Schleim-Alarm am Partystrand: Was passiert in Patong?

Schleim-Alarm am Partystrand: Was passiert in Patong?
Patong Municipality

PHUKET – Ein ekliger Anblick verdirbt Urlaubern auf Thailands berühmtester Party-Insel das Ferienvergnügen. Patong Beach ist von einer dicken Schicht Algen überzogen. Die Aufräumarbeiten laufen – doch die Schuldfrage spaltet die Verantwortlichen.

Strand versinkt im Grünzeugs

Seit Tagen kämpft die Stadtreinigung von Patong gegen eine wahre Algen-Flut. Meterweise liegt das grüne und braune Seegras am Strand. Bürgermeisterin Lalita Maneesri griff persönlich zum Rechen, um mit ihrem Team die Sauberkeit wiederherzustellen. Offiziell heißt es: „Das ist ein natürliches Phänomen und für Menschen ungefährlich.“

Doch der Geruch von verrottenden Algen könnte Touristen bald vergraulen. Die Bilder der verschmutzten Traumbucht gehen um die Welt.

Ex-Bürgermeister gibt Touristenbooten die Schuld

Während die amtierende Bürgermeisterin keine Stellung nahm, wurde ihr Bruder und Berater, Ex-Bürgermeister Chalermsak Maneesri, deutlich. „Das wiederkehrende Algen-Aufkommen hängt eng mit Touristenbooten zusammen, die nahe der Küste ankern“, erklärte er gegenüber Reportern.

Schuld seien vor allem Boote mit Vierfach-Strahlantrieben, die zum Stabilisieren benutzt werden. Deren Wasserbewegung wühle Algen vom Meeresboden auf und spüle sie an den Strand.

Altbekanntes Problem kehrt zurück

Chalermsak beobachtet das Phänomen fast täglich. „Sobald die Boote weiter draußen ankern, nimmt die Algenmenge deutlich ab.“

Tatsächlich war das Problem bereits 2023 geringer, als die Phuket Marine Office die Boote auf weitere Distanz verwies. Doch mit einem Führungswechsel in der Behörde kehrten die Boote zurück nah an die Küste.

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Der Ex-Bürgermeister hat bereits Gouverneur Nirat Phongsittithaworn eingeschaltet und fordert eine Lösung zwischen Hafenbehörde und Bootsbetreibern.

Auch Abwasser könnte eine Rolle spielen

Doch die Sache hat noch eine zweite, unappetitliche Dimension. Bei ähnlichen Algen-Blüten in der Vergangenheit war auch nährstoffreiches Abwasser im Spiel.

Die träge zirkulierende Bucht von Patong könne bei wenig Wind und Wellengang Abwasser aus dem Pak Bang Kanal ans Ufer spülen. In Kombination mit starkem Sonnenlicht entstehe dann der perfekte Nährboden für Algen.

Chalermsak dementiert jedoch akute Abwasserprobleme. Das Klärsystem laufe mit 20.000 Kubikmetern pro Tag unter seiner Kapazitätsgrenze von 30.000.

Tourismus-Branche in Sorge

Für die ohnehin angeschlagene Tourismusbranche auf Phuket kommt die visuelle Umweltverschmutzung zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Gastwirte und Hoteliers fürchten um das Image des Strandes. Saubere, weiße Sandstrände sind das wichtigste Kapital der Insel.

Die Frage, wer die Reinigungskosten trägt und wie dauerhaft die Lösung ist, bleibt vorerst unbeantwortet. Ein Kampf zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen bahnt sich an.

Was Urlauber jetzt erwartet

Touristen müssen sich vorerst auf gelegentliche Algen-Teppiche einstellen. Die Reinigungsarbeiten werden weitergehen, solange die Ursache nicht behoben ist. Die Behörden versuchen zu beschwichtigen, doch das Vertrauen schwindet. Die Algen-Plage ist zum Symbol für die Überlastung des beliebten Reiseziels geworden.

Ob Patong Beach seinen Glanz zurückerlangt, hängt jetzt von einem schnellen und entschlossenen Handeln der Verantwortlichen ab.

Grüner Strand – harmlos oder Warnsignal?

Plötzlich bedecken Algen den berühmten Patong Beach. Die Behörden sprechen von einem natürlichen Phänomen ohne Gesundheitsrisiko – doch erneut geraten Tourboote und Umweltbedingungen in den Fokus.
Ist das nur ein kurzfristiges Problem?
Oder ein Zeichen dafür, dass der Massentourismus Spuren hinterlässt?
👉 Würdest du dort noch sorgenfrei baden – oder wäre das für dich ein Warnsignal? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: The Phuket News

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