KO HIN DAP, THAILAND – Die seltene Sichtung eines Bryde-Wal-Paares nahe Ko Hin Dap im Mu Ko Ang Thong Nationalpark ist von Fachleuten als wichtiges Zeichen für die ökologische Erholung des Golfs gewertet worden.
Seltene Begegnung im Nationalpark
Am 20. Januar 2026 hat das Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP) das Auftauchen von zwei Bryde-Walen (Balaenoptera edeni) östlich von Ko Hin Dap bestätigt.
Aufnahmen zeigen, wie die Meeressäuger in unmittelbarer Nähe zu Touristenschiffen an die Oberfläche kamen und wieder abtauchten. Besucher an Bord filmten die Szene, in der die Tiere in ruhigem Tempo durch das Wasser zogen.
Parkverantwortliche sprechen von einem ungewöhnlich nahen Kontakt zwischen den Walen und den Ausflugsbooten, der dennoch geordnet verlaufen sei.
Zeichen für die Gesundheit des Golfs
Meeresbiologen und Verantwortliche des Nationalparks werten das Auftauchen des Paares als ökologischen Meilenstein für den Golf. Die Anwesenheit dieser seltenen Wale gilt ihnen als eine Art „natürliches Zertifikat“ für den Zustand des Meeresgebiets.
Nach Einschätzung der Experten deutet die Sichtung darauf hin, dass das Ökosystem im Golf wieder so reichhaltig ist, dass es seltene Großwale dauerhaft ernähren kann.
Ein DNP-Sprecher erklärte, die Tiere nutzten das Archipel als Nahrungsgebiet: „Die Tatsache, dass diese Wale den Ang-Thong-Archipel als Futterplatz gewählt haben, spiegelt den Erfolg unserer Schutzbemühungen wider. Es beweist, dass die Region erneut ein reiches und tragfähiges Habitat für große Meerestiere ist.“
Appell an Besucher und Touranbieter
Nach Bekanntwerden der Sichtung haben die Behörden einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit und an Touranbieter gerichtet, die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten.
Das DNP ruft Besucher im Nationalpark auf,
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• genügend Abstand zu den Walen zu halten
• jedes störende oder aufdringliche Verhalten zu unterlassen
• die Abfall- und Entsorgungsregeln des Parks strikt zu befolgen
Die Behörde betonte, dass öffentliches Mitwirken entscheidend sei, damit Begegnungen mit diesen Walen künftig zu einem dauerhaften Bestandteil eines nachhaltigen Tourismus in der Region werden können.
Gleichzeitig erinnern die Verantwortlichen daran, dass Störungen oder Verschmutzungen die Tiere vertreiben könnten und damit den erzielten Schutzfortschritt gefährden würden.
Region als Lebensraum für Meeressäuger
Die Gewässer im Golf gelten seit langem als artenreich, doch Sichtungen von Bryde-Walen im Mu Ko Ang Thong Nationalpark waren bislang selten. Bereits in den vergangenen Jahren hatten vereinzelte Beobachtungen von Großwalen in der Region aufhorchen lassen.
Mit dem aktuellen Nachweis eines Paares sehen Fachleute ihre Bemühungen im Meeresschutz bestätigt – und zugleich verstärkt in der Pflicht, klare Regeln für Bootsverkehr und Müllmanagement durchzusetzen, um den fragilen Lebensraum langfristig zu sichern.
🗣 Wenn die Natur ein Lebenszeichen sendet
Zwei Wale. Ein paar Atemzüge an der Oberfläche. Und plötzlich wirkt ein ganzer Ozean hoffnungsvoller.
Ist diese Begegnung nur ein schöner Moment für Touristen – oder ein stiller Beweis, dass Schutz, Verzicht und Geduld tatsächlich etwas verändern können?
Was glaubst du: Reicht das, um den Umgang mit Thailands Meeren neu zu denken – oder kommt diese Einsicht wieder zu spät?



