BANGKOK, THAILAND – Die thailändischen Behörden haben zwischen 1. Oktober 2025 und 28. Februar 2026 insgesamt 437.473 illegale URLs sperren lassen. Online-Glücksspiel war dabei mit Abstand der größte Block – flankiert von Sperren gegen Betrug, Pornografie und weitere verbotene Online-Angebote.
Bilanz der Sperrwelle in fünf Monaten
Nach Angaben von Lalida Persvivatana, stellvertretende Regierungssprecherin, setzte das Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft die Maßnahmen im genannten Zeitraum durch und ließ 437.473 Links entfernen.
Allein im Februar blockierten die Behörden 132.842 Links auf Social-Media-Plattformen und Websites.
Online-Glücksspiel als Hauptziel
Den Löwenanteil machten Inhalte zum Online-Glücksspiel aus, bei denen 362.482 URLs gesperrt wurden.
Damit konzentriert sich die Aktion vor allem auf einen Bereich, der in Thailand offiziell verboten ist und seit Jahren über internationale Domains und schnell wechselnde Link-Strukturen beworben wird.
Auch Vapes, Alkohol und Cannabis im Visier
Neben Glücksspiel nannten die Behörden Inhalte zu E-Zigaretten, Alkoholwerbung und Cannabis-Verkauf als weitere Kategorien der Sperrungen.
Ebenfalls betroffen waren Links zu Schusswaffen sowie zu Angeboten rund um Prostitution.
Kampf gegen Scams, Hass und Pornografie
Zusätzlich sperrte das Ministerium Websites und Inhalte, die mit Betrug und anderen Online-Abzockmaschen in Verbindung gebracht wurden.
Außerdem wurden Seiten mit Falschinformationen, Hassrede und pornografischem Material blockiert.
KI-Systeme sollen schneller finden, Gerichte sollen sauber sperren
Das Ministerium setzt nach eigenen Angaben künstliche Intelligenz ein, um illegale Online-Aktivitäten zu erkennen und zu analysieren, bevor die Hinweise an Durchsetzungsplattformen weitergeleitet werden.
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Diese Plattformen unterstützen gerichtlich angeordnete Website-Sperren, also formale Suspensionen, die anschließend technisch umgesetzt werden.
Druck auf Provider und Kontrolle der Wirksamkeit
Weitere Werkzeuge sollen es den Behörden ermöglichen, Sperranordnungen zügig an Internet Service Provider zu übermitteln.
Zugleich werde überprüft, ob gesperrte Websites tatsächlich dauerhaft nicht erreichbar bleiben, um illegale digitale Aktivitäten und Online-Kriminalität einzudämmen.
Deine Meinung
Die große Frage ist, ob massenhafte URL-Sperren mit KI den Markt für Glücksspiel und Scams wirklich austrocknen oder nur dafür sorgen, dass Anbieter noch schneller auf neue Domains ausweichen.
Welche Erfahrungen gibt es in der Community mit gesperrten Seiten, falschen Treffern oder spürbar weniger Betrugsversuchen – und wo sollte Thailand aus eurer Sicht die Grenze der Netz-Kontrolle ziehen?



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