DSI ermittelt: Wer hat illegal 1.000 Rai Land am Rennkurs besetzt?
Ein brisanter Landrechts-Skandal in Buri Ram: Das Department of Special Investigation (DSI) geht mit Hochdruck gegen illegale Landnahmen nahe dem Chang International Circuit vor. Eine mysteriöse Firma kontrolliert über 1.000 Rai – gehört das Land doch eigentlich der Staatsbahn?
Staatsbahn-Grundstücke in falschen Händen
Die thailändische Sonderermittlungsbehörde DSI hat alarmierende Fakten aufgedeckt: Eine juristische Person besitzt über 1.000 Rai Land in unmittelbarer Nähe der berühmten Rennstrecke Chang International Circuit – obwohl der Oberste Gerichtshof bereits bestätigt hat, dass das Gebiet rechtmäßig der State Railway of Thailand (SRT) gehört.
„Wir werden innerhalb der nächsten 15 Tage eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit der SRT durchführen“, bestätigte eine DSI-Quelle.
Vier Behörden wurden bereits aufgefordert, sämtliche Grundbuchunterlagen vorzulegen:
• Staatseisenbahn (SRT)
• Katasteramt
• Provinzgrundbuchamt Buri Ram
• Damrongdhama-Zentrum Buri Ram
Sollten die Dokumente nicht fristgerecht eingehen, droht eine offizielle Nachforderung.
Geldwäsche-Verdacht:
Wurde Staatsland illegal verwertet?
Die Ermittler prüfen nun, ob die unrechtmäßige Landnutzung gegen das Geldwäschegesetz von 1999 verstößt. Konkret geht es um den Verdacht, dass die Landrechte zu kommerziellem Nutzen oder Weiterverkauf missbraucht wurden.
Interessant: Bei der besagten Firma handelt es sich nicht um eine bekannte Lokaldynastie – wer genau hinter dem dubiosen Landbesitz steckt, bleibt bisher unklar.
Politische Brisanz:
Innenministerium greift durch
Hintergrund ist eine Anordnung von Interims-Premierminister Phumtham Wechayachai, der eine Untersuchung gegen Katasteramts-Chef Pornpoth Penpas eingeleitet hatte. Der Vorwurf: Penpas habe es versäumt, die umstrittenen Grundbuchurkunden trotz Gerichtsbeschluss zu annullieren.
Das Innenministerium bestätigte nun, dass über 5.000 Rai in Khao Kradong tatsächlich der SRT zustehen. Seit dem 2. August 2025 läuft der formelle Entzug der illegalen Landtitel – eine direkte Folge von Urteilen des Obersten Gerichts und des Verwaltungsgerichts.
Weitere Ermittlungen:
Auch Privatflugplatz unter Verdacht
Parallel zum Khao Kradong-Fall untersucht die DSI auch einen privaten Flugplatz im Pak Chong Distrikt (Nakhon Ratchasima). Hier soll eine Startbahn auf Staatsland gebaut worden sein.
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Doch trotz Anfragen an fünf Behörden – darunter die Luftfahrtbehörde und das Agrarreformamt – liegen nach einem Monat noch keine Unterlagen vor.
Politische Dimension:
Bhumjaithai-Partei unter Druck
Die Affäre bekommt zusätzliche Sprengkraft durch eine Strafanzeige der ehemaligen Senatoratskandidatin Kusumalawati Sirikomut. Sie fordert Strafverfolgung gegen:
• Anutin Charnvirakul (Bhumjaithai-Parteichef)
• Hochrangige Innenministeriumsbeamte
• Mitglieder des Landuntersuchungsausschusses
Der Vorwurf: Vorsätzliches Fehlverhalten bei der Ausstellung illegaler Landtitel für umstrittenes Staatsland.
Was kommt als Nächstes?
Die DSI ermittelt in mehrere Richtungen, um das komplexe Geflecht aus Landbesitz und möglichen illegalen Machenschaften zu entwirren:
✔ Klärung der Eigentumsverhältnisse: Im Fokus steht, wie das Staatsland in den Besitz privater Akteure gelangen konnte. Die DSI prüft alle Dokumente und Besitzansprüche.
✔ Prüfung auf Geldwäsche: Es wird untersucht, ob illegale Einnahmen in den Kauf oder die Entwicklung des Landes geflossen sind.
✔ Mögliche Verstöße gegen Landgesetze: Die Ermittler prüfen, ob es zu Verstößen gegen die Landgesetzgebung kam, die eine unrechtmäßige Aneignung von Staatsland ermöglicht haben könnten.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen juristische Konsequenzen für sowohl die involvierten Unternehmen als auch für Beamte, die möglicherweise in die illegalen Vorgänge verwickelt waren. Die Ermittlungen zeigen, dass die Behörden entschlossen sind, diesen Skandal von Grund auf aufzuklären.



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