Thailand-Schock: Falscher Guru zockt Millionen ab

🚨 „Ajarn Ton“ soll mit einem angeblichen Meditations- und Karma-Programm über 50 Millionen Baht bewegt haben. Ermittler sprechen von Betrug und Geldwäsche – wie viele Opfer könnten noch betroffen sein?

Thailand-Schock: Falscher Guru zockt Millionen ab
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BANGKOK – Ein spiritueller Abzocker-Schock! Der selbsternannte Guru „Ajarn Ton“ soll gutgläubige Anhänger um Millionen betrogen haben. Sein perfides System: Er versprach Erleuchtung – und kassierte dafür ab! Jetzt wurde der 48-Jährige geschnappt!

Festnahme vor Luxus-Wohnung

Am 25. Februar schlugen die Ermittler des Central Investigation Bureau zu. Vor einem Luxus-Condominium in Bangkok schnappten sie den gesuchten Guru. Chawit (Nachname zurückgehalten) – genannt „Ajarn Ton“ – wurde per Haftbefehl des Strafgerichts gesucht. Die Vorwürfe wiegen schwer: öffentlicher Betrug, Geldwäsche, Verschwörung.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Anti-Geldwäsche-Behörde Amlo präsentierten die Ermittler stolz ihren Fang. Der falsche Prophet sitzt jetzt in U-Haft!

Perfides System in der Krise

Zwischen 2020 und 2022 schlug „Ajarn Ton“ zu. Seine Masche: Er nutzte die wirtschaftliche Not und die emotionale Verletzlichkeit der Menschen aus. Gemeinsam mit seiner Ehefrau lockte er Anhänger in ein angebliches Meditationsprogramm namens „Mind and Soul“. Die Botschaft: Ihr seid von karmischen Geistern verfolgt!

Nur wer „Lehrergebühren“ und „Karma-Reinigungsgebühren“ zahlte, konnte den Weg ins Nirwana beschleunigen. Ein perfides System, das Ängste schürte und abkassierte.

Multi-Level-Marketing für die Erleuchtung

Doch damit nicht genug! Der falsche Guru erfand ein cleveres Schneeballsystem. Wer neue Mitglieder warb, sammelte extra „Verdienste“. Je mehr Leute man anschleppte, desto besser das eigene Karma – und desto mehr Geld floss in die Taschen der Betrüger.

Ein spirituelles Multi-Level-Marketing, das seinesgleichen sucht. Die Anhänger zahlten nicht nur für sich selbst, sondern machten auch noch Werbung für den Abzocker!

50 Millionen – das gigantische Ausmaß

Die Behörden haben bisher 14 Opfer identifiziert. Allein deren Überweisungen summieren sich auf über 15 Millionen Baht (ca. 375.000 Euro).

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Durch die Konten des angeblichen Gurus flossen insgesamt mehr als 50 Millionen Baht (ca. 1,25 Millionen Euro)! Wo das ganze Geld geblieben ist? Das versuchen jetzt die Ermittler von Amlo herauszufinden. Geldwäsche-Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die Opfer – verzweifelt und verletzlich

Die meisten Opfer suchten in schweren Zeiten Halt. Die Wirtschaft kriselte, viele hatten Existenzängste. Da kam der versprochene spirituelle Beistand gerade recht. Doch statt Trost und Erleuchtung gab’s leere Versprechungen und hohe Rechnungen. Die Enttäuschung ist riesig.

„Ich habe alles gegeben für mein Karma – und wurde nur betrogen“, klagt ein Opfer. Die Polizei rechnet mit noch mehr Geschädigten.

So flog der Guru auf

Die Ermittler des Central Investigation Bureau bekamen Wind von den dubiosen Machenschaften. Akribisch sammelten sie Beweise, verfolgten Geldströme. Schließlich war der Fall klar: öffentlicher Betrug, Geldwäsche, kriminelle Vereinigung. Das Strafgericht erließ Haftbefehl.

Am 25. Februar dann der Zugriff. Der falsche Guru hatte keine Chance mehr zu fliehen. Die Handschellen klickten – vor seiner eigenen Haustür.

Was jetzt mit ihm passiert

„Ajarn Ton“ sitzt in Untersuchungshaft. Ihm drohen lange Jahre hinter Gittern. Die Anklage ist schwer: Betrug, Geldwäsche, Verschwörung. Seine Frau, die ebenfalls in das System verwickelt sein soll, wird von den Ermittlern noch intensiv verhört. Weitere Festnahmen sind nicht ausgeschlossen.

Die Anti-Geldwäsche-Behörde durchforstet Konten und Vermögenswerte. Ziel: Den Opfern zumindest einen Teil ihres Geldes zurückgeben.

Warnung an alle Suchenden

Der Fall „Ajarn Ton“ ist eine Warnung an alle, die spirituelle Erleuchtung suchen. Wer Geld für Erleuchtung verlangt, ist meist kein echter Lehrer.

Die Behörden raten: Prüft genau, wer vor euch steht. Echte Spiritualität kostet kein Vermögen. Und wer mit Angst und Druck arbeitet, hat meist schlechte Absichten. Thailand hat einen falschen Guru weniger – aber die Suche nach wahren Werten geht weiter.

Glaubst du an solche Versprechen?

„Karma reinigen“, „schneller ins Nirvana“, gegen Gebühr mehr Verdienste sammeln – und am Ende sollen Millionen geflossen sein.

Sind solche Systeme reine Abzocke? Oder nutzen sie gezielt Menschen in Krisenzeiten aus? Sollte der Staat härter gegen spirituelle Geschäftsmodelle vorgehen? Wie siehst du das? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: Bangkok Post

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