Teenager schießen auf Eltern mit Kind

Teenager schießen auf Eltern mit Kind
The Thaiger

NAKHON SI THAMMARAT – Eine Familie mit einem zweijährigen Kind wird von einer Teenager-Gang verfolgt und angegriffen. Der Grund: Der Vater hatte die Jugendlichen zuvor ermahnt, ihre Schlägerei zu beenden.

Familien-Vater wird zur Zielscheibe

Am Abend des 2. Januar 2026 eskaliert die Situation auf einer Landstraße im Bezirk Thung Song. Der 37-jährige Wisuwat ist mit seiner Frau Narumon (32) und ihrem zweijährigen Sohn auf dem Motorrad unterwegs.

Als ihr Fahrzeug ohne Benzin liegenbleibt, schieben sie es hilfesuchend am Straßenrand entlang. Plötzlich tauchen zwei Motorräder mit fünf Jugendlichen auf.

Die Teens waren kurz zuvor in eine Schlägerei verwickelt. Wisuwat hatte ihnen zugerufen, sie sollen aufhören. Diese Ermahnung wird ihm nun fast zum Verhängnis.

Gewaltsamer Übergriff auf offener Straße

Einer der Jugendlichen, der 17-jährige Chakrit, soll laut Polizei eine kurzläufige Schrotflinte bei sich geführt und auf die Familie gefeuert haben.

Alle drei Familienmitglieder wurden bei dem Angriff verletzt. Die Eltern und das Kind erlitten Verletzungen, die eine medizinische Behandlung erforderlich machten.

„Es war Rache für die verbale Ermahnung. Die Täter handelten aus Wut und Impulsivität“, so ein Polizeisprecher. Die Teenager flüchteten unmittelbar nach der Tat vom Tatort.

Großfahndung führt zu schnellen Festnahmen

Dank Videoaufnahmen von Überwachungskameras und Zeugenaussagen können die Beamten der Thung Song Polizei die Täter identifizieren.

In einer konzertierten Aktion werden alle fünf Verdächtigen, im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, festgenommen. Der mutmaßliche Schütze Chakrit und der Fahrer Natthapol sind darunter.

Eine Schrotflinte sowie Munition wurden bei den Ermittlungen sichergestellt. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht und sind laut Berichten in stabilem Zustand.

Polizei erhebt schwere Vorwürfe

Polizeioberst Somporn Nitiphak, Leiter der Thung Song Polizei, kündigt rechtliche Konsequenzen an. Den Jugendlichen werden versuchter Mord, unerlaubter Waffenbesitz und der Waffengebrauch an einem öffentlichen Ort vorgeworfen.

Für die minderjährigen Täter kommt das Jugendstrafrecht zur Anwendung. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die genauen Umstände der vorangegangenen Schlägerei aufzuklären.

Debatte über illegalen Waffenbesitz bei Jugendlichen

Der Fall löst eine Debatte über Jugendkriminalität und den Zugang zu illegalen Waffen in Thailand aus. Die zentrale Frage: Wie gelangen Minderjährige an Schusswaffen?

Experten fordern verstärkte Kontrollen beim Waffenhandel und eine bessere Aufklärung in Familien. Der illegale Waffenbesitz unter Jugendlichen gilt als wachsendes Problem in ländlichen Regionen.

Sozialarbeiter betonen die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen, die junge Menschen über die Konsequenzen von Gewalt aufklären.

Gesellschaftliche Reaktionen und Präventionsansätze

Gemeinden und Eltern sind aufgerufen, das Verhalten junger Menschen aufmerksamer zu beobachten. „Ein impulsiver Akt im Affekt kann lebenslange Folgen haben“, warnt ein Beamter.

Lokale Behörden planen verstärkte Jugendarbeit und Konfliktlösungsprogramme an Schulen. Der Vorfall zeigt die Dringlichkeit solcher Maßnahmen.

Diese tragische Attacke verdeutlicht die Konsequenzen, wenn Konflikte eskalieren und Jugendliche Zugang zu Waffen haben.

Opfer auf dem Weg der Genesung

Für die Familie beginnt ein langer Weg der körperlichen und seelischen Genesung. Die psychologische Betreuung der Familie, insbesondere des kleinen Kindes, steht im Vordergrund.

Nachbarn und Bekannte haben eine Spendenaktion für die medizinischen Kosten der Familie gestartet. Die Gemeinschaft zeigt sich solidarisch mit den Opfern.

Die Polizei betont, dass solche Gewalttaten keine Toleranz erfahren. Die schnellen Festnahmen sollen auch als Signal für andere dienen.

Rechtliche Konsequenzen und weiteres Vorgehen

Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Anklageerhebung gegen alle fünf Verdächtigen. Aufgrund des Alters der Täter wird das Verfahren vor einem Jugendgericht verhandelt.

Rechtlich drohen den Tätern empfindliche Strafen, auch wenn das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt. Die Verwendung einer Schusswaffe bei der Tat gilt als erschwerender Umstand.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auch auf die Herkunft der Waffe und mögliche Mittäter oder Mitwisser.

🗣 Wenn Kinder zu Opfern werden – Gesellschaft muss handeln

Ein Zuruf, ein verletztes Ego – und plötzlich eskaliert die Situation.
Was sagt es über eine Gesellschaft, wenn Minderjährige Zugang zu Waffen haben und Wut schneller ist als Verstand?

Sind es Versäumnisse der Eltern, der Schulen, der Behörden – oder ein Zusammenspiel aus allem?
Wer trägt Verantwortung, bevor aus Aggression endgültige Tragödien werden?

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Quelle: The Thaiger

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