PHUKET – Mitten im Trubel eines belebten Piers hat die thailändische Polizei einen dreisten Betrug aufgedeckt. Ein Russe ohne Arbeitserlaubnis führte als Tourguide eine Reisegruppe – bis die Beamten im letzten Moment zuschlugen.
Festnahme in letzter Sekunde auf dem Pier
Am 7. Januar beobachteten Beamte der Phuket Marine Police einen verdächtigen Mann am Pier. Der 33-jährige Lapa aus Russland empfing Touristengruppen, die per Van ankamen.
Er checkte Namen auf einer Liste, verteilte Armbänder und erklärte den Ablauf des Ausflugs auf die Andamanensee. Genau in dem Moment, als er die Gruppe zum Boot führen wollte, traten die Polizisten vor.
„Sein Verhalten war eindeutig das eines Reiseleiters, nicht eines normalen Touristen“, so ein Beamter vor Ort. Die lang geplante Observation führte zum perfekten Zugriff.
Russe hatte keine Papiere – nur ein Handy-Foto
Bei der Kontrolle wurde das ganze Ausmaß klar: Lapa konnte weder einen Reisepass noch eine Arbeitserlaubnis vorlegen. Stattdessen zeigte er den Polizisten lediglich ein Foto seines Passes auf dem Handy.
Die Mitarbeiter der Tour-Agentur am Pier bestätigten: Sein Name stand auf keiner offiziellen Liste. Seine einzigen „Unterlagen“ waren Zettel mit Touristennamen und Reisedetails.
Die Einwanderungsbehörde checkte seinen Status: Lapa war mit einem 60-Tage-Visum als Tourist eingereist. Eine legale Arbeit ist damit strikt verboten.
Geständnis: Seit Jahren als schwarzer Guide unterwegs
Im Verhör gestand der Russe. Er gab zu, etwa zweimal pro Woche am Pier zu arbeiten, hauptsächlich um russische Touristen zu betreuen. Manchmal begleitete er sie sogar auf die Bootsausflüge.
Zeugen bestätigten der Polizei, dass Lapa schon seit drei bis vier Jahren in jeder Hochsaison als Guide gearbeitet habe. Seine Hauptaufgabe: Dolmetschen für russische Gäste.
Er lebte in einer gemieteten Unterkunft auf Phuket. Wer ihn genau angestellt und bezahlt hat, bleibt jedoch weiter unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Thailand wehrt sich gegen illegale Ausländer-Jobs
Dieser Fall ist kein Einzelfall. Erst im April letzten Jahres nahm die Phuket Tourist Police zwei weitere Russen fest und verhängte Geldstrafen gegen zwei Tour-Unternehmen.
Die thailändischen Behörden zeigen damit klare Kante. Illegale Arbeit von Ausländern, besonders im boomenden Tourismus-Sektor, wird nicht mehr geduldet.
„Wir werden die Kontrollen weiter verschärfen, um den legalen Unternehmen und Arbeitnehmern faire Chancen zu geben“, lautete die offizielle Stellungnahme.
Das droht dem gefassten Russen jetzt
Lapa wurde an die Phuket City Police Station überstellt. Ihm werden Verstöße gegen das thailändische Arbeitsrecht und das Tourismusgesetz vorgeworfen.
Die Strafen können hohe Geldbußen, eine Haftstrafe und die sofortige Ausweisung sowie ein längerfristiges Einreiseverbot umfassen. Sein Traum vom einfachen Leben in den Tropen ist damit geplatzt.
Für thailändische Reiseleiter ist die Aktion ein wichtiges Signal. Sie kämpfen seit langem gegen unfaire Konkurrenz durch illegale Auslands-Guides.
🗣 Wer schützt Thailands Tourismus wirklich?
Viele sehen nur den Urlaub. Andere sehen das Geschäft. Und manche umgehen offenbar jahrelang die Regeln.
Ist dieser Fall ein Einzelfall – oder nur die Spitze eines viel größeren Problems im Tourismus?
Sollte härter kontrolliert werden, auch gegen Reiseagenturen und Bootsbetreiber?
Schreib offen, was du denkst.




Solange die erste und manchmal sogar einzige Qualifikation eines Tourguides sein sollte die thailändische Nationalität zu besitzen und die Sprache nur entfernt an die englische Sprache erinnert, kann ich durchaus nachvollziehen, dass da mancher Tourist ein Bedürfnis nach Betreuung in einer Sprache hat die man auch verstehen kann. Das mag insbesondere für Russen gelten die selber in aller Regel auch kein reguläres Englisch verstehen.
Aber das ist nun mal den Thailändern egal. Protektion ist jahrzehntelang eingeübt und Gesetz ist eben Gesetz. Wäre ja noch schöner, sich einer vielleicht kompetenteren Konkurrenz erwehren zu müssen. Und sei es auch nur die Sprache. Das war zur Erinnerung nicht schon immer so. Das Gesetz ja, aber die Praxis war eine ganz andere. Kann mich noch sehr gut an einen Deutschen auf Phuket erinnern, der als Guide von den Agenturen sehr gerne genommen wurde. Aber lang, lang ist’s her.
verboten ist verboten und basta! Wer sich, wohlwissend, dass er illegal handelt und auch noch damit Geld verdient, handelt dreist gesetzwidrig und hat die Konsequenzen zu tragen.
Und früher war alles anders. So so, und jetzt ist früher?
frueher war alle besser und aus holz 🙂
Und was sagt Kaiser Wilhelm dazu Herr Kusch?
Historisch gesehen waren Portugiesen die erste mit Musketen bewaffneten Soldaten in Thailand, nach ihrer Auffassung hätte jeder Portugiese also das Recht in Kampfanzug mit Flinte durch Thailand zu laufen, weil es ja lange her ist……
Manchmal frage ich mich ja schon was man Vormittags so alles zu sich nehmen muss um so einen Kommentar abzusetzen.
hast recht, waer interessant zu wissen welche sorte sowas ausloest ,lese mal mit.☝️