KHAO YAI – Ein rücksichtsloser Ausländer hat im berühmten Khao-Yai-Nationalpark eine Herde wilder Elefanten in panische Angst versetzt. Mit einer Drohne flog er den Tieren so nah auf, dass diese flohen – ein klarer Verstoß gegen thailändisches Recht.
Vorfall an der berühmten Mineral-Lecke
Der Vorfall ereignete sich am 21. Januar an der Tung Kwang Mineral Lecke, einer bekannten Stelle, an der Tiere mineralhaltige Erde aufnehmen.
Mehrere Videos, die das Drama zeigen, verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in thailändischen Sozialen Medien. Man sieht deutlich, wie ein Elefant von der Herde getrennt in den Wald flüchtet.
Auslöser war das laute Surren und die bedrohliche Nähe einer Drohne, die ein ausländischer Mann in weißem T-Shirt steuerte. Sein Auto, ein Suzuki, stand am Straßenrand.
Sichtbare Panik unter den wilden Tieren
Zeugen berichteten, der Mann habe die Drohne direkt über der Elefantenherde fliegen lassen. Die Reaktion der Tiere war unmittelbar und deutlich.
Elefanten sind sensible und mächtige Wildtiere. In ihrer Panik können sie Menschen angreifen oder auf Straßen flüchten, wo tödliche Kollisionen mit Fahrzeugen drohen.
Die thailändische Netzgemeinde reagierte mit Empörung und Mitgefühl für die verstörten Tiere. Forderungen nach einer harten Bestrafung des Täters sind laut.
Klare Regeln – und klare Verstöße
In thailändischen Nationalparks ist das Fliegen von Drohnen strengstens verboten. Eine Ausnahme gibt es nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Parkleiters und der Luftfahrtbehörde CAAT.
Für kommerzielle Aufnahmen sind zusätzlich Genehmigungen der Nationalparkbehörde und Gebühren fällig. Der Ausländer ignorierte alle diese Vorschriften bewusst.
Bisher haben die Behörden des Khao Yai Nationalparks noch keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben. Die Ermittlungen laufen.
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Zweiter Verstoß am gleichen Tag aufgetaucht
Fast zeitgleich kursierte ein weiteres viral gegangenes Video. Es zeigt einen Motorradfahrer, der mitten durch eine querende Elefantenherde im Nationalpark fährt.
Der Nutzer, der das Video teilte, behauptet, es handele sich ebenfalls um einen Ausländer. Diese Information ist jedoch noch nicht amtlich bestätigt.
Beide Vorfälle zeigen ein besorgniserregendes Muster rücksichtslosen Verhaltens gegenüber Thailands geschützter Tierwelt.
Das droht dem rücksichtslosen Urlauber
Bei einer Identifizierung und Festnahme könnte dem Mann eine hohe Geldstrafe drohen. In schwerwiegenden Fällen sind sogar Freiheitsstrafen möglich.
Zudem riskiert er eine Eintragung in die Schwarze Liste der Einwanderungsbehörde und eine Einreisesperre für Thailand.
Sein unbedachter Moment der Gafferei könnte ihn teuer zu stehen kommen – und den Tieren nachhaltigen Stress zugefügt haben.
Ein Appell an alle Thailand-Besucher
Dieser Vorfall ist eine dringende Mahnung an alle Touristen: Thailands Nationalparks sind Schutzgebiete, keine Freizeitparks.
Die Regeln dienen dem Schutz der Besucher und der Tiere. Wer sie missachtet, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern zerstört auch das sensible Ökosystem.
Respektieren Sie die Natur, halten Sie Abstand und folgen Sie den Anweisungen der Ranger. Nur so bleibt Thailands wilde Schönheit für alle erhalten.
🗣 Wenn Neugier zur Gefahr wird
Ein Knopfdruck, ein Summen in der Luft – und plötzlich rennt eine Elefantenherde um ihr Leben.
Wo endet „Urlaubsvideo“ und wo beginnt Verantwortung?
Sind solche Vorfälle bloße Dummheit einzelner – oder ein Zeichen, dass Nationalparks längst nicht mehr ernst genug geschützt werden?
Und was sollte härter bestraft werden: der Regelbruch selbst – oder die Gleichgültigkeit dahinter?


