CHIANG MAI, THAILAND – Nach tagelanger gefährlicher Luftverschmutzung und anhaltenden Waldbränden hat Thailand drei Nordprovinzen zu Katastrophengebieten erklärt, um Soforthilfen freizugeben. Die Maßnahme soll schnelle Gegenmaßnahmen und Entschädigungen für Schäden an Leben und Eigentum ermöglichen.
Katastrophenstatus für drei Provinzen
Die Provinzen Chiang Mai, Lamphun und Phayao im Norden Thailands wurden nach mehreren Tagen mit gesundheitsgefährdender Luftqualität zu Notfall-Katastrophengebieten erklärt.
Damit können die Provinzgouverneure Notfallmittel einsetzen, um die Lage rund um Waldbrände, Smog und Feinstaubbelastung zu bewältigen.
Innenministerium informiert über Lage in 17 Nordprovinzen
Unsit Sampuntharat, Staatssekretär im thailändischen Innenministerium, gab die Entscheidung am Samstag bekannt und berichtete über den Stand der Maßnahmen.
Sein Update bezog sich auf die Bewältigung von Waldbränden, Dunst (Haze) und Feinstaubverschmutzung in insgesamt 17 Provinzen Nordthailands.
Chiang Mai erneut weltweit an der Spitze der Smog-Rangliste
Chiang Mai wurde am Samstag laut iQAir, einem Schweizer Anbieter zur Erfassung von Luftschadstoffen, zum fünften Tag in Folge als weltweit am stärksten verschmutzte Stadt geführt.
Eine Echtzeitmessung um 15 Uhr wies einen Luftqualitätsindex (AQI) von 206 („sehr ungesund“) aus.
PM2.5-Werte deutlich über dem thailändischen Grenzwert
Die PM2.5-Konzentration in Chiang Mai lag laut iQAir bei 131 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit zwar etwas niedriger als früher am Tag, aber weiterhin auf hohem Niveau.
Zum Vergleich: Als sichere Schwelle nennt der Bericht 37,5 Mikrogramm pro Kubikmeter in Thailand, womit der gemessene Wert deutlich darüber liegt.
Chiang Mai: Notfallzonen in mehreren Distrikten
In Chiang Mai wurden Notfall-Katastrophenzonen wegen Waldbränden in den Distrikten Hot, Samoeng, Doi Saket, Chiang Dao, Mae Wang, Mae Taeng und Mae Rim ausgerufen.
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Die Erklärung umfasst 40 Tambons, 338 Dörfer und 27 Gemeinden (Communities).
Lamphun: PM2.5-Notfallzone im Distrikt Li
In der Provinz Lamphun wurde eine Notfall-Katastrophenzone wegen PM2.5 im Distrikt Li erklärt.
Betroffen sind dort acht Tambons und 99 Dörfer.
Phayao: Kombination aus Waldbrand- und Feinstaub-Notfallzonen
In Phayao gelten Notfall-Katastrophenzonen sowohl wegen Waldbränden als auch wegen PM2.5 in mehreren Distrikten, darunter Muang Phayao, Chun, Chiang Kham und Chiang Muan.
Weitere betroffene Distrikte sind Dok Khamtai, Pong, Mae Chai, Phu Sang und Phu Kamyao.
Was die Erklärung praktisch ermöglicht
Laut Unsit erlaubt der Katastrophenstatus den Gouverneuren, Notfallmittel nach den Vorschriften des Finanzministeriums zur Katastrophenhilfe zu verwalten und auszuzahlen.
Zusätzlich können weitere Budgets genutzt werden, um Maßnahmen zu koordinieren und Schäden an Leben und Eigentum einheitlich zu kompensieren.
Deine Meinung
Wie erlebst du die aktuelle Smog- und Feinstaubsituation im Norden Thailands – und reichen Notfallmittel und lokale Maßnahmen aus, um die Lage kurzfristig zu verbessern?
Welche Schritte sollten Regierung, Provinzen und Gemeinden deiner Ansicht nach priorisieren, um Waldbrände und PM2.5 dauerhaft in den Griff zu bekommen? Diskutiere mit in den Kommentaren.



Weltweit Platz 1, das lockt Touristen an.
Nee, im Ernst : Solange Brandroder mit Geldstrafen von ein paar Tausend BAHT bestraft werden – wenn ueberhaupt – wird sich nichts aendern. Thais sind stur (= lernresistent) und verstecken sich gerne hinter Traditionen : „Das wird seit Jahrhunderten gemacht – und das machen wir auch noch in den naechsten Jahrhunderten immer noch so.“