PATTAYA, THAILAND – Bei einer groß angelegten Razzia in einem achtstöckigen Apartmenthaus in Pattaya sind am 12. Januar 37 ausländische Staatsangehörige wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht festgenommen worden.
Einsatz in Wohnhaus an Soi Pattaya Sai 2
Die Aktion fand in einem Condominium an der Soi Pattaya Sai 2 statt, einer Nebenstraße in dem international bekannten Badeort. Pattaya gilt seit Jahren als Schwerpunktregion für Migration und Arbeitskräfte aus dem Ausland.
Die Ermittler gaben an, zuvor Hinweise besorgter Anwohner erhalten zu haben. Demnach soll das Gebäude als Unterschlupf für zahlreiche ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Papiere genutzt worden sein, die sich unerlaubt im Land aufhielten und verbotenen Tätigkeiten nachgingen.
Gemeinsame Taskforce aus mehreren Polizeieinheiten
Geführt wurde der Einsatz von Pol. Col. Naphatphong Khosit Suriyamanee, Leiter des Immigration Office Chonburi, sowie Pol. Col. Anek Sarathongyu, Chef der Polizeistation Pattaya City. Beteiligt waren Beamte der Einwanderungspolizei Chonburi, der Stadtpolizei Pattaya und der Touristenpolizei Pattaya.
Die Behörden durchsuchten gezielt verdächtige Wohnungen in dem Gebäude. Nach eigenen Angaben handelte es sich um eine koordiniert vorbereitete Maßnahme im Rahmen einer längerfristigen Schwerpunktkontrolle gegen illegale Einreise, Überziehung von Visa und unerlaubte Erwerbstätigkeit.
37 Festnahmen – verschiedene Delikte
Bei der Durchsuchung nahmen die Einsatzkräfte insgesamt 37 Personen fest. Nach Darstellung der Behörden handelte es sich um:
• 2 Staatsangehörige aus Myanmar, die illegal eingereist waren
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• 2 Personen mit überzogenem Visum – ein chinesischer Mann und eine usbekische Frau
• 7 indische Staatsangehörige, die ohne gültige Arbeitserlaubnis tätig gewesen sein sollen
• 20 weitere Ausländer, die ihre Wohnadresse nicht wie vorgeschrieben nach dem Immigration Act B.E. 2522 (1979) gemeldet hatten
Alle Festgenommenen wurden zur weiteren Bearbeitung zur Polizeistation Pattaya City gebracht. Dort sollen die Ermittlungen und die Einleitung der jeweiligen Strafverfahren erfolgen.
Konsequenzen: Abschiebung und Geldstrafen
Nach Angaben der Einwanderungsbehörde drohen insbesondere bei illegaler Einreise, illegaler Erwerbstätigkeit und Überziehung des Visums in der Regel Abschiebung und weitere aufenthaltsrechtliche Maßnahmen. Verstöße gegen die Meldepflicht der Wohnadresse werden mit Geldbußen geahndet.
Ein Sprecher des Immigration Office Chonburi erklärte, die Razzia sei Teil einer laufenden Kampagne zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts in der Provinz Chonburi. „Solche Kontrollen werden fortgesetzt, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicherzustellen und die öffentliche Ordnung im beliebten Touristenort Pattaya zu wahren“, hieß es.
Fortgesetzter Druck auf illegale Migration
Die Behörden betonen, dass in den Küstenstädten der Region regelmäßig Schwerpunktaktionen gegen Verstöße im Aufenthalts- und Arbeitsrecht stattfinden. Ziel sei es, rechtskonforme Migration zu gewährleisten und illegale Beschäftigung einzudämmen.
Laut Einwanderungsbehörde sollen ähnliche Durchsuchungen von Unterkünften und Überprüfungen von Ausweisdokumenten in der Provinz Chonburi künftig weiter intensiviert werden. Ausländer ohne korrekten Aufenthaltsstatus oder ohne Anmeldung ihres Wohnsitzes müssen mit konsequenten Kontrollen und Sanktionen rechnen.
🗣 Wenn ein Wohnhaus zum Schattenviertel wird
Ein ganzes Condo. Dutzende Menschen. Kaum einer legal gemeldet.
Was hier aufflog, ist kein Einzelfall, sondern ein Blick in eine Parallelwelt.
Wie viele solcher Häuser existieren noch in Thailands Touristenstädten?
Wie viele leben, arbeiten und verschwinden außerhalb jedes Systems?
Geht es hier nur um Visa –
oder um ein strukturelles Versagen zwischen Tourismus, Billigarbeit und Kontrolle?
Schreib offen:
Ist das ein notwendiges Aufräumen – oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?




Ist doch klar, wenn alles nur noch “ billig “ sein soll + nicht mehr preisgünstig, dann muß das doch irgendwo herkommen. Illegale sollen es dann richten, Ausbeutung inclusive, das ist der “ Preis “ dafür.
Werden sie erwischt, fällt auch noch die Bezahlung für geleistete Arbeit aus, die nächsten Illegalen warten bereits. So werden zwar die Kosten niedrig gehalten, die Symtome oberflächlich bekämpft, die Ursachen bleiben aber auch – unverändert – bestehen, ein Teufelskreis.
Dem läßt sich nur begegnen indem man die Personen – ordentlich bezahlt – + zwar in ihren HERKUNFTSLÄNDERN. Zumindestens – wünschenswert – wäre das …… klingt unrealistisch aus heutiger Sicht + ist es leider auch.