Python greift Mönch im Tempel an (Video)

Python greift Mönch im Tempel an (Video)
Naewna
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SAMUT PRAKAN – Ein 62-jähriger Mönch wurde am Freitagmorgen in einem buddhistischen Tempel in Samut Prakan von einer zweieinhalb Meter langen Python angegriffen und verletzt. Rettungskräfte konnten ihn rechtzeitig befreien und ins Krankenhaus bringen.

Notruf um 7:35 Uhr: Vorfall im Wat Mok

Gegen 7:35 Uhr ging ein Notruf bei der Rettungsleitstelle 1669 ein. Die Meldung aus dem Wat Mok im Bezirk Phra Pradaeng lautete, dass ein Mönch von einer großen Python angegriffen werde und Hilfe benötige.

Sofort machten sich Rettungskräfte der Gemeinde und Freiwillige der Ruamkatanyu-Stiftung auf den Weg zum Tempel. Vor der Wohnung des Abtes trafen sie auf den Mönch Phra Withi Khamwilai, der am Boden lag. Eine etwa 15 Kilogramm schwere Würgeschlange hatte sich um seinen Körper gelegt.

Wie es zum Vorfall kam

Der Augenzeuge Prasit Jumangmor, 71 Jahre alt, berichtete später von dem Vorfall. Er schilderte, dass der Mönch auf ihn zugekommen sei und um Hilfe gebeten habe. Die Schlange sei um seinen Arm und Körper gewickelt gewesen, bevor der Mönch das Bewusstsein verlor.

Die Python hatte den 62-Jährigen gebissen und umschlungen, was zu seinem geschwächten Zustand führte. Die Rettungskräfte trafen zu einem Zeitpunkt ein, als schnelles Handeln erforderlich war.

Warum der Mönch die Schlange anfasste

Später im Krankenhaus konnte der Mönch den Hergang des Vorfalls schildern. Er war gerade dabei gewesen, das Tempelgelände zu reinigen, als ein Laie ihn auf die Anwesenheit der Schlange aufmerksam machte und Besorgnis äußerte.

Anstatt professionelle Hilfe zu holen, entschied sich Phra Withi, die Python selbst einzufangen. Dabei unterlief ihm jedoch ein Fehler in der Handhabung. Er griff die Schlange in der Mitte des Körpers, anstatt sie am Kopf zu fixieren, wie es bei solchen Situationen erforderlich wäre.

Dadurch hatte das Tier genug Bewegungsfreiheit, um zu reagieren und sich um seinen Arm und Hals zu legen. Der Mönch berichtete später, dass ihm unwohl geworden sei und er das Bewusstsein verloren habe.

Professionelle Rettung und medizinische Versorgung

Die herbeigeeilten Rettungskräfte leisteten umgehend Erste Hilfe und befreiten den Mönch aus der Umklammerung der Schlange. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er ins Bang Chak Krankenhaus transportiert, wo er weitere medizinische Behandlung erhielt.

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ZUM ANGEBOT

Die Behörden teilten mit, dass sein Zustand ernst, aber stabil sei. Der Mönch war aussagefähig und wurde zur Überwachung und weiteren Behandlung stationär aufgenommen. Die Python wurde von den Einsatzkräften eingefangen und an einen geeigneten Ort gebracht.

Ein gefährlicher Lebensraum

Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Problem, das in ländlichen Gebieten Thailands häufiger auftritt als vielen bewusst ist. Der Tempel Wat Mok liegt in einem grünen, dicht bewachsenen Gebiet mit viel Vegetation.

Der Mönch lebte in einer abgelegenen Kuti, einer traditionellen Mönchshütte, die von Bäumen und Büschen umgeben ist. Solche naturnahen Umgebungen bieten ideale Lebensbedingungen für verschiedene Schlangenarten, darunter auch größere Pythons.

Begegnungen zwischen Menschen und Schlangen sind in ländlichen Regionen des Landes keine extreme Seltenheit, allerdings sind Vorfälle dieser Art und dieses Ausmaßes eher ungewöhnlich.

Medizinische Einschätzung und Genesungsaussichten

Mediziner erklärten im Nachgang, dass der Mönch Glück gehabt habe. Der Biss einer Python ist zwar nicht giftig, kann aber zu Verletzungen und möglichen Infektionen führen, die behandelt werden müssen.

Die Umschlingung durch eine Würgeschlange, in der Fachsprache als Konstriktion bezeichnet, kann bei längerer Einwirkung zu Bewusstlosigkeit führen. Dass der Mönch überlebte, wird der schnellen Reaktion der Rettungskräfte zugeschrieben.

Die Tempelgemeinschaft zeigte sich erleichtert über den positiven Ausgang und dankte den Rettungsdiensten für ihr schnelles Eingreifen. Der Vorfall hat die Bewohner des Tempels sensibilisiert für die Gefahren, die in der natürlichen Umgebung existieren.

Präventionsmaßnahmen und Sicherheitsüberlegungen

Der Zwischenfall wirft Fragen zur Sicherheit in Tempelanlagen auf, die in naturnahen Gebieten liegen. Experten empfehlen verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.

Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören erstens die regelmäßige Kontrolle von Gebäuden und Außenbereichen auf Schlangenaktivität, zweitens die Schulung von Tempelbewohnern im Umgang mit Wildtieren und drittens die Einrichtung eines Notfallsystems mit direktem Kontakt zu spezialisierten Schlangenrettern. Darüber hinaus wird empfohlen, dass Personen ohne entsprechende Ausbildung niemals versuchen sollten, Schlangen selbst zu fangen.

Die lokalen Behörden prüfen nun, ob zusätzliche Sicherheitsrichtlinien für Tempel in ähnlichen Lagen entwickelt werden sollten. Dabei geht es nicht darum, die natürliche Umgebung zu verändern, sondern darum, ein sicheres Nebeneinander von Mensch und Tier zu ermöglichen.

Pythons in Thailand: Verbreitung und Verhalten

In Thailand sind mehrere Pythonarten heimisch, darunter auch die Netzpython, die zu den größten Schlangen der Welt gehört. Diese Tiere sind ungiftig und töten ihre Beute durch Umschlingen und anschließendes Ersticken, nicht durch Gift.

Pythons bevorzugen Lebensräume mit ausreichend Deckung und Wasserquellen in der Nähe. Tempelanlagen mit altem Baumbestand, Teichen und wenig frequentierten Bereichen erfüllen diese Kriterien oft ideal. Die Schlangen sind in der Regel nachtaktiv und meiden den direkten Kontakt mit Menschen.

Angriffe auf Menschen sind äußerst selten und geschehen meist nur in Verteidigungssituationen, wenn sich die Tiere bedroht fühlen oder unsachgemäß angefasst werden. Die meisten Pythons ziehen sich zurück, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

🗣 Sicherheit versus natürliche Umgebung

Ein Mönch versuchte zu helfen und wurde dabei verletzt. Dieser Vorfall wirft Fragen auf über den richtigen Umgang mit Wildtieren in religiösen Stätten. Sollten Tempel in Naturgebieten stärker gesichert werden, oder gehört das Leben mit der umgebenden Natur zur spirituellen Praxis dazu? Wie lässt sich ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und dem Respekt vor der natürlichen Umgebung finden? Teile deine Gedanken zu diesem Thema.

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Quelle: Naewna

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