorradunfall in Lat Phrao wurde die verunglückte Warissara nicht direkt in ein Krankenhaus gebracht, sondern zur Phahonyothin-Polizeiwache. Erst nachdem sich ihr Zustand auf der Wache verschlechterte, kam sie in eine Klinik – wo sie an den Folgen schwerer innerer Verletzungen starb.
Unfall bei Starkregen nahe Soi Lat Phrao 48
Der Unfall ereignete sich Ende Februar 2025 gegen 02.20 Uhr nahe Soi Lat Phrao 48. Warissara rutschte bei starkem Regen auf nasser Fahrbahn mit dem Motorrad weg und stürzte.
Die Frau arbeitete in einem Restaurant in der Sukhumvit-Gegend und war auf dem Rückweg zu ihrer Unterkunft im Stadtteil Lat Phrao.
Rettungskräfte schätzten Verletzungen als leicht ein
Die Einsatzkräfte stellten vor Ort laut Berichten äußerlich nur Abschürfungen und Schwellungen im Gesicht fest. Zudem wurde Alkoholgeruch wahrgenommen, was den Verdacht einer alkoholbedingten Fahruntüchtigkeit aufwarf.
Auf Grundlage dieser ersten Einschätzung wurde entschieden, die Frau zur Polizeiwache zu bringen, anstatt sie direkt in eine Klinik einzuweisen.
Auf der Polizeiwache statt im Krankenhaus
Gegen 03.02 Uhr traf Warissara auf der Phahonyothin Police Station ein. Während der Aufnahmeprozedur lag sie auf dem Boden – ohne dass laut Berichten jemand lebensbedrohliche Verletzungen vermutete.
Gegen 04.58 Uhr verschlechterte sich ihr Zustand akut. Beamte riefen erneut Rettungskräfte, die sie in eine Klinik brachten.
Tod in der Klinik, Obduktion bestätigt schwere innere Verletzungen
Im Krankenhaus stellten Ärzte schwere innere Verletzungen fest. Warissara starb laut Berichten gegen 06.00 Uhr.
Die Obduktion bestätigte, dass die inneren Verletzungen durch den Sturz verursacht worden waren und ohne verzögerte Versorgung möglichweise behandelbar gewesen wären. Die Mutter Samaporn Pongkhamla (52) fragte öffentlich, warum ihre Tochter nicht sofort medizinisch versorgt worden sei.
Familie meldet Unstimmigkeiten bei der Untersuchung
Die Schwester Nanthicha Chokchaiphan (27) berichtete, die Familie habe nach der Beerdigung begonnen, den Fall nachzuverfolgen, und dabei Widersprüche entdeckt: bei der Bewertung der Verletzungen vor Ort, bei der Entscheidung für die Polizeiwache und bei einem zeitweilig verschwundenen Mobiltelefon, das später zurückgegeben worden sei.
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Der Freund Natthapat Kliangklau (23) sagte, beide hätten die Arbeit jener Nacht gemeinsam verlassen. Er sei früher zu Hause angekommen, habe wiederholt angerufen, als sie nicht erschien – und erst am Morgen erfahren, dass sie gestorben war.
Ein Jahr später: Familie fordert Aufklärung
Mehr als ein Jahr nach dem Vorfall beklagt die Familie laut Daily News, dass trotz einer eingereichten Beschwerde gegen Beteiligte kaum Fortschritte erzielt worden seien.
Sie fordert eine vollständige Aufarbeitung der Abläufe und eine Überprüfung der Verfahren bei Unfällen mit unklarem Verletzungsbild, damit vergleichbare Fälle künftig anders behandelt werden.



Thailand mag zwar ein gute private Krankenhäuser haben, aber man muss erst die Rettungs und Bergeaktionen überleben! Wie im Video zu sehen, so transportiert man in Europa nicht Mal Schlachtvieh!