BANGKOK, THAILAND – Die Schauspielerin Rybena „Nana“ Intachai und ihr Ehemann, Rapper Prinya „Way Thaitanium“ Intachai, sind in Bangkok wegen mutmaßlichen Anlagebetrugs in zweistelliger Millionenhöhe angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem prominenten Paar und zwei von Rybena geführten Firmen gemeinsamen Betrug, öffentliche Täuschung durch Kreditgeschäfte sowie Urkundenfälschung vor.
Anklage gegen prominentes Paar
Ankläger der Abteilung für Wirtschaftsdelikte 2 brachten die beiden 44-jährigen Beschuldigten und die Unternehmen Flick of the Light Productions sowie Rybena 2016 am Strafgericht in Bangkok vor.
Die vier Angeklagten wurden als erste bis vierte Beschuldigte geführt und mit den Vorwürfen des gemeinsamen Betrugs, des öffentlichen Betrugs durch Kreditaufnahme sowie der Fälschung und Verwendung gefälschter Dokumente konfrontiert.
Angebliche Scheininvestitionen über Jahre
Laut Anklageschrift sollen die Beschuldigten zwischen April 2021 und Oktober 2025 mindestens elf Personen durch falsche Angaben und das Verschweigen wesentlicher Tatsachen dazu gebracht haben, ihnen Geld zu leihen.
Den Investoren seien unter anderem Geschäfte mit Privatkrediten, Vermögenshandel, sportbezogene Unternehmungen, Investmentfonds, Restaurants im Ausland sowie Börsenanlagen als Ziel der Einlagen dargestellt worden.
Versprochene Renditen über dem gesetzlichen Rahmen
Den geschädigten Geldgebern seien monatliche Renditen von 4 bis 7 Prozent oder bis zu 40 Prozent des eingesetzten Kapitals zugesagt worden, also deutlich höhere Sätze als gesetzlich für Finanzinstitute zulässig.
Die Opfer überwiesen daraufhin insgesamt rund 170 Millionen Baht auf von den Angeklagten benannte Konten, wobei Einzelbeträge von 1,5 Millionen Baht bis 46,39 Millionen Baht reichten und frühere Berichte die Gesamtsumme teilweise mit bis zu 195 Millionen Baht angaben.
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Verdacht auf Ponzi-ähnliches System
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft beruhten die Anlageangebote auf falschen Angaben und der Verschleierung entscheidender Informationen, da die Beschuldigten demnach keine echte Investitionsabsicht gehabt hätten.
Stattdessen sollen neue Einzahlungen genutzt worden sein, um frühere Anleger auszuzahlen, was dem Prinzip eines Ponzi-Systems ähnelt, während alle Angeklagten die Vorwürfe bei ihrer Vernehmung bestritten.
Haftverschonung und Auflagen
Das Gericht verlängerte die bereits zuvor gewährte Kaution für Rybena Intachai in Höhe von 1 Million Baht, während Prinya Intachai später ebenfalls gegen dieselbe Kautionssumme aus der Haft entlassen wurde.
Für den Rapper gilt die Auflage, das Land nicht ohne vorherige Zustimmung des Gerichts zu verlassen, wobei eine Genehmigung jeweils im Einzelfall beantragt werden muss.
Festnahmen und Reaktion der Verteidigung
Die Schauspielerin war am 3. Dezember 2025 in ihrem Wohnhaus im Bangkoker Bezirk Watthana wegen des Verdachts des betrügerischen Kreditgeschäfts festgenommen worden, bevor ihr Ehemann am 12. Dezember 2025 bei der Economic Crime Suppression Division (ECD) erschien, um die gegen beide gerichteten Betrugsvorwürfe formell zur Kenntnis zu nehmen.
Der Anwalt des Rappers, Saiyud Phengboonchu, erklärte nach der Kautionsentscheidung, er sei erfreut über die Freilassung seines Mandanten und gehe davon aus, dass dieser nicht fliehen und Mittel zur Begleichung der Verbindlichkeiten aufbringen werde.



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