Bangkok, Thailand – Zum Songkran-Fest 2569 (2026) verschärft Thailand die Verkehrskontrollen landesweit: Seit dem 1. April gelten für zehn zentrale Verkehrsverstöße deutlich strengere Strafen inklusive Punktabzug. Wer sein Punktekonto auf null fährt, muss mit einem 90-tägigen Führerscheinentzug rechnen – besonders riskant in der „gefährlichen Woche“ rund um Songkran.
Songkran 2026: „Gefährliche Woche“ trifft auf harte Kontrollen
Zum thailändischen Neujahrsfest Songkran reisen viele Menschen in ihre Heimatprovinzen oder in den Urlaub, was traditionell zu starkem Verkehr führt. In dieser Phase warnen Behörden regelmäßig vor erhöhtem Unfallrisiko.
Das Department of Land Transport (DLT) setzt deshalb seit dem 1. April 2569 eine strikte Linie durch: Für bestimmte Verstöße wird nicht mehr „erst verwarnt, dann bestraft“, sondern konsequent geahndet.
Stichtag 1. April: Ende der „Verwarnung vor Strafe“
Ab dem 1. April 2569 sollen Polizeikontrollen landesweit konsequenter greifen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Im Fokus stehen zehn Hauptdelikte, die als häufige Ursachen für Unfälle gelten.
Wer gegen diese Regeln verstößt, muss nicht nur mit höheren Bußgeldern rechnen, sondern je nach Delikt auch mit Punktabzug im Verkehrspunktsystem.
Die 10 Hauptdelikte: Was jetzt besonders teuer wird
Zu den Delikten zählen unter anderem zu schnelles Fahren (bis 4.000 Baht, -1 Punkt), das Überfahren roter Ampeln (bis 4.000 Baht, -2 Punkte) sowie das Nichtanhalten am Zebrastreifen (bis 4.000 Baht, -1 Punkt).
Ebenfalls erfasst sind Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung (bis 4.000 Baht, -1 Punkt), Fahren gegen die Fahrtrichtung (bis 2.000 Baht, -2 Punkte), fehlender Helm (bis 2.000 Baht, -1 Punkt) und nicht angelegter Sicherheitsgurt (bis 2.000 Baht, -1 Punkt).
Führerschein, Alkohol, „gefährliches Fahren“: Hier drohen Haft und hohe Strafen
Wer ohne Führerschein unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld bis 1.000 Baht; laut Übersicht kann zusätzlich eine Freiheitsstrafe bis zu einem Monat möglich sein. Besonders hart trifft es Alkohol am Steuer: 5.000 bis 20.000 Baht Geldstrafe oder bis zu 1 Jahr Haft oder beides, dazu -4 Punkte.
Auch „Fahren ohne Rücksicht auf die Sicherheit“ wird ähnlich streng geahndet: 5.000 bis 20.000 Baht oder bis zu 1 Jahr Haft oder beides, plus -4 Punkte. Damit können wenige schwere Verstöße das Punktekonto schnell leeren.
Punktesystem 2026: 12 Punkte Start, bei 0 Punkten 90 Tage Fahrverbot
Im System startet jeder Fahrer mit 12 Punkten, die bei Verstößen abgezogen werden. Wer durch wiederholte Delikte auf 0 Punkte fällt, dem wird die Fahrerlaubnis automatisch für 90 Tage entzogen.
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Das bedeutet: Drei Monate lang darf nicht gefahren werden – ein Risiko, das gerade in der Reisezeit rund um Songkran schnell existenzielle Folgen haben kann.
Punkte zurückholen: Schulung beim DLT als „zweite Chance“
Wer Punkte verliert, kann unter bestimmten Bedingungen eine Verkehrsschulung beim Department of Land Transport absolvieren, um Punkte zurückzuerhalten. Die Rückgabe erfolgt gemäß den jeweils festgelegten Voraussetzungen.
Für viele ist das eine Möglichkeit, nach einem Verstoß wieder „Luft“ im Punktekonto zu schaffen – ersetzt aber nicht die Pflicht, die Regeln strikt einzuhalten.
Praktische Tipps für Songkran-Reisen: Digitaler Führerschein und Fahrzeugcheck
Als Hilfe nennt der Bericht den digitalen Führerschein: Über die App „DLT QR Licence“ kann die Fahrerlaubnis bei einer Kontrolle vorgezeigt werden, falls die Geldbörse vergessen wurde. Damit lässt sich zumindest ein unnötiger Ärgerpunkt vermeiden.
Zusätzlich wird empfohlen, vor längeren Fahrten den Zustand des Fahrzeugs zu prüfen – insbesondere Reifenluftdruck, Bremsen und Beleuchtung. Gerade bei hohem Reiseaufkommen kann ein technischer Defekt schnell gefährlich werden.
Deine Meinung
Findest du die verschärften Bußgelder und den konsequenten Punktabzug zum Songkran richtig, oder trifft es am Ende vor allem normale Fahrer, während echte Raser und Betrunkene trotzdem weitermachen?
Schreib uns in die Kommentare, welche Maßnahmen deiner Meinung nach in Thailand am meisten bringen würden: mehr Kontrollen, härtere Strafen, bessere Infrastruktur – oder mehr Aufklärung und Prävention?



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