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Rentenlotterie durch Parlament abgesegnet

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Thai Enqirer

Überwältigende Mehrheit stimmt für neues Sparmodell mit Gewinnchance 

BANGKOK – In einer historischen Entscheidung hat das thailändische Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf zur Einführung einer Rentenlotterie mit 427 zu 1 Stimmen angenommen. Das bahnbrechende Projekt, das nun dem Senat zur finalen Abstimmung vorgelegt wird, kombiniert Altersvorsorge mit Lotterie-Elementen und soll insbesondere junge Thailänder zum Sparen animieren.

Finanzstaatssekretär Paopoom Rojanasakul, Vorsitzender des zuständigen Prüfungsausschusses, betonte nach der Abstimmung: „Dies ist kein Glücksspiel, sondern ein innovatives Sparkonzept. Jeder eingezahlte Baht bleibt erhalten und kann sich durch Gewinne vermehren.“ 
Die Regierung verspricht sich von dem Modell einen doppelten Effekt: Einerseits soll die Sparquote gerade bei jungen Menschen steigen, andererseits sollen illegale Lotterieangebote zurückgedrängt werden.

Flexible Regelungen für verschiedene Lebensphasen

Der Gesetzentwurf sieht mehrere zentrale Bestimmungen vor, die unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen. So wird es möglich sein, bereits vor dem 60. Lebensjahr Teilbeträge abzuheben – eine Maßnahme, die besonders Berufseinsteigern und Studierenden zugutekommen soll. Trotz einiger Diskussionen im Parlament bleibt das Mindestalter für die Teilnahme bei 15 Jahren, da die Regierung davon ausgeht, dass Jugendliche in diesem Alter bereits über ausreichende finanzielle Reife verfügen.

Um sicherzustellen, dass das System allen Bevölkerungsschichten offensteht, wurde eine monatliche Obergrenze von 3.000 Baht festgelegt. 
„Damit verhindern wir, dass wohlhabendere Bürger das System dominieren, und geben gleichzeitig Menschen mit geringerem Einkommen die Chance, ihre finanzielle Absicherung zu verbessern“, erklärte Paopoom. 
Zusätzlich sollen künftige Verordnungen flexible Auszahlungsregelungen ermöglichen, sobald Sparer bestimmte Lebenshaltungskosten erreicht haben.

Wirtschaftliche und soziale Ziele

Hinter der Rentenlotterie verbirgt sich ein ganzes Bündel an politischen Absichten. Die Regierung erhofft sich nicht nur eine Steigerung der nationalen Sparquote, sondern auch eine Reduzierung des Schwarzmarktes für Lotterien. Indem Geldströme in legale Kanäle gelenkt werden, soll gleichzeitig die Wirtschaft stimuliert werden. 
Besonders wichtig ist den Verantwortlichen der Aspekt der finanziellen Inklusion: „Dieses Modell gibt auch Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, sich eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen“, so der Finanzstaatssekretär.

Kritische Stimmen und nächste Schritte

Trotz der breiten Zustimmung im Parlament wurden auch kritische Töne laut. Einige Abgeordnete plädierten dafür, das Mindestalter auf 18 Jahre anzuheben, da sie 15-Jährigen noch nicht die notwendige Finanzkompetenz zutrauen. Andere warnten vor möglichen Missbrauchsmöglichkeiten, die den eigentlichen Sparzweck unterlaufen könnten.

Nun liegt der Ball beim Senat, der in den kommenden Wochen über das Gesetz beraten wird. Sollte es dort ebenfalls eine Mehrheit finden, könnte die Rentenlotterie noch 2025 eingeführt werden. Beobachter rechnen mit einem schnellen Verfahren, da das Projekt sowohl in der Regierung als auch in der Opposition auf breite Unterstützung stößt.

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