Teenager-Drama in Pattaya:
Schießerei nach Social-Media-Streit
Eine nächtliche Schießerei am Pattaya Beach erschütterte die Touristenhochburg. Zwei Teenager feuerten auf einen 19-Jährigen – aus Rache für monatelange Online-Fehden. Die Polizei deckte auf: Die Waffe stammte vom verstorbenen Großvater eines Täters.
Muttertags-Feier endet in Schreckensnacht
Es sollte ein friedlicher Abend werden: PanyaWit Jittathamset (19) feierte mit seiner Mutter am Strand von Pattaya – doch gegen 4 Uhr morgens am 13. August eskaliert die Situation. Plötzlich fallen Schüsse! Zwei Kugeln durchschlagen die Kleidung des jungen Mannes, verletzen ihn aber nicht. „Mein Amulett hat mich beschützt“, glaubt der Überlebende später.
Der Grund für den Angriff? Eine monatelange Fehde zwischen rivalisierenden Jugendgruppen, die sich vor allem in Sozialen Medien abspielte. Durch einen verräterischen Standort-Check-in hatte das Opfer seine Position preisgegeben – ein fataler Fehler.
Polizei schnappt Schützen innerhalb von vier Stunden
Die Pattaya-Polizei unter Leitung von Oberstleutnant Arut Sapanon ging sofort in die Offensive. Bereits um 8 Uhr morgens stellten sie den mutmaßlichen Schützen fest: Ein 16-Jähriger, bekannt unter dem Spitznamen „Obas“, wurde in seiner Wohnung in Central Pattaya geschnappt.
Die Ermittler machten noch einen Fund: Die Tatwaffe gehörte eigentlich dem verstorbenen Großvater von Obas‘ 15-jährigem Kumpel „Cha“. Der Teenager hatte die Pistole einfach aus dem Elternhaus in Soi Nern Plub Wan mitgenommen.

Jugendbande gesteht:
„Wir wollten Rache“
Bei den Verhören gestanden die beiden Mitglieder der „Arale“-Gruppe den Angriff. Der Grund: Ein seit Juni schwelender Konflikt um ein Mädchen. „Sie haben unsere Freundin online gemobbt“, erklärten die Jugendlichen. Bereits im Juni hatte es eine Prügelei gegeben, die mit 20.000 Baht (ca. 500 Euro) Schmerzensgeld beigelegt wurde.
Doch die Fehde lebte wieder auf – diesmal mit tödlichen Waffen. „Cha“ und „Obas“ sollen insgesamt sechs weitere Komplizen gehabt haben, die jetzt ebenfalls gesucht werden.
Opfer packt aus:
„Sie haben mein Motorrad zerstört“
PanyaWit zeigte sich überrascht von der Gewalteskalation: „Wir haben uns nur online gestritten“. Doch die Polizei fand heraus: Bereits am 4. Juni hatten die Rivalen sein Motorrad mit Messern attackiert – alles dokumentiert in einem Handy-Video.
Jetzt ermittelt die Polizei auf Hochtouren. Wegen des Alters der Täter läuft das Verfahren unter besonderen Bedingungen: Jugendrichter, Sozialarbeiter und Staatsanwälte arbeiten gemeinsam an dem Fall.




