BURIRAM – Ein ausländischer Feiernder hat in der thailändischen Provinz Buriram für einen gefährlichen Zwischenfall gesorgt. Sein Feuerwerk explodierte mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße und beschoss vorbeifahrende Fahrzeuge.
Video zeigt gefährliche Explosionen im fließenden Verkehr
Der Vorfall ereignete sich am Neujahrsabend gegen 20:30 Uhr auf der Buriram-Satuek Straße. Ein heimlich aufgenommenes CCTV-Video ging auf Social Media viral.
Es zeigt, wie ein Feuerwerkskörper auf einem Verkehrsinseltrenner platziert wurde. Nach dem Anzünden kippte das Abschussrohr um.
Die Folge: Die Raketen schossen horizontal über die Fahrbahn, direkt zwischen und auf vorbeifahrende Autos und Motorräder in beiden Richtungen.
Anwohnerin berichtet von minutenlangem Kugelhagel
Eine lokale Anwohnerin war gerade dabei, ihr Kind zu füttern, als die lauten Explosionen begannen. Als sie nachsah, bot sich ihr ein Schreckensbild.
„Die Feuerwerkskörper schossen auf die Fahrzeuge über alle vier Fahrspuren hinweg. Der Rauch breitete sich auf fast 200 Metern aus“, schilderte sie die Szene.
Der Beschuss dauerte etwa eine volle Minute, bis alle Sätze verschossen waren. Funken trafen mehrere Fahrzeuge, auch ihren am Straßenrand geparkten Pick-up-Truck.
Verantwortlicher entschuldigt sich – Schäden bleiben
Die Frau konfrontierte später den ausländischen Verantwortlichen. Dieser entschuldigte sich und gab an, das Feuerwerk sei unbeabsichtigt umgekippt.
„Ich habe die Entschuldigung angenommen. Ich glaube, er wollte nur feiern, so wie es auch Einheimische tun“, sagte die verständnisvolle Anwohnerin.
Die Behörden bestätigten mehrere Fahrzeuge mit leichten Brandflecken im Lack. Verletzt wurde zum Glück niemand. Eine offizielle Anzeige wurde nicht erstattet.
Ein gefährlicher Trend zu Silvester?
Der Vorfall wirft ein grelles Licht auf die Sicherheitsrisiken durch privates Feuerwerk. Was als harmlose Feier begann, hätte leicht in einer Tragödie enden können.
Die thailändischen Behörden registrierten den Vorfall, griffen aber nicht weiter ein, da kein Strafantrag vorlag. Der Besitzer der Böller bot an, entstandene Schäden zu ersetzen.
Für viele Autofahrer auf der vielbefahrenen Strecke war die unverhoffte Feuertaufe jedoch ein gefährlicher Schock zum Jahresstart.
🗣 Feiern kennt Grenzen – oder doch nicht?
Ein umgekippter Feuerwerkskörper, ein paar Sekunden Chaos – und es hätte Tote geben können.
Reicht eine Entschuldigung, wenn öffentliche Straßen zur Spielwiese werden?
Sollte privates Feuerwerk in Wohn- und Verkehrsbereichen strenger kontrolliert werden?
Oder gehört dieses Risiko einfach zu jeder Silvesternacht dazu?


