BANGKOK, THAILAND – Das Verkehrsministerium treibt Pläne für neue Kreuzfahrt-Terminals an beiden Küsten voran und setzt dabei auf Public-Private-Partnerships (PPP). Ziel ist es, Engpässe in Häfen zu lösen und die Kapazität für große Schiffe zu erhöhen, während Royal Caribbean Group für dieses Jahr 120.000 Cruise-Besucher in Aussicht stellt.
Regierung setzt auf Kreuzfahrtboom als Wachstumsfeld
Die Regierung will Thailand als regionales Drehkreuz für Kreuzfahrten etablieren und sieht in dem Segment einen Hebel für tourismusgetriebenes Wachstum.
Das Transportministerium präsentierte dazu Vorschläge für neue Terminals sowohl am Golf von Thailand als auch an der Andamanenküste, um Anläufe großer Schiffe besser abwickeln zu können.
Gespräch mit Royal Caribbean und Hafenbehörde
In jüngsten Gesprächen lotete das Ministerium mit dem Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean Group (RCG) konkrete Ansätze für Terminal-Projekte und Betriebsstandards aus.
An der Videokonferenz nahmen nach offiziellen Angaben Panya Chupanich, stellvertretender Staatssekretär im Transportressort, Wendy Yamazaki als Asien-Verantwortliche für Government Relations bei RCG sowie Vertreter der Port Authority of Thailand teil.
PPP-Modell soll Tempo und Geld bringen
Die Terminal-Vorhaben sollen im PPP-Modell entwickelt werden, damit private Investoren Finanzierung und Umsetzung mittragen können.
Laut Panya Chupanich wird der Infrastruktur-Ausbau „beschleunigt“, weil der Markt für Kreuzfahrttourismus wächst und die staatlichen Kapazitäten allein nicht ausreichen, um Schritt zu halten.
Diese Orte stehen auf der Liste
Als Schlüsselstandorte nennt das Ministerium Koh Samui, Phuket und den oberen Golf von Thailand, um ein Netz über beide Küsten aufzubauen.
Für den oberen Golf laufen Machbarkeitsstudien, die einen geeigneten Standort zwischen Pattaya und Sattahip prüfen, um die Einbindung in internationale Routen zu verbessern.
Royal Caribbean plant 45 Anläufe und 120.000 Gäste
Die Gespräche unterstrichen laut Ministerium die Bedeutung des thailändischen Markts für RCG, das weltweit eine Flotte von 69 Schiffen betreibt.
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Für dieses Jahr kalkuliert das Unternehmen mit mehr als 45 Kreuzfahrtanläufen in Thailand und erwartet rund 120.000 internationale Besucher, die per Schiff ankommen.
Engpässe bei Großschiffen bleiben das Nadelöhr
Beide Seiten räumten ein, dass das schnelle Wachstum an Grenzen stößt, weil geeignete Hafenanlagen für große, „weltklassige“ Kreuzfahrtschiffe fehlen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen deshalb Lösungen für mehr Terminal-Kapazität sowie höhere operative Standards, damit Anläufe reibungsloser und planbarer werden.
Laem Chabang als Teil eines Investoren-Pakets
Um Investoren Orientierung zu geben, will das Ministerium Entwicklungspläne für den Hafen Laem Chabang und weitere Standorte mit hohem Potenzial zusammenstellen.
Zugleich sollen klare Projekt-Zeitpläne erarbeitet und mit Royal Caribbean sowie interessierten Geldgebern geteilt werden, damit Planung und Investitionsentscheidungen leichter fallen.



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