BANGKOK, THAILAND – Spezialflugzeuge der Behörde für königliche Regenmacherei fliegen weiter Einsätze über Bangkok und mehreren Regionen, um die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub PM2,5 zu senken. Die Maßnahmen, angeführt von Generaldirektor Rachen Silparaya, zielen darauf ab, Feinstaubwolken zu zerstreuen, bevor schwache Winde und schlechte Luftzirkulation die Luftqualität weiter verschlechtern.
Eingriffe in den Wetterverlauf
Die Behörde für Royal Rainmaking and Agricultural Aviation teilte mit, dass die Wettermodifikation über Bangkok und umliegenden Provinzen sowie im Norden und Nordosten fortgesetzt werde, um die Feinstaubbelastung zu mindern.
Messungen zufolge sollen die Werte für PM2,5 im Zeitraum vom 12. bis 16. Februar von mittleren Konzentrationen bis hin zu Stufen reichen, die bereits die Gesundheit beeinträchtigen können, eingestuft im Bereich gelb bis orange.
Smoglage im Norden und Nordosten
Die Überwachung der Luftqualität zeigt, dass die Feinstaubwerte in Bangkok und Nachbarprovinzen sowie in Teilen des Nordens und Nordostens von mittlerem Niveau bis zu gesundheitsrelevanten Stufen schwanken, ebenfalls mit der Einstufung gelb bis orange.
Nordregionen stehen nach Behördenangaben vor zusätzlichen Problemen, da ihre beckenartige Topografie die Anreicherung von Luftschadstoffen begünstigt und gleichzeitig Wärme-Hotspots in westlichen Nachbarländern sowie nordwestliche Winde zusätzliche Verschmutzung herantragen können.
Neue Einsatzbasen und Flugzeuge
Zur Bewältigung der Lage hat die Behörde vier Einheiten für Wettermodifikation in den Distrikten Hua Hin in Prachuap Khiri Khan, Rayong, Tak und Khon Kaen eingerichtet, wobei der operative Plan ab dem 16. Februar angepasst werden soll.
Die Einheit in Hua Hin setzt ein Super King Air-Flugzeug und drei Caravan-Maschinen ein, während in Rayong ein CN-Flugzeug und eine weitere Caravan und in Khon Kaen ein Casa-Flugzeug operieren und zusätzlich eine neue Einheit in Phitsanulok mit zwei Casa-Maschinen eröffnet wird.
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Technik nach königlichem Handbuch
Die Behörde betonte, dass ihre Verfahren zur Wettermodifikation auf dem von König Bhumibol Adulyadej überlieferten königlichen Rainmaking-Handbuch beruhen.
Zu den Methoden zählen das gezielte Bilden von Wolken, um Feinstaubpartikel aufzunehmen und zu verteilen, die weitere Wolkenentwicklung zur Verstärkung dieser Aufnahme sowie Trockeneis-Streuung, um Temperaturinversionsschichten in der Atmosphäre abzubauen.
Erfolgsquoten der bisherigen Missionen
Einsatzdaten zeigen, dass in Bangkok und umliegenden Provinzen zwischen dem 1. Dezember 2025 und dem 9. Februar 2026 an 66 Tagen insgesamt 398 Flüge durchgeführt wurden.
Nach den Operationen sanken PM2,5– und Air-Quality-Index-Werte an 53 Tagen, was einer Erfolgsquote von 80 Prozent entspricht.
Ergebnisse im Nordosten und Norden
Im Nordosten flog die Behörde nach eigenen Angaben an acht Tagen zwischen dem 15. Januar und 9. Februar insgesamt 15 Missionen, wobei an allen acht Tagen ein Rückgang der Feinstaub- und AQI-Werte verzeichnet und eine Erfolgsquote von 100 Prozent gemeldet wurde.
Im Norden wurden zwischen dem 1. und 9. Februar an sechs Tagen insgesamt 13 Einsätze geflogen, bei denen die Staub- und AQI-Werte nach den Operationen ebenfalls an allen sechs Tagen zurückgingen und damit ebenfalls eine Erfolgsquote von 100 Prozent erreicht wurde.
Lokale Initiativen gegen Brände
Parallel dazu starteten Behörden in der Provinz Mae Hong Son zu Monatsbeginn eine gemeinsame Kampagne, um Waldbrände zu verhindern und die Luftverschmutzung zu verringern.
Mehrere zentrale Führungspersonen nahmen an einer Auftaktveranstaltung vor dem Rathaus der Provinzhauptstadt teil, um die Bedeutung der Maßnahmen öffentlich zu unterstreichen.
✈️ Regen gegen Smog – geniale Lösung?
Flugzeuge steigen auf, um künstliche Wolken zu erzeugen und Feinstaub zu zerstreuen. Während die Behörden handeln, fragen sich viele: Bekämpft Thailand damit die Ursache – oder nur die Symptome?
Ist Wettermanipulation ein sinnvoller Weg im Kampf gegen Luftverschmutzung?
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Ein geniales Verfahren! TH als Regen- und Frischluft-Hub.
Vllt könnte man das ja auch in umgekehrter Form gegen den Nieselregen in Bielefeld einsetzen – so eine Art Knatschwetter-Umkehrosmose.