SRI RACHA, THAILAND – Ein 27-jähriger Mann ist nach exzessivem Trinken und wiederholtem Waschen an einem Außenwasserhahn eines Tempels im Bezirk Sri Racha ums Leben gekommen. Polizei und Rettungskräfte gehen nach ersten Erkenntnissen nicht von Fremdverschulden aus, untersuchen die genauen Todesumstände aber weiter.
Fund am Tempel hinter dem Pavillon
Der Vorfall ereignete sich hinter dem Pavillon von Wat Khao Chi Thammanimit in der Untergemeinde Nong Kham, wo der Mann leblos neben einem beschädigten Wasserhahn aufgefunden wurde.
Rettungskräfte der Einheit Pure Yeang Thai Si Racha wurden gegen 14:00 Uhr alarmiert, nachdem ein Passant den leblosen Mann gemeldet hatte. Die Einsatzkräfte konnten bei Eintreffen nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Ermittlungen und Identität des Verstorbenen
Der zuständige Ermittler, Police Lieutenant Colonel Kongphon Techakamphu von der Polizeistation Nong Kham, traf gemeinsam mit freiwilligen Helfern am Tatort ein und dokumentierte die Lage. Die Polizei leitete umgehend eine Untersuchung der Todesumstände ein.
Der Verstorbene wurde als der 27-jährige Kitthana Khaoyongyangyuen aus Moo 7 identifiziert. Seine sterblichen Überreste lagen neben dem weiterhin Wasser führenden Außenzapfventil, das offenbar beschädigt worden war.
Vorgefundene Situation und persönliche Gegenstände
Der Mann war oberkörperfrei und trug eine blaue Dreiviertel-Jeans. Seine schwarze Armbanduhr lag abgenommen in der Nähe, ebenso eine schwarze Umhängetasche mit nationalem Ausweis und offiziellen Dokumenten, die eine schnelle Identifizierung ermöglichten.
Bei der ersten Untersuchung stellten die Ermittler keine sichtbaren Spuren von Gewaltanwendung oder äußere Verletzungen fest. Die Todeszeit wurde auf etwa zwei bis drei Stunden vor dem Fund geschätzt, weshalb von einem Eintritt des Todes gegen Mittag ausgegangen wird.
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Überwachungsvideo dokumentiert auffälliges Verhalten
Aufnahmen der Überwachungskameras des Tempels zeigten nach Angaben der Polizei, wie der Mann ab etwa 12:45 Uhr immer wieder Wasser aus dem Hahn trank und sich damit übergoss. Rund eine halbe Stunde lang ging er unruhig auf und ab und kehrte wiederholt zur Wasserstelle zurück.
Die Videoaufzeichnung dokumentiert, dass der Mann große Mengen Leitungswasser zu sich nahm und dabei zunehmend orientierungslos wirkte. Schließlich brach nach seinen Handlungen am Zapfhahn der Mechanismus, wonach der Mann neben der Wasserstelle zusammenbrach und dort reglos liegen blieb.
Beobachtungen der Mönche am Vormittag
Mönche des Tempels berichteten, der Mann sei bereits am Morgen erschienen und habe um Trinkwasser gebeten, das ihm ein Mönch gab. Die Ordensbrüder erklärten gegenüber den Ermittlern, sie hätten den Mann zuvor nie gesehen und er sei ihnen als Fremder erschienen.
Anschließend habe er sich in der Nähe der Ordinationshalle aufgehalten und mit einem Stock herumgefuchtelt, was die Mönche beunruhigte. Um die Mittagszeit übergaben sie ihm vorsichtig Essen und Snacks, da sein Zustand ihnen Sorge bereitete.
Aussagen des Mannes und Entdeckung des Vorfalls
Nach Darstellung der Mönche erklärte der Mann, seine Verwandten hätten ihn in den Wald oder die Berge geschickt. Er sei durstig gewesen und deshalb zum Tempel hinuntergekommen. Sein Verhalten deutete nach Einschätzung der Ordensbrüder auf möglichen Drogenkonsum oder eine andere Form der Beeinträchtigung hin.
Kurz darauf hörten die Mönche dauerhaft fließendes Wasser und ungewöhnliche Geräusche aus dem Bereich hinter dem Pavillon. Sie hielten dies zunächst für von Affen verursachte Schäden am Wasserhahn, bis ein Mönch nachsah, den Mann leblos vorfand und umgehend die älteren Ordensbrüder sowie die Behörden alarmierte.
Weiteres Vorgehen der Ermittlungsbehörden
Die Polizei sicherte den Bereich als Tatort und dokumentierte alle relevanten Beweismittel. Die Angehörigen des Verstorbenen wurden informiert und die üblichen rechtlichen Schritte eingeleitet. Eine detaillierte Untersuchung zur genauen Todesursache wurde in Auftrag gegeben.
Hinweise auf Fremdverschulden ergaben sich nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht. Dennoch bleiben die genauen Umstände des Todesfalls vorerst Gegenstand laufender polizeilicher Untersuchungen, bis ein abschließender Bericht vorliegt.
Offene Fragen zum ungeklärten Todesfall
Der Fall wirft zahlreiche Fragen auf, die erst durch weitere Untersuchungen geklärt werden können. Ein junger Mann wird ohne sichtbare Verletzungen neben einem laufenden Wasserhahn gefunden, ohne dass zunächst Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung vorliegen.
Die Ermittler konzentrieren sich nun darauf, die genaue Ursache des Todes zu ermitteln und mögliche Faktoren wie Drogenkonsum, gesundheitliche Vorbelastungen oder andere Einflüsse zu untersuchen. Die Ergebnisse der forensischen Untersuchung werden in den kommenden Tagen erwartet.



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