Thailand bibbert: 3 Grad und Frost

❄️🍁 Thailand friert – zumindest in den Bergen. Auf einem bekannten Naturplateau taucht erneut seltener Raureif auf, sogar auf tiefroten Blättern. Die Bilder gehen viral und erinnern an fernöstliche Winterwelten. Erlebt Thailand gerade sein eigenes „Japan-Moment“?

Thailand bibbert: 3 Grad und Frost
Naret Sriburin, Phu Luang Wildlife Sanctuary, Loei
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LOEI, THAILAND – Selten kalte Temperaturen haben in den Bergen der Provinz Loei eindrucksvolle Winterlandschaften mit Reif und dichtem Nebel entstehen lassen.

Reif bei nur 3 Grad im Phu-Luang-Schutzgebiet

Im Phu Luang Wildlife Sanctuary wurden am Morgen des 10. Januar 2026 lediglich 3 Grad Celsius gemessen. Bereits den zweiten Tag in Folge bildete sich dort der in der Region als „mae khaning“ bekannte Reif.

Nach Angaben von Schutzgebietsmitarbeitern waren die Kälte und die Feuchtigkeit vor allem rund um die Forest Protection Unit Khok Nok Kraba deutlich spürbar. Dort sorgte die Kombination aus niedrigen Temperaturen und passender Luftfeuchtigkeit für weit verbreiteten Reif auf Gräsern und Pflanzen.

Eiskristalle auf den tiefroten Blättern

Besonderes Aufsehen erregten die feinen Eiskristalle auf den tiefroten Blättern des lokalen Baums „kuam daeng“, dessen Laub in der kühlen Jahreszeit die Farbe wechselt und daher oft mit einem „thailändischen Ahorn“ verglichen wird. Fotos des Reifs auf den roten Blättern verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken.

Mehrere Besucher und Fotografen beschrieben die Szenerie als Landschaft, die an Herbst-Winter-Bilder aus Japan erinnere. „Es wirkt wie eine Mischung aus Herbstfarben und Winterfrost“, hieß es in Beiträgen, die zusammen mit den Aufnahmen geteilt wurden.

Thailand bibbert: 3 Grad und Frost

Warnhinweise für Ausflügler in die Höhe

Die Verantwortlichen mahnten angesichts der Kälte zu Vorsicht. Wer in den kommenden Tagen einen Besuch im Schutzgebiet plane, solle sich auf sehr niedrige Temperaturen vorbereiten.

Warme Winterkleidung wie dicke Jacken, Mützen, Handschuhe und Socken wird empfohlen

• Vor der Anreise sollten Fahrzeuge überprüft und die eigene Gesundheit eingeschätzt werden

• Auf dem Berg sei es deutlich kälter, zudem herrsche niedrigerer Luftdruck

Nach Angaben der Mitarbeiter können die Bedingungen im höher gelegenen Gelände für Ungeübte schnell anstrengend werden, insbesondere in den frühen Morgenstunden.

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Phu Ruea: Nebelmeer bei 7 Grad zieht Besucher an

Parallel dazu lief die Wintersaison im Phu Ruea Nationalpark in der Provinz Loei sichtbar auf Hochtouren. Am Gipfel wurden am Morgen des 10. Januar 7 Grad Celsius gemessen, was zahlreiche Besucher anlockte.

Am bekannten Aussichtspunkt herrschte reger Betrieb. Viele Touristen kamen bereits im Morgengrauen, um die kühle, klare Luft zu genießen. Einige berichteten scherzhaft, sie könnten „ihren Atem sehen“, während sie Fotos vor einem ausgedehnten Nebelmeer machten, das über den Berggipfeln lag.

Die Kombination aus wogendem Nebel, grünen Kiefernwäldern und saisonalen Blumenfeldern entwickelte sich rasch zum Motiv vieler Beiträge in sozialen Medien. Zahlreiche Besucher blieben, bis die ersten Sonnenstrahlen durch den dünnen Nebel brachen und bei kühlen Winden einen markanten Wintermoment schufen.

Vorbereitung auf kalte Nächte und volle Wochenenden

Das Parkpersonal des Phu Ruea Nationalparks riet Gästen dringend, die Bedingungen in der Höhe nicht zu unterschätzen. Für geplante Aufenthalte in den kommenden Tagen wurden mehrere Punkte hervorgehoben:

Dicke, warme Kleidung mitnehmen, etwa Jacke, Handschuhe, Socken und Wollmütze

• Vor der Abreise ausreichend Schlaf und Erholung einplanen, um Kreislaufbelastungen zu vermeiden

Unterkünfte oder Zeltplätze rechtzeitig reservieren, da insbesondere Wochenenden stark frequentiert sein können

Die anhaltend niedrigen Temperaturen im bergigen Norden von Loei gelten als wichtiger Faktor für den Inlands-Tourismus in der kühlen Jahreszeit. Die Behörden setzen dabei auf einen Ausgleich zwischen Naturerlebnis und Sicherheits- sowie Gesundheitsvorsorge für Besucher in den höher gelegenen Gebieten.

Rote Blätter, weiße Kristalle, Atemwolken am Morgen.
Ein Bild, das man eher aus Hokkaido kennt als aus dem Nordosten Thailands.

Ist das nur ein seltenes Naturschauspiel –
oder ein weiteres Zeichen dafür, wie extrem und unberechenbar Wetter auch hier wird?

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Quelle: The Nation

Ein Kommentar zu „Thailand bibbert: 3 Grad und Frost

  1. Bei uns waren es 9 Grad morgens um 7 Uhr. Ist schon kalt. Aber besser hier in Thailand als zur Zeit in Deutschland.

Kommentare sind geschlossen.

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