NAKHON RATCHASIMA, THAILAND – Die Provinz Nakhon Ratchasima verzeichnete landesweit die meisten Fälle der gefährlichen Krankheit „Kehlkopf- bzw. Schweine-Meningitis“, im Volksmund als „Taubheitsfieber“ bekannt.
Höchste Fallzahl im ganzen Land
Nach Angaben des Provinzamts für öffentliche Gesundheit Nakhon Ratchasima wurden zwischen dem 1. Januar und 30. Dezember 2025 insgesamt 93 Erkrankungen registriert. 13 Menschen starben in diesem Zeitraum an den Folgen.
Die Daten stammen aus der Abteilung für die Kontrolle übertragbarer Krankheiten der Provinzbehörde. Nakhon Ratchasima, auch als Korat bekannt, liegt im Nordosten des Landes und gilt als wichtiger landwirtschaftlicher Standort mit intensiver Schweinehaltung.
Gesundheitsbehörde warnt zu Neujahr
Der Provinz-Gesundheitsdirektor Nop. Wichan Khidhen veröffentlichte auf der offiziellen Facebook-Seite des Gesundheitsamts Nakhon Ratchasima eine eindringliche Warnung. Anlass sind die traditionellen Neujahrsfeiern, bei denen häufig Schweinefleischgerichte serviert werden.
Er betonte, dass Feiern zum Jahreswechsel ein besonderes Risiko bergen, wenn Schweinefleisch nicht vollständig durchgegart wird. „Zu den Neujahrsfeiern gilt: Schweinefleisch muss vollständig gar sein, sonst droht die Krankheit“, hieß es in dem Post.
Krankheit durch rohes Schweinefleisch übertragbar
Die Krankheit, im Thailändischen als „Fieber mit Hörverlust“ (ไข้หูดับ) bezeichnet, wird nach Angaben der Behörde vor allem durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Schweinefleisch, Blut oder Innereien übertragen. Die Erkrankung gilt als vermeidbar, wenn grundlegende Hygieneregeln beachtet werden.
Die Gesundheitsbehörde stellte klar, dass das Risiko insbesondere dort erhöht ist, wo traditionelle Rohfleischgerichte und halbgar zubereitete Schweineprodukte verbreitet sind.
Fünf zentrale Schutzmaßnahmen
Um weitere Infektionen zu verhindern, empfiehlt das Gesundheitsamt Nakhon Ratchasima folgende Maßnahmen:
• Kein Verzehr von rohem oder halb gegartem Schweinefleisch, Blut oder Innereien
• Strikte Trennung von Küchenutensilien wie Schneidebrettern und Messern für rohes Schweinefleisch und für Gemüse oder andere verzehrfertige Lebensmittel
• Einkauf von Schweinefleisch nur in zertifizierten oder klar erkennbar hygienischen Geschäften
• Beim beliebten „Moo Kra Ta“ (Tischgrill) getrennte Essstäbchen verwenden – eines zum Auflegen von rohem Fleisch auf den Grill und ein anderes zum Essen der bereits gegarten Speisen
• Personen, die beruflich mit Schweinen oder Schweinefleisch arbeiten, sollen sich unmittelbar nach der Tätigkeit gründlich waschen und duschen, um mögliche Erreger von der Haut zu entfernen
Behörden setzen auf Aufklärung
Die Provinzverwaltung setzt in der aktuellen Situation vor allem auf Aufklärungskampagnen über soziale Medien und lokale Netzwerke. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren von rohem Schweinefleisch zu schärfen, ohne unnötige Panik auszulösen.
Die Verantwortlichen betonten, dass konsequent durchgegartes Fleisch und einfache Hygieneregeln das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren können.
🗣 Unterschätzte Gefahr vom Bauernhof?
Taubheitsfieber gilt als selten – doch die Zahlen aus Korat erzählen eine andere Geschichte.
Wenn eine landwirtschaftlich geprägte Region landesweit die meisten Fälle meldet, rückt der Zusammenhang zwischen Tierhaltung, Hygiene und öffentlicher Gesundheit in den Fokus.
Reichen Aufklärung und Vorsorge aus?
Oder wird diese Krankheit noch immer zu lange unterschätzt?
Was meint ihr: regionales Problem – oder nationales Warnsignal?



