BANGKOK, THAILAND – Wegen der Eskalation zwischen Israel und Iran registrieren Thailands Behörden spürbare Flugausfälle und bereiten sich auf Andrang an der Immigration vor.
Viele Streichungen an fünf internationalen Airports
Das Ministerium für Tourismus und Sport teilte mit, dass zwischen 28. Februar und 3. März insgesamt 105 Abflüge und 61 Ankünfte an den Flughäfen Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Chiang Mai und Krabi gestrichen wurden.
Gestrandete Passagiere in den Terminals seien dabei nicht gemeldet worden, doch die Behörde verfolgt die Lage wegen möglicher Folgewirkungen für den Reiseverkehr eng.
Stempel-Chaos droht – Fokus auf Suvarnabhumi
Nach Angaben des Ministeriums wirken sich die Ausfälle vor allem auf die Abläufe rund um den Ausreisestempel aus, weil sich Abreisen verschieben oder kurzfristig neu organisiert werden.
Dadurch steige das Risiko von Staus an den Grenzkontrollen, besonders am größten Drehkreuz Suvarnabhumi, wo in Spitzenzeiten viele internationale Flüge gleichzeitig abgefertigt werden.
Immigration kündigt zehn Maßnahmen an
Pol Maj Gen Choengron Rimpadee, stellvertretender Kommissar mit Anbindung an das Immigration Bureau und dessen Sprecher, stellte ein Paket von zehn Maßnahmen vor, um die Situation an den Schaltern zu entspannen.
Ziel sei es, die Passagierströme zu ordnen, die Kontrolle aufrechtzuerhalten und zugleich zu verhindern, dass Verzögerungen durch Flugstreichungen in den Terminals zu unnötigem Gedränge führen.
Overstay ohne Strafe – wenn die Schließung schuld ist
Nach dem Immigration Act sollen ausländische Staatsangehörige von Overstay-Strafen ausgenommen werden, wenn sie ausschließlich wegen Luftraumsperrungen nicht rechtzeitig ausreisen konnten und nachweislich die Abreise beabsichtigen.
Wer noch ein gültiges Visum hat, aber vorübergehend bleiben muss, kann laut Choengron Verlängerungen von bis zu 30 Tagen pro Vorgang erhalten, sofern eine Bestätigung der jeweiligen Botschaft vorgelegt wird.
Wenn die Krise länger dauert – mögliche Kabinettsentscheidung
Sollte sich die Lage hinziehen und die Zahl der Overstays steigen, könne das Thema nach Angaben der Behörden an das Kabinett weitergereicht werden.
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Damit deutet die Immigration an, dass bei einer längeren Unterbrechung des Flugverkehrs zusätzliche politische Entscheidungen nötig werden könnten, um rechtliche und praktische Folgen abzufedern.
Digitale Einreisekarte und mehr Personal an den Schaltern
Die Fluggesellschaften seien aufgefordert worden, sicherzustellen, dass Passagiere die Daten zur Thailand Digital Arrival Card vor dem Check-in vollständig ausfüllen.
Gleichzeitig sollen die Immigrationsschalter in den Stoßzeiten vollständig besetzt sein, während zusätzliche Beamte an Terminaleingängen den Zustrom lenken und Engpässe früh abfangen.
Priorität für Kinder, Senioren und Familien
Vorgesehen sind Priority Lanes für besonders schutzbedürftige Reisende, darunter Kinder unter 120 Zentimetern, ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit Behinderungen.
Auch Familien, die gemeinsam mit thailändischen Staatsangehörigen unterwegs sind, sollen diese schnelleren Spuren nutzen können, um lange Wartezeiten zu vermeiden.
Extra-Zonen für annullierte Ausreisen und strengere Kontrollen
Um Staus zu verhindern, sollen eigene Bereiche Fälle abarbeiten, in denen wegen gestrichener Flüge bereits geplante Abreisestempel organisatorisch korrigiert werden müssen.
Parallel werde das Security Screening für Personen verschärft, die als potenzielles Risiko eingestuft werden, was die Behörden ausdrücklich mit der angespannten internationalen Sicherheitslage begründen.



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