Russischer Erpresser auf Koh Samui gefasst

Russischer Erpresser auf Koh Samui gefasst
Surat Thani Immigration Office

KOH SAMUI – Sein Luxusurlaub auf der Trauminsel endete jäh im Handschellen-Takt. Ein wegen Erpressung gesuchter Russe konnte sich nicht länger vor der thailändischen Einwanderungspolizei verstecken. Hightech machte den Aufenthaltsort des 40-Jährigen ausfindig.

Flucht nach Thailand

Der Russe Sibgatullin Airat war vor der russischen Justiz nach Thailand geflohen. Ihm und drei Komplizen wird vorgeworfen, über ein Jahr lang den CEO eines großen russischen Autohändler-Konzerns erpresst zu haben.

Die Gruppe drohte, kompromittierende Informationen zu veröffentlichen, und forderte über eine Million Rubel (ca. 390.000 Baht / 9.750 Euro). Aus Angst überwies das Opfer das Geld.

Nachdem russische Ermittler Haftbefehle erlassen hatten, flohen die Täter. Die Spur von Airat führte nach Thailand, woraufhin die russische Botschaft offiziell um Festnahme bat.

So wurde der Flüchtige geortet

Airat war vorsichtig und wechselte häufig die Unterkunft, um eine Entdeckung zu vermeiden. Doch seine Vorsicht war umsonst.
Das biometrische Erkennungssystem der thailändischen Einwanderungsbehörde schlug an. Es ortete den Gesuchten in einem luxuriösen Resort in Bo Phut auf Koh Samui, wo er mit seiner Freundin eingecheckt hatte.
„Unser System hat ihn eindeutig identifiziert, trotz seiner Versuche, unterzutauchen“, bestätigte Polizeioberst Naruwat Phuttawiro, Kommandeur der Einwanderungsbehörde von Surat Thani.

Festnahme am Swimmingpool

Am Donnerstag war es so weit. Beamte umstellten das Hotel und nahmen den ahnungslosen Airat direkt am Pool fest. Widerstand leistete er keinen.

Seine Aufenthaltsgenehmigung wurde sofort widerrufen. Ein formelles Ausweisungsverfahren wurde eingeleitet. Der Russe sitzt nun in Untersuchungshaft und wartet auf seine Abschiebung nach Russland.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Dort muss er sich für die Vorwürfe der Erpressung und möglicher weiterer Delikte vor Gericht verantworten.

Thailands Null-Toleranz-Strategie

Die Festnahme ist Teil einer verschärften Linie. Der Kommissar der Einwanderungsbehörde, Polizeileutnant General Phanumat Bunlaksana, hat landesweit verschärfte Maßnahmen angeordnet.

„Wir werden kriminelle Ausländer, die sich in Thailand verstecken wollen, intensiv verfolgen und festnehmen“, lautet die klare Ansage.

Die Behörden wollen Thailand nicht zum sicheren Hafen für internationale Verbrecher werden lassen. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden wurde deutlich intensiviert.

So können Bürger mithelfen

Die Einwanderungspolizei ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Wer verdächtige Aktivitäten von Ausländern beobachtet, kann diese unter der Hotline 1178 melden.

Alternativ sind die lokalen Einwanderungsbüros, wie das in Surat Thani unter 077-423440, die richtigen Ansprechpartner. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt.

Diese Wachsamkeit soll dazu beitragen, dass sich kriminelle Ausländer in Thailand nicht mehr sicher fühlen können.

Ein klares Signal an alle Verbrecher

Der Fall des Russen sendet eine deutliche Botschaft: Ein Luxus-Aufenthalt auf thailändischen Inseln bietet keine Immunität gegen die Justiz.

Moderne Fahndungstechnologie und internationale Kooperation machen das Verstecken immer schwieriger. Thailand kooperiert eng mit Interpol und ausländischen Botschaften.

Für gesuchte Straftäter wird das Königreich damit zu einem äußerst riskanten Zufluchtsort. Der nächste Pool-Besuch könnte ihr letzter in Freiheit sein.

🗣 Wenn der Pool zur Endstation wird

Luxusresort, Freundin, ständiger Hotelwechsel – und doch ein Treffer im System.
Der Fall zeigt, wie sehr Thailand inzwischen zum Rückzugsort international gesuchter Täter geworden ist – und wie stark der Druck der Behörden wächst.

Ist die biometrische Überwachung ein notwendiges Werkzeug gegen transnationale Kriminalität?
Oder bewegen wir uns in eine Zukunft, in der es kein echtes Untertauchen mehr gibt?

Sag offen: Schutz vor Verbrechern – oder Preisgabe der Anonymität?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Bangkok Post

Ein Kommentar zu „Russischer Erpresser auf Koh Samui gefasst

  1. anonymität muss ich nicht haben, habe nichts zu verbergen !
    schutz vor verbrechen brauche nicht nur ich ,und somit ist es aus meiner sicht vollkommen legitim, und notwendig !!
    jeder gaengster dem kein einlass gewaehrt wird ,oder der hier hochgenommen wird, ist einer der unsereins keine schwierigkeiten machen, indem die immi immer neue bestimmungen fuer die rausbringt die sich regelkonform verhalten ! !

Schreibe einen Kommentar zu frank Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert