BERN, SCHWEIZ – Elf mutmaßlich aus dem UNESCO-Welterbe Ban Chiang stammende Kulturgüter sind in der thailändischen Botschaft in Bern offiziell an den thailändischen Staat zurückgegeben worden. Die feierliche Übergabe am 11. Februar ist von beiden Seiten als Zeichen enger kultureller Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Thailand gewertet worden.
Zeremonie in der Botschaft
Bei der Veranstaltung in der Königlich Thailändischen Botschaft in Bern nahm Botschafterin Pannabha Chandraramya die Objekte stellvertretend für die thailändische Regierung entgegen.
Überreicht wurden die Artefakte von Fabienne Baraga, Leiterin der Fachstelle für den internationalen Kulturgütertransfer im Bundesamt für Kultur, die bei der Zeremonie die Schweizer Eidgenossenschaft vertrat.
Herkunft und Bedeutung der Objekte
Nach ersten fachlichen Einschätzungen stammen die elf Stücke vermutlich von der archäologischen Stätte Ban Chiang im Nordosten Thailands, die als UNESCO-Welterbestätte international geschützt ist.
Die Objekte gelten als historisch bedeutend und stehen exemplarisch für das wissenschaftliche Interesse an der frühen Kulturentwicklung in dieser Region Südostasiens.
Rolle der Schweizer Behörden und des Sammlers
Die Rückgabe erfolgte freiwillig durch einen anonymen privaten Sammler, der die Stücke über die zuständigen Schweizer Behörden an Thailand zurückführen ließ.
Nach Angaben der Beteiligten wollte der Sammler mit diesem Schritt erreichen, dass die Kulturgüter an ihren Ursprungsort zurückkehren und dort wissenschaftlich erschlossen werden können.
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Symbolik und diplomischer Rahmen
Die beteiligten Stellen beschrieben die Restitution als Ausdruck der dauerhaften Freundschaft und der engen kulturellen Kooperation zwischen beiden Ländern sowie als Bekenntnis zum Schutz des weltweiten Kulturerbes.
An der Zeremonie nahmen auch Vertreter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, des Eidgenössischen Departements des Innern sowie Mitglieder der thailändischen Gemeinschaft in der Schweiz teil.
Weiterer Weg der Artefakte
Die thailändische Botschaft in Bern bereitet nun den Transport der elf Artefakte nach Thailand vor, wo sie dem Department of Fine Arts im Kulturministerium übergeben werden sollen.
Dort sind eine wissenschaftliche Überprüfung, die konservatorische Sicherung, die Registrierung als nationales Kulturgut und eine mögliche Ausstellung zu Bildungs- und Kulturzwecken geplant.
🏺 Kulturschätze kehren heim – mehr als nur Symbolik?
Die freiwillige Rückgabe historischer Artefakte gilt als starkes Zeichen internationaler Zusammenarbeit und Respekt vor kulturellem Erbe. Für viele Länder ist die Heimholung solcher Objekte ein sensibles Thema.
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