SRI RACHA, THAILAND – Ein 14-jähriges Schulmädchen liegt nach einem Sturz aus dem fünften Stock ihres Schulgebäudes im Krankenhaus, ihr Zustand wurde von Ärzten als stabil bezeichnet, doch eine kleine Blutgerinnselbildung im Gehirn bereitet weiterhin Sorge. Familie, Schulleitung und Polizei bemühen sich nun gleichzeitig um medizinische Versorgung, seelische Unterstützung und die Aufklärung eines mutmaßlichen Call-Center-Betrugs, der das Mädchen in die Verzweiflung getrieben haben soll.
Der Sturz und der Gesundheitszustand
Die Schülerin der Wat Nong Kho Community School, eine 14-jährige Achtklässlerin und Volleyballspielerin, war am 22. Februar 2026 aus einem Badezimmerfenster im fünften Stock ihres Schulgebäudes gestürzt und hatte dabei Beinverletzungen, Rückenschmerzen und Prellungen erlitten.
Sie wird im Somdet Phra Borom Ratchathewi Na Si Racha Hospital behandelt, wo Ärzte ein kleines Blutgerinnsel im Gehirn entdeckten, das noch drei bis vier Tage beobachtet werden soll, während Rückenverletzungen etwa zwei Wochen Kontrolle erfordern und ihre Beinwunden bereits genäht wurden.
Mutmaßlicher Betrug über TikTok
Nach ersten Angaben von Mitschülerinnen und der Polizei soll das Mädchen über eine Anzeige auf TikTok in eine Betrugsmasche gelockt worden sein, die mit angeblichen Verdienstmöglichkeiten durch das Anhören von Musik warb und sie zu Überweisungen als angebliche Kautionen für versprochene Prämien verleitete.
Zunächst überwies sie 100 Baht, doch die Forderungen stiegen, sodass sie insgesamt rund 3.600 Baht von Freunden und ihrer Großmutter lieh, bevor die Täter sie schließlich unter Androhung einer angeblichen Klage über mehr als 140.000 Baht unter massiven Zeitdruck setzten.
Reaktion der Familie und emotionale Folgen
Die Mutter, Paphatsarin Sriwiset, schilderte unter Tränen, ihre Tochter habe in Panik gehandelt und sei von der Angst vor den angedrohten Forderungen überwältigt worden, bevor sie die Fassung verlor und aus dem Schulgebäude sprang.
Sie forderte eindringlich Konsequenzen für die mutmaßlichen Täter und sagte, sie hoffe, die Polizei werde den Fall konsequent verfolgen, da sie fürchte, „dass sie sonst andere Kinder ins Visier nehmen“.
Besuch der Schulleitung und Präventionspläne
Die Schulleiterin Prapaisri Buachapo besuchte das Mädchen am 23. Februar 2026 gemeinsam mit Lehrkräften im Krankenhaus, traf dort die Mutter und weitere Angehörige und berichtete, die Schülerin könne inzwischen sprechen und kommuniziere mit ihrem Umfeld.
Das Mädchen habe sich vor allem Sorgen um verpasste Abschlussprüfungen gemacht, doch die Schulleiterin versicherte ihr und der Familie, dass zunächst die Behandlung zähle und Prüfungen später nachgeholt werden könnten, zumal sie als im schulischen Wohnheim lebende Athletin ohnehin unter besonderer Aufsicht stehe.
Maßnahmen an der Schule und Ermittlungen
Die Schule will gemeinsam mit dem Bildungskomitee und der Chonburi Provincial Administrative Organization zusätzliche Schutz- und Aufklärungsmaßnahmen prüfen, darunter Vorträge von Cyber-Polizei oder anderen Fachleuten zu Call-Center-Betrug, obwohl Handys an der Schule generell verboten sind und nur Sportlerinnen wie sie unter Aufsicht zeitweise Zugang haben.
Parallel arbeitet die Polizei daran, Daten aus dem Mobiltelefon des Mädchens auszulesen, um Zahlungsströme und Konten der mutmaßlichen Betrüger nachzuverfolgen und so die Hintermänner der TikTok-Anzeige zu identifizieren.



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