BANGKOK, THAILAND – Bei einer nächtlichen Aktion in der Sukhumvit-Gegend hat die Polizei 16 ausländische Frauen wegen mutmaßlicher Anwerbung zur Prostitution festgenommen. Geldstrafen, Visumswiderruf und Abschiebung sind nach Angaben der Behörden bereits eingeleitet.
Einsatz nach Beschwerden aus dem Nachtleben
Die Operation begann gegen 20.30 Uhr in Sukhumvit Soi 4 im Bezirk Khlong Toei, nachdem sich ausländische Touristen beschwert hatten und Beiträge in sozialen Netzwerken die Runde machten.
Die Behörden sprachen von einem gezielten Vorgehen in einem Bereich, der für Bars und Nachtleben bekannt ist und regelmäßig im Fokus von Ordnungseinsätzen steht.
Großaufgebot mehrerer Behörden
Beteiligt waren Beamte der Polizeiwache Lumpini sowie Ermittler, Teams des Metropolitan Police Bureau, Immigration Officers und Vertreter des Ministry of Social Development and Human Security.
Vor den Festnahmen habe es Beobachtungen und Überwachung gegeben, ehe die Einsatzkräfte zugriffen und die Verdächtigen abführten.
Wer festgenommen wurde
Nach Darstellung der Ermittler wurden 10 Staatsangehörige aus Tansania, fünf aus Kenia und eine aus Vietnam festgesetzt.
Alle 16 sollen an dem Ort aktiv Passanten angesprochen oder ihre Dienste in der Öffentlichkeit angeboten haben, was die Behörden als Störung der öffentlichen Ordnung werten.
Die konkreten Vorwürfe
Die Frauen wurden nach Section 5 des Prevention and Suppression of Prostitution Act beschuldigt, in der Öffentlichkeit zur Prostitution aufgefordert oder Kontakte angebahnt zu haben.
Im Zentrum des Vorwurfs steht, dass dies „offen“ geschehen sei und dadurch eine öffentliche Belästigung entstanden sein soll.
Erst Strafe, dann Immigration
Zunächst soll das Department of Women’s Affairs and Family Development administrative Geldstrafen verhängen, bevor die Fälle an die Einwanderungsbehörden übergeben werden.
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Anschließend sollen die Visa der Betroffenen widerrufen und sie nach Section 12(8) des Immigration Act des Landes abgeschoben werden.
Weiteres Verfahren in Suan Phlu
Die Verdächtigen wurden zur Zentrale des Immigration Bureau in Suan Phlu gebracht, wo die weiteren rechtlichen Schritte laufen.
Die Behörden machten deutlich, dass die Kombination aus Straf- und Einwanderungsrecht bei solchen Einsätzen Standard ist und bis zur Deportation reichen kann.
Deine Meinung
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