Tragödie in Polizeizelle: Drogenverdächtiger begeht Selbstmord
Chon Buri – Ein 26-jähriger Drogenverdächtiger hat sich in einer Zelle der Bowin Polizeistation mit seinem T-Shirt erhängt. Nur einen Tag zuvor hatte seine eigene Mutter die Polizei gerufen, weil sie sich vor ihrem unter Drogeneinfluss aggressiv gewordenen Sohn fürchtete.
Mutter rief um Hilfe – aus Verzweiflung
Gegen 16:30 Uhr alarmierte die 61-jährige Mrs. Sanong Kaewka den Dorfvorsteher und die Polizei von Bowin. Ihr Sohn Thorntep Kaewsee zeigte gewalttätiges und wahnhafte Verhalten aufgrund von schwerem Methamphetamin-Konsum. Die verzweifelte Mutter, die selbst als Lotterieverkäuferin arbeitet, fürchtete um ihre Sicherheit.
An diesem Tag hatte Thorntep 5.000 Baht (ca. 125 Euro) verlangt – angeblich für Handyreparaturen. Die Mutter konnte nur 3.000 Baht geben. Unter einem Vorwand lockte sie ihn aus seinem Zimmer, damit die Polizei eingreifen konnte.
Festnahme und Einlieferung in Einzelzelle
Die Beamten fanden Thorntep in seinem Schlafzimmer, wo er gerade Drogen konsumierte. Sie beschlagnahmten sieben Methamphetamin-Tabletten und Utensilien. Bei der Vernehmung schwieg der 26-Jährige, nickte aber, um seinen Drogenkonsum zu bestätigen.
Wegen seines unberechenbaren Verhaltens wurde Thorntep in Einzelhaft genommen, um andere Festgenommene – einschließlich Migranten in einer separaten Zelle – zu schützen. Eine Vorsichtsmaßnahme, die tragische Folgen haben sollte.

Der schockierende Fund
Am nächsten Tag, gegen 16:20 Uhr, entdeckten Beamte bei einer Routineüberprüfung Thornteps Leichnam. Er hatte sich mit seinem T-Shirt an den Eisenstäben der Zelle erhängt. Sofort alarmierte die Polizei Stationsleiter Pol. Col. Krit Thititasana sowie Forensiker, Staatsanwälte und Rettungskräfte.
Die Untersuchung ergab keine Anzeichen für Fremdverschulden. CCTV-Aufnahmen bestätigten, dass Thorntep allein gehandelt hatte. Seine Angehörigen äußerten keine Verdachtsmomente bezüglich der Todesursache.
Drei Monate Höllenfahrt
Mrs. Sanong enthüllte der Presse, dass die Drogensucht ihres Sohnes in den letzten drei Monaten eskaliert war. Seine Geldforderungen waren von 300 Baht auf bis zu 5.000 Baht täglich gestiegen, um seine Sucht zu finanzieren.
Ermittler vermuten, dass Thornteps Suizid durch den Stress ausgelöst wurde, dass seine eigene Mutter ihn bei der Polizei angezeigt hatte – verstärkt durch drogeninduzierte Paranoia und psychische Instabilität.
Der Leichnam wurde zur Autopsie an das Institute of Forensic Science überstellt. Die Angehörigen brachten die sterblichen Überreste zum Wat Bueng Rachawas für die religiösen Zeremonien.
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