BANGKOK, THAILAND – Die zentrale Katastrophenschutzbehörde NDPMC hat alle Provinzen angewiesen, sich frühzeitig und umfassend auf eine mögliche schwere Dürre im Jahr 2026 vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der Trinkwasserversorgung für Haushalte, detaillierte Notfallpläne und schnell verfügbare Unterstützung bei Engpässen.
Regierung reagiert auf Dürrewarnungen
Die NDPMC beruft sich auf Berichte der Meteorologischen Behörde, wonach von Mitte Januar bis Mitte Mai große Teile des Landes regelmäßig unter ausgeprägter Trockenheit leiden.
Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul erklärte, viele Gebiete könnten 2026 mit Wasserknappheit im Alltag, Problemen in der Landwirtschaft und sogar fehlendem Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung konfrontiert sein.
Anweisungen an alle Provinzen
Die Provinzverwaltungen wurden angewiesen, konkrete Dürre-Notfallpläne zu erstellen, alternative Wasserquellen systematisch zu erfassen und Risiken an örtliche Gegebenheiten anzupassen.
Dazu sollen unter anderem Arbeitsgruppen in den provinziellen Katastrophenschutzzentren laufend Wetterdaten, Zuflüsse, Niederschläge, Speicherfüllstände und den Verbrauch in allen Sektoren überwachen und auswerten.
Logistik, Technik und Infrastruktur
Laut den Vorgaben der Regierung müssen Militär, zivile Verwaltungen, lokale Behörden, Privatwirtschaft und Hilfsorganisationen ihre Einsatzbereitschaft eng verzahnen und Personal, Material und Geräte rund um die Uhr verfügbar halten.
Vorgesehen ist der Einsatz von Pumpen, Tankwagen und weiterer Spezialtechnik, während gemeinschaftliche Wasserbehälter und Dorfsysteme überprüft, repariert und mit klaren, fairen Verteilungsplänen hinterlegt werden sollen.
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Information, Sicherheit und Gesundheitsschutz
Die Behörden sollen die Bevölkerung intensiver informieren, Frühwarnungen verbreiten und die Maßnahmen zum Wassermanagement erläutern, zugleich wird zu Wassersparen und zum Anbau wasserarmer Kulturen aufgerufen.
Bei einsetzender oder absehbarer Dürre sind Einsatzstäbe auf Provinz- und Bezirksebene einzurichten, die zunächst Engpässe in Haushalten beheben, typische Trockenzeit-Erkrankungen eindämmen und gemeinsam mit Militär und Polizei auch Diebstähle und Konflikte um Bewässerungswasser verhindern sollen.
Bundesbehörde DDPM sichert Unterstützung zu
Teerapat Katchamat, Generaldirektor der Abteilung für Katastrophenschutz und -minderung (DDPM), betonte, seine Behörde sei bereit, die NDPMC-Weisungen strikt umzusetzen und alle 18 regionalen Zentren für Dürreeinsätze auszurüsten.
Dazu gehören langstreckentaugliche Pumpanlagen, Fahrzeuge zur Trinkwasseraufbereitung sowie Wassertransporter, die bei überregionalen Notlagen kurzfristig in betroffene Provinzen verlegt werden können.
Meldewege für betroffene Bürger
Nach Angaben der DDPM können Provinzen, die überfordert sind, direkte Unterstützung anfordern, um schnell koordinierte Hilfseinsätze zu starten.
Menschen, die bereits von Trockenheit betroffen sind oder Notlagen beobachten, sollen Vorfälle über die App THAI DISASTER ALERT oder die rund um die Uhr geschaltete Hotline 1784 melden, wobei Anutin versicherte, die Behörden seien entschlossen, die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser sicherzustellen.



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