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Regierung streitet über Erhöhung der Rente

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ThaiPBS

Seit 2011 unverändert 
Senioren leiden unter Inflation

Bangkok – Für 13 Millionen thailändische Rentner könnte sich bald etwas ändern. Seit 2011 erhalten sie monatlich zwischen 600 und 1.000 Baht (15–25 Euro) vom Staat – eine Summe, die angesichts explodierender Lebenshaltungskosten längst nicht mehr ausreicht. Im Oktober 2024 kursierten plötzlich Meldungen, die Regierung plane eine Erhöhung auf 700–1.250 Baht. Doch dann kam die Kehrtwende: Das Department of Older Persons erklärte, diese Berichte seien „Fake News“.

Doch die Verwirrung bleibt. Die Regierungs-Hotline 1111 bestätigte, dass es tatsächlich Pläne für eine Erhöhung gibt. 
„Falls keine Budgetprobleme dazwischenkommen, tritt die neue Regelung am 1. Oktober in Kraft“, hieß es. 
Demnach sollen Senioren ab 60 Jahren 700 Baht (bisher 600), ab 70 Jahren 850 Baht (700), ab 80 Jahren 1.000 Baht (800) und ab 90 Jahren 1.250 Baht (1.000) erhalten.

„Die Unterstützung muss steigen – die Preise tun es auch!“

Varawut Silpa-archa, Minister für soziale Entwicklung, kämpft seit Jahren für eine Anpassung der Altershilfe. 
„Die Bezüge müssen mit den Lebenshaltungskosten Schritt halten“, fordert er. 
Die Realität sieht düster aus: 20% der Thailänder sind über 60, doch die meisten haben keine ausreichenden Ersparnisse. Viele müssen bis ins hohe Alter arbeiten, um über die Runden zu kommen.

Eine Studie des National Retirement Risk Index (NRRI) zeigt: Die finanzielle Sicherheit im Alter ist von 56,7 Punkten (2020) auf 49,3 (2023) gesunken. Noch erschreckender: Nur 16% der Thailänder haben genug Geld für einen komfortablen Ruhestand. NGOs fordern deshalb eine einheitliche monatliche Zahlung von 3.000 Baht für alle Senioren.

200 Baht bis heute 
Eine Geschichte voller Lücken

Die staatliche Altershilfe begann 1992 mit bescheidenen 200 Baht pro Monat für bedürftige Senioren. 2006 erhöhte die Militärregierung unter General Surayud Chulanont den Betrag auf 500 Baht. Der große Wandel kam 2011, als die Unterstützung auf 600–1.000 Baht angehoben und für alle Senioren geöffnet wurde – außer für die, die bereits eine staatliche Rente beziehen.

Doch jetzt könnte alles wieder gekürzt werden. Wegen wirtschaftlicher Probleme und eines hohen Haushaltsdefizits prüft die Regierung, die Zahlungen auf nur noch Bedürftige zu beschränken. Eine bittere Nachricht für Millionen, die auf diese lebenswichtige Unterstützung angewiesen sind.

Was kommt jetzt? 
Senioren zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Die Frage bleibt: Wird die Erhöhung kommen? Die Regierung schwankt zwischen Sparzwang und sozialer Verantwortung. Für die 13 Millionen Betroffenen geht es um mehr als nur ein paar hundert Baht – es geht um Überleben.

„600 Baht im Monat – das reicht nicht mal für Medikamente“, klagt eine 72-jährige Bangkokerin, die trotz Arthritis noch als Straßenverkäuferin arbeitet. Die Zeit drängt. Wenn die Regierung nicht bald handelt, wird die Altersarmut in Thailand weiter eskalieren.

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