Spott und Häme: Seegefängnis für Schwerverbrecher? (Video)

⚓🚨 Ein Wahlplakat sorgt für Spott im Netz: Kriminelle auf ein Gefängnis mitten im Meer sperren? Die Partei kontert Kritik und sagt: Das ist kein Fantasy-Konzept. Wird diese Idee Teil der nächsten Regierungspolitik?

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BANGKOK – Im thailändischen Wahlkampf sorgt eine Idee für Furore und Spott: Ein Gefängnis mitten im Meer für einflussreiche Kriminelle. Die Verantwortlichen bestehen darauf: Das ist keine Fantasie aus einem Harry-Potter-Film!

Wahlplakat löst Sturm im Netz aus

Die United Thai Nation Party (UTN) wirbt mit einem spektakulären Versprechen. Auf einem Wahlplakat heißt es: „Schluss mit flüchtigen Drogenverdächtigen. Wir sperren sie auf einer Ölplattform mitten im Meer ein.“

Das Plakat ging viral – und wurde gnadenlos verhöhnt. Viele Nutzer verglichen die Idee sofort mit „Azkaban“, dem berüchtigten Zauberer-Gefängnis aus Harry Potter, das auf einer felsigen Insel im Meer liegt.

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Partei-Kandidat verteidigt den brisanten Plan

Nach dem Shitstorm ging der UTN-Vizechef und Ministerpräsidentenkandidat Atavit Suwanpakdee in die Offensive. Er stellte klar: „Das Konzept eines Meeresgefängnisses ist realistisch und machbar.“

Sein Argument: Die Gefängnisse an Land seien machtlos gegen den Einfluss reicher und mächtiger Insassen. Von dort aus würden weiterhin Drogen bestellt, Handys genutzt und sogar Prostituierte ins Gefängnis geschmuggelt.

Natur soll als unüberwindbare Mauer dienen

Atavit erklärte den vermeintlichen Vorteil: Das Meer selbst wäre die beste Sicherheitsvorkehrung. Es isoliere die Gefangenen natürlich, unterbreche Kommunikation und morde den Zugang für Besucher oder Schmuggler nahezu unmöglich.

„Die Natur wird zur Barriere“, so der Politiker. So könne man endlich die Macht der kriminellen Bosse hinter Gittern brechen.

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Alte Ölplattformen sollen umfunktioniert werden

Laut Atavit ist die Idee auch ressourcenschonend. Im Golf von Thailand stünden ausgediente Ölbohrplattformen leer, deren Konzessionen abgelaufen seien.

Diese milliardenteuren Anlagen könne man zu Hochsicherheitsgefängnissen umbauen. „Das ist effiziente Nutzung bestehender Ressourcen“, betonte er.

Wahlversprechen mit Signalwirkung

Das Gefängnis auf dem Meer ist mehr als nur eine ungewöhnliche Idee. Es ist ein hartes Symbol im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität.

Die UTN signalisiert Wählern, dass sie keine Kompromisse mit dem Verbrechertum machen will. Ob das Projekt je Realität wird, hängt vom Wahlergebnis am 8. Februar ab.

Eines ist sicher: Der thailändische Wahlkampf hat damit eine der kuriosesten Debatten seiner Geschichte.

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🗣 Geniale Idee oder gefährliche Symbolpolitik?

Ein Gefängnis mitten im Meer soll Macht, Geld und Kontakte kappen.
Kritiker sehen Populismus, Befürworter eine radikale Antwort auf ein reales Problem:
einflussreiche Häftlinge, die auch hinter Gittern weiter agieren.

Doch bleibt die Frage:
Ist das Seegefängnis ein mutiger Befreiungsschlag gegen kriminelle Netzwerke –
oder nur ein provokanter Wahlkampf-Gag ohne rechtliche und ethische Tiefe?

Was meint ihr: durchdachte Sicherheitsreform oder politisches Theater?

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Quelle: The Thaiger

Ein Kommentar zu „Spott und Häme: Seegefängnis für Schwerverbrecher? (Video)

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