Stadtrat nach Goldraub-Versuch festgenommen

Stadtrat nach Goldraub-Versuch festgenommen
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NAKHON RATCHASIMA – Ein Drama um Geld und Macht entfaltet sich in Nordost-Thailand: Ein 67-jähriger Kommunalpolitiker hat gestanden, einen Goldladen bewaffnet überfallen zu haben. Sein Plan platzte, weil eine mutige Verkäuferin einen Alarm auslöste. Jetzt sitzt der ehemalige Ratsherr in Handschellen.

Gescheiterter Coup am helllichten Tag

Am 24. Januar gegen Mittag betrat ein vermeintlich normaler Kunde den Phanthong Yaowarat Gold Shop in Korat. Doch unter Helm und dunkler Kleidung verbarg sich Wichian Sirisathit, Mitglied des Stadtrats von Pho Klang.

Der Mann zog eine 9mm-Pistole und forderte Gold. „Ich will nur das Gold, ich will niemandem wehtun“, drohte er dem Personal. Doch die 34-jährige Verkäuferin Namfon Jianmaroeng blieb cool.

Sie redete auf den Räuber ein, um Zeit zu schinden, und drückte heimlich den Notfallalarm. Der Täter feuerte einen Einschüchterungsschuss ab und floh mit leeren Händen auf seinem Motorrad.

Polizei folgt der Spur nach Hause

Ein Großaufgebot aus Stadt-, Regional- und Provinzpolizei verfolgte die Fluchtroute durch einen Markt und über eine Mauer. Nur 800 Meter vom Tatort entfernt fanden sie in einer Wohnsiedlung das verdächtige Motorrad.

Es stand vor dem Haus des 67-jährigen Wichian Sirisathit. Bei der Befragung geriet der kommunale Ratsherr sofort in Verdacht. Die Überprüfung seines Handys brachte den Durchbruch.

Die Handy-Ortungsdaten platzierten ihn genau zur Tatzeit am Goldladen und auf der Fluchtroute – eine perfekte Übereinstimmung mit den Aufnahmen der Überwachungskameras.

Geständnis: „Schulden waren mein Motiv“

Dem Druck der Beweislage hielt der Politiker nicht stand. Er gestand den versuchten Raubüberfall und den Schuss mit seiner Norinco 213 Pistole.

Als Motiv nannte er „schwere Schulden“. Sein öffentliches Amt und die damit verbundene Vertrauensstellung machten die Tat in den Augen der Ermittler umso verwerflicher.

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Die Polizei leitete umgehend alle rechtlichen Schritte ein. Der gescheiterte Raubüberfall beendete jäh die Karriere des Lokalpolitikers.

Mut der Angestellten verhinderte Schlimmeres

Die Heldin des Tages ist eindeutig Verkäuferin Namfon Jianmaroeng. Ihr besonnenes Handeln und ihr Mut, den Alarm auszulösen, verhinderten einen möglichen Millionendiebstahl und Schlimmeres.

Goldläden in Thailand sind immer wieder Ziele von Überfällen, doch selten schlagen die Täter aus den eigenen Reihen der Lokalpolitik zu.

Der Fall erschüttert das Vertrauen der Gemeinde und wirft ein grelles Licht auf die persönlichen und finanziellen Abgründe, die sich hinter einer öffentlichen Fassade verbergen können.

🗣 Wenn Macht zur Maske wird

Was bedeutet es für das Vertrauen in lokale Politik, wenn ein gewählter Vertreter mit Waffe im Goldladen steht? Ein persönlicher Absturz – oder ein Symptom eines tieferen Problems?
Wo beginnt Verantwortung, und wo endet die Ausrede „Schulden“?

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Quelle: KhaoSod English

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