BANGKOK, THAILAND – Ein Staatsbediensteter ist in Thailand wegen Besitzes und Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, nachdem Ermittler auf Datenträgern mehr als 250.000 Dateien sicherstellten. Das Gericht setzte die Haftstrafe auf Bewährung aus. Die Department of Special Investigation (DSI) koordiniert die weitere Fahndung mit internationalen Partnern.
Urteil vom 10. März – Bewährung statt Haftantritt
Das Criminal Court in Bangkok sprach am 10. März ein Urteil gegen den Angeklagten, der als Polizeikorporal unter der Royal Thai Police diente.
Neben vier Jahren Freiheitsstrafe verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 120.000 Baht und setzte die Strafe bei dreijähriger Bewährung aus.
Geständnis, Entschädigung und Bewährungsauflagen
Der Angeklagte bekannte sich schuldig und zahlte laut Gericht Entschädigungen an vier Opfer in Höhe von jeweils 25.000 Baht.
Das Gericht ordnete zusätzlich ein Jahr Bewährungsaufsicht, regelmäßige Meldungen bei Bewährungshelfern sowie 24 Stunden gemeinnützige Arbeit an. Die Opfer hatten dem Urteil nicht widersprochen.
Razzia am 3. Dezember 2024 – Sicherstellung digitaler Datenträger
Ausgelöst wurde der Fall durch eine Operation am 3. Dezember 2024, als die DSI gemeinsam mit dem Central Institute of Forensic Science einen Zugriff durchführte.
Bei der Durchsuchung stellten Beamte einen Laptop, Mobiltelefone und weitere elektronische Geräte sicher, auf denen große Mengen an Bild- und Videodateien gefunden wurden.
Mehr als 258.000 Dateien – tausende Opfer betroffen
Die Ermittler sprechen von Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder, die tausende thailändische und ausländische Opfer betreffen sollen.
Auf den Geräten wurden zusätzlich mehr als 258.000 weitere pornografische Dateien gefunden, was den Umfang der Datensammlung unterstreicht.
Operation Blackwrist – internationale Kooperation seit 2017
Die sichergestellten Dateien wurden nach Behördenangaben mit Operation Blackwrist in Verbindung gebracht, einer seit 2017 laufenden internationalen Kooperation zur Zerschlagung von Online-Netzwerken.
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Beteiligt sind laut DSI unter anderem FBI, Australian Federal Police (AFP), Homeland Security Investigations (HSI), INTERPOL, Neuseelands Department of Internal Affairs (DIA) sowie Polizeibehörden in EU-Staaten.
Justizministerium betont Schutz der Opfer
Pol Lt Gen Rutthapol Naowarat, Thailands Justizminister, erklärte, die Regierung messe der Bekämpfung von technologiebasierten Delikten gegen Kinder höchste Bedeutung bei.
Er wies Behörden an, Opfern in diesem Fall Schutz, Rehabilitation und Betreuung im Rahmen des Justizprozesses zu sichern und Wiederholungen zu verhindern.
Ermittlungen gehen weiter – Opferidentifizierung im Ausland
Die DSI kündigte an, als nächsten Schritt die Identifizierung von Opfern im Ausland zu koordinieren, damit betroffene Kinder Unterstützung erhalten können.
Zum Urteilstermin verfolgten ausländische Behördenvertreter die Verhandlung, da der Fall als Ergebnis enger internationaler Zusammenarbeit gilt.



Da fällt einem nicht mehr viel dazu ein. Abschreckung schaut wohl anders aus. 😯