BANGKOK, THAILAND – Ein wegen Raub mit schwerer Körperverletzung gesuchter Ex-Soldat hat sich am 17.02.2026 in einer Zelle der Polizeiwache Min Buri das Leben genommen, kurz nachdem er unter Haftbefehl festgenommen worden war.
Festnahme unter Gerichtsbeschluss
Der Beschuldigte, ein ehemaliger Soldat namens Porn Wisanu, wurde am 17.02.2026 auf Grundlage eines Haftbefehls des Strafgerichts Min Buri mit dem Aktenzeichen J.273/2569 festgenommen.
Dem Mann wurde Raub unter Verursachung schwerer Verletzungen zur Last gelegt, nachdem Ermittler der Metropolitan Police ihn aufgespürt und auf die Wache Min Buri gebracht hatten.
Suizid in Polizeigewahrsam
Nach der Festnahme wurde der Verdächtige in eine Verwahrzelle der Polizeistation Min Buri gebracht, wo er auf weitere rechtliche Schritte warten sollte.
Später meldeten Beamte einen dringenden Vorfall und fanden den Mann erhängt in der Zelle, woraufhin die Behörden seinen Tod durch Suizid in Polizeigewahrsam bestätigten.
Schwere Vorwürfe der Ex-Freundin
Ausgangspunkt des Verfahrens war die Anzeige einer 31-jährigen Frau, die sich an Polizeioberstleutnant Thanakrit Chittra-areerat, den Sekretär des Ministers für Soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit, gewandt hatte.
Sie schilderte, ihr früherer Freund habe sie brutal geschlagen, sie beraubt und ihr damit schwere Verletzungen zugefügt, zudem habe er sie mit der Veröffentlichung entwürdigender Bilder erpresst.
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Existenzbedrohende Folgen für das Opfer
Nach Angaben der Frau soll der Beschuldigte ihre Identität missbraucht und in ihrem Namen ein gefälschtes Kündigungsschreiben an ihren Arbeitgeber geschickt haben.
In der Folge verlor sie ihren Arbeitsplatz, während der Mann sie laut ihrer Aussage weiter mit der Androhung der Veröffentlichung privater Fotos unter Druck setzte.
Anzeigen ohne Wirkung
Die Frau berichtete, insgesamt vier Strafanzeigen erstattet zu haben, darunter eine in Min Buri sowie weitere auf den Wachen Sutthisan und Rom Klao in Bangkok.
Trotz der mehrfachen Anzeigen sei das Verfahren zunächst nicht vorangekommen und der Beschuldigte über längere Zeit auf freiem Fuß geblieben.
Öffentliches Interesse bringt Bewegung
Erst nachdem der Fall breite Aufmerksamkeit in den Medien gefunden hatte, nahmen Ermittler die Unterlagen erneut auf und beantragten den Haftbefehl beim Strafgericht Min Buri.
Nach dessen Erteilung wurde der Ex-Soldat durch ein von Polizeigeneralmajor Chotiwat Lueangwilai, Leiter der Ermittlungsabteilung der Metropolitan Police, geführtes Team lokalisiert, festgenommen und nach Min Buri überstellt.
Vorstrafen und offenes Verfahren
Eine Überprüfung der Kriminalakte ergab, dass der Mann bereits zuvor wegen Kindesentführung und Motorraddiebstählen polizeilich in Erscheinung getreten war.
Mit seinem Tod in der Zelle endet das laufende Raubverfahren, bevor es überhaupt zu einer Anklage oder Hauptverhandlung vor Gericht kommen konnte.



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