Thailand meldet Tausende tote kambodschanische Soldaten bei Grenzgefechten

Thailand meldet Tausende tote kambodschanische Soldaten bei Grenzgefechten
Maj. Gen. Wanchana Sawatdee. / Thai Rath
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Zahl der Todesopfer umstritten
Kämpfe um Prasat Ta Khwai und Pumakhua dauern an

Nach Angaben der thailändischen Armee sind bei andauernden Grenzgefechten rund 2.500 kambodschanische Soldaten ums Leben gekommen. Wie Generalmajor Wanchana Sawatdee im Gespräch mit Naewna Online erklärte, stützt sich diese Schätzung auf Berichte aus vier unterschiedlichen Quellen. Die Angaben zur tatsächlichen Zahl der Todesopfer gehen jedoch weit auseinander und reichen von 700 bis 6.000. Zweifel an der Genauigkeit bleiben bestehen.

Die meisten Verluste sollen sich laut thailändischer Darstellung in rückwärtigen Unterstützungsdivisionen ereignet haben, insbesondere infolge von Luftangriffen. Direkt an der Front seien kambodschanische Truppen seltener betroffen gewesen. Die thailischen Streitkräfte hätten die Kontrolle über umstrittene Gebiete wiedererlangt, während sich die kambodschanischen Einheiten zurückgezogen hätten. Beide Seiten hatten zuvor ihre jeweils vereinbarten Grenzlinien überschritten.

Strategische Positionen im Fokus der Kämpfe

Die aktuellen Kämpfe konzentrieren sich auf zwei zentrale Regionen: Prasat Ta Khwai im Distrikt Panom Dongrak (Provinz Surin) und das Gebiet Pumakhua im Distrikt Kantharalak (Provinz Sisaket). Besonders umkämpft ist Hill 350, ein Geländepunkt bei Prasat Ta Khwai, der sich derzeit unter kambodschanischer Kontrolle befindet. Luftangriffe auf diese Position gelten als riskant, da mit möglichen Vergeltungsschlägen durch Langstreckenwaffen gerechnet wird.

Kambodschanische Truppen konzentrieren sich laut thailändischer Darstellung darauf, ihre Präsenz in beiden Gebieten zu verstärken und zuvor verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Uneinigkeit über genaue Opferzahlen

Zur Zahl der Todesopfer kursieren widersprüchliche Angaben. Während eine Quelle von mindestens 700 Toten spricht, liegt die Schätzung einer weiteren Quelle bei 1.000 bis 2.000. Eine dritte Quelle geht von 2.700 Opfern aus, während eine vierte von bis zu 6.000 getöteten Soldaten berichtet. Eine eindeutige Bestätigung liegt derzeit nicht vor.

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