Russischer Betrüger in Phuket gefasst

Russischer Betrüger in Phuket gefasst
Phuket Immigration
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PHUKET – In einer Blitzaktion hat die Einwanderungspolizei in Phuket einen international gesuchten Russen festgenommen. Der Mann soll eine Schlüsselrolle in einem großen Betrugsring mit sogenannten „Mock Accounts“ gespielt haben.

Flucht endet auf Condo-Parkplatz

Der Russe war offenbar auf der Flucht vor der Justiz in Lampang und hatte sich in einem Condominium im Kathu-Distrikt versteckt. Ein Tipp der Polizei in Lampang führte die Fahnder nach Phuket.

Am Samstagnachmittag um 17:30 Uhr war es so weit. Als der Gesuchte auf den Parkplatz des Condos trat, schlug das gemeinsame Team aus Einwanderungs- und Kriminalpolizei zu.

Sie konfrontierten ihn mit dem Haftbefehl des Lampang Provincial Court und nahmen ihn fest. Seine Flucht durch Thailand war damit beendet.

Das steckt hinter den schweren Vorwürfen

Die Anklage ist komplex und schwerwiegend. Dem Russen wird Verschwörung zum Betrug der Öffentlichkeit vorgeworfen.

Zudem soll er falsche Daten in Computersysteme eingegeben haben, um Schaden anzurichten. Konkret geht es um den Einsatz von „Mock Accounts“.

Diese fingen gestohlene Gelder aus Online-Betrugsfällen ab und leiteten sie weiter. Der entstandene Schaden wird als erheblich eingestuft.

60 Beweisstücke bei der Festnahme sichergestellt

Die Beamten stellten bei der Festnahme über 60 Beweisstücke sicher. Darunter waren zahlreiche elektronische Geräte, Handys und Speicherkarten.

Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Gegenstände entweder durch die kriminellen Aktivitäten erlangt oder für deren Durchführung genutzt wurden.

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Alle Beweise wurden zur forensischen Untersuchung übergeben, um das Netzwerk des mutmaßlichen Betrugsrings vollständig aufzudecken.

Teil des harten Kurses gegen Ausländer-Kriminalität

Polizeioberst Khemachat Wattananapakasem, Chef der Phuket Immigration , bestätigte, dass die Festnahme Teil der strikten Politik gegen ausländische Straftäter ist.

Im Fokus stehen transnationale Verbrechensnetzwerke, zu denen Online-Betrug, Call-Center-Scams und illegale Nominee-Geschäfte gehören.

„Die Phuket Einwanderungspolizei bleibt proaktiv, um die Sicherheit von Leben und Eigentum zu gewährleisten“, so der Oberst.

Was jetzt auf den Russen zukommt

Der festgenommene Russe wurde an die Ermittler übergeben, um das formelle Strafverfahren einzuleiten. Im Zuge der weiteren Ermittlungen könnten noch weitere Anklagepunkte hinzukommen.

Thailand kooperiert in solchen Fällen eng mit internationalen Partnern. Eine Auslieferung in sein Heimatland könnte ein nächster Schritt sein.

Für die thailändischen Behörden ist der Fall ein weiterer Erfolg im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität, die das Land als vermeintlich sicheren Unterschlupf ansieht.

Klares Signal an internationale Verbrecher

Diese Festnahme sendet eine deutliche Botschaft an kriminelle Ausländer: Thailand ist kein sicheres Versteck. Die Behörden arbeiten effektiv zusammen und verfolgen Fahndungen landesweit.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Polizei in Lampang und der Einwanderungsbehörde in Phuket zeigt die Wirksamkeit dieses Kurses.

Für potenzielle Opfer solcher Betrugsringe ist es ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit – auch wenn der finanzielle Schaden oft nicht mehr rückgängig zu machen ist.

🗣 Wie unsichtbar ist Online-Kriminalität wirklich?

Ein Mann, ein Condo, ein Laptop – und irgendwo verlieren Menschen ihr Erspartes.
Wie viele solcher Täter leben mitten unter normalen Bewohnern, während im Netz Existenzen zerstört werden?
Reicht Polizeiarbeit vor Ort noch aus, wenn Verbrechen längst digital und global geworden sind?
Und sollte Thailand härter gegen ausländische Betrugsnetzwerke vorgehen?

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Quelle: The Phuket News

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