PATTAYA, THAILAND – Ein nächtlicher Streit zwischen chinesischen Touristen und einem Bolt-Fahrer wegen Reinigungskosten ist in Pattaya auf der Polizeiwache mit einer Geldzahlung beendet worden. Verletzt wurde niemand, doch der Vorfall zeigt die Spannungen, die bei Konflikten zwischen Touristen und Fahrdiensten entstehen können.
Streit in der Nacht vor Restaurant
Gegen 01.50 Uhr am wurden Beamte der Pattaya City Police Station zu einem lautstarken Streit vor einem Restaurant an der Pattaya South Road in der Provinz Chonburi gerufen.
Dort trafen sie auf vier chinesische Staatsbürger, die sich heftig mit einem Fahrer des App-Dienstes Bolt stritten und bereits zahlreiche Passanten und Touristen auf sich aufmerksam gemacht hatten.
Fahrt endet mit Übelkeit im Wagen
Der 48-jährige Fahrer Suriya Boonyuen gab gegenüber der Polizei an, er habe einen chinesischen Fahrgast von einem Unterhaltungsbetrieb an der Pattaya Third Road abgeholt, der stark alkoholisiert gewesen sei.
Während der Fahrt habe der Fahrgast auf den Rücksitz erbrochen und damit die Polsterung verschmutzt, woraufhin Suriya vor dem Restaurant an der Pattaya South Road hielt, um eine Entschädigung von rund 1.000 bis 2.000 Baht für Reinigung und Sitzwäsche zu besprechen.
Touristen rufen Freunde und Streit eskaliert
Nach Darstellung von Suriya Boonyuen weigerten sich die chinesischen Fahrgäste zu zahlen, verließen das Auto und riefen chinesische Bekannte aus einem Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite hinzu.
Der Streit heizte sich weiter auf, ein Mann aus der Gruppe soll das Heck des Fahrzeugs getreten und beschädigt haben, während der Fahrer Videoaufnahmen als Beweis machte und benachbarte Bolt-Motorradtaxifahrer eingriffen, was die Lage fast in eine körperliche Auseinandersetzung auf der Straße kippen ließ.
Weitere Spannungen vor der Polizeiwache
Auch vor der Pattaya City Police Station riss der Streit zunächst nicht ab, als eine Chinesin im schwarzen T-Shirt die Fahrer mit ihrem Mobiltelefon filmte und neue Beschwerden auslöste.
Sie erklärte, sie habe das Erbrochene bereits mit Papiertüchern entfernt und stellte laut Polizeiangaben in Frage, warum nun 5.000 Baht für die Reinigung von Sitz und Teppichen verlangt würden, woraufhin Beamte beide Seiten mithilfe eines Dolmetschers über mehr als zwei Stunden hinweg zu rechtlichen Aspekten und Verfahren aufklärten.
Vergleich über 15.000 Baht erzielt
Schließlich akzeptierte die Gruppe der chinesischen Touristen die Verantwortung für den Vorfall und stimmte einer Gesamtzahlung von 15.000 Baht zur abschließenden Regelung des Konflikts zu.
Die Polizei hielt die Einigung im Wachprotokoll fest und ließ beide Parteien anschließend in ihre Unterkünfte zurückkehren, wobei es zu keinen weiteren Handgreiflichkeiten kam und der Vorfall damit offiziell als beendet gilt.



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