Thailand knallhart: NBTC sperrt 8.892 „Mule-SIMs“ an Grenzen

Schon wieder ein Schlag gegen Betrugs-SIMs: In Thai­lands Grenzgebieten wird jetzt hart durchgegriffen. Wer steckt dahinter?

Thailand knallhart: NBTC sperrt 8.892 „Mule-SIMs“ an Grenzen
Thairath

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Telekom-Regulierungsbehörde NBTC (กสทช.) verschärft den Kampf gegen sogenannte „Pferde-SIMs“ („Sim Maa“), die häufig für Cyberkriminalität genutzt werden. Allein im März 2026 wurden landesweit 8.892 verdächtige Mobilfunknummern gesperrt, viele davon in Grenzregionen.

NBTC setzt Maßnahmen gegen „Sim Maa“ fort

Die NBTC treibt ihre Maßnahmen zur Prävention von Technologie- und Cyberkriminalität weiter voran und nimmt dabei insbesondere „Sim Maa“ ins Visier. Darunter werden Mobilfunknummern verstanden, die auffällig oder missbräuchlich genutzt werden.

Das teilte Triarat Viriyasirikul, stellvertretender Generalsekretär und kommissarischer Generalsekretär der NBTC, mit. Die Behörde betont, dass die Bekämpfung dieser Nummern weiterhin mit Nachdruck verfolgt wird.

Zusammenarbeit mit allen Mobilfunkanbietern

Laut NBTC erfolgt die Umsetzung in enger Kooperation mit allen lizenzierten Telekommunikationsunternehmen beziehungsweise Mobilfunkanbietern. Ziel ist es, Nummern mit Nutzungsverhalten zu identifizieren, das auf eine unrechtmäßige oder ungewöhnliche Verwendung hindeutet.

Die Anbieter sollen entsprechende Auffälligkeiten herausfiltern, damit verdächtige Nummern schneller aus dem Verkehr gezogen werden können. Die NBTC sieht darin einen zentralen Baustein zur Eindämmung digitaler Betrugs- und Kriminalitätsformen.

8.892 Nummern im März 2026 gesperrt

Im März 2026 ordnete die NBTC die Sperrung von insgesamt 8.892 Mobilfunknummern an, die in diese Kategorie fielen. Die Maßnahme betraf Nummern im gesamten Land.

Die Behörde macht damit deutlich, dass sie nicht nur punktuell, sondern fortlaufend gegen verdächtige SIM-Nutzung vorgeht. Die Sperrungen sind Teil eines länger angelegten Vorgehens gegen missbräuchliche Telekommunikationsinfrastruktur.

Schwerpunkt in Grenzprovinzen

Bei der Auswertung der Daten stellte die NBTC fest, dass die Nutzung von Nummern zur Begehung von Technologiekriminalität weiterhin vor allem in Grenzprovinzen konzentriert ist. Diese Regionen gelten damit als besonderer Schwerpunkt der aktuellen Lage.

Zusätzlich wurden 1.745 der gesperrten Nummern als „über verschiedene Provinzen verteilt“ ausgewiesen. Weitere Detailaufteilungen nach einzelnen Provinzen wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Über 234.721 Sperrungen seit November 2025

Seit dem 8. November 2025 bis zum 17. März 2026 wurden laut NBTC insgesamt mehr als 234.721 Nummern wegen auffälliger Nutzung gesperrt. Die Behörde verweist damit auf die Größenordnung des Problems und die Kontinuität der Maßnahmen.

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Die Zahlen sollen zugleich belegen, dass die Sperrungen nicht auf Einzelfälle beschränkt sind, sondern ein landesweites Muster adressieren. Die NBTC sieht darin einen Beitrag zur Reduzierung von Betrugs- und Cyberdelikten.

Wöchentliche Berichte und strengere Kontrollen

Die NBTC wies alle Mobilfunkanbieter an, verdächtiges Nutzungsverhalten noch intensiver zu prüfen. Künftig müssen die Unternehmen die Ergebnisse ihrer Kontrollen regelmäßig wöchentlich an die Behörde melden.

Diese Informationen sollen laut NBTC gemeinsam mit Sicherheitsbehörden genutzt werden, um weitere Ermittlungen zu unterstützen und Schutzmaßnahmen für Bevölkerung, Leben und Eigentum zu stärken. Über Fortschritte will die NBTC die Öffentlichkeit fortlaufend informieren.

Deine Meinung

Reichen Sperrungen und strengere Kontrollen aus, um Betrugsnetzwerke und Cyberkriminalität wirksam einzudämmen, oder braucht es zusätzliche Schritte wie schärfere Identitätsprüfungen beim SIM-Kauf? Schreib uns deine Einschätzung in die Kommentare.

Wie sollte Thailand deiner Meinung nach besonders gefährdete Grenzregionen besser schützen, ohne normale Nutzer unnötig einzuschränken? Diskutiere mit der Community unten mit.

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Quelle: Thairath

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