Thailand weist Urlauber ab: Strenge Geldkontrollen

Einreisestopp statt Strandurlaub: Touristen berichten von Abweisungen an Thailands Flughäfen. Die Finanzprüfung sorgt für Unsicherheit. Könnte Ihr Urlaub plötzlich platzen?

Visum frei? Nicht mehr selbstverständlich
Phuket Airport Immigration

BANGKOK, THAILAND – In Thailand werden derzeit mehr Urlauber an der Grenze abgewiesen. Betroffen sind vor allem die Flughäfen Don Mueang, Chiang Mai und Phuket. Der Grund ist fehlendes Geld für den Aufenthalt. Die Beamten prüfen die Finanzen nun wieder strenger. Das sorgt für Unruhe unter Reisenden.

Alte Regeln werden strenger

Das Gesetz ist eigentlich gar nicht neu. Es stammt bereits aus dem Jahr 1979. Bisher haben die Beamten aber selten genau hingeschaut. Das hat sich nun an den großen Flughäfen geändert. Die Kontrolleure nutzen jetzt ihren Spielraum bei der Einreise wieder voll aus.

Touristen müssen beweisen können, dass sie genug Geld haben. Pro Person sind das 20.000 Baht. Für eine ganze Familie sind das 40.000 Baht. Wer das Geld nicht vorzeigen kann, riskiert Probleme. Das gilt besonders bei der Landung an den Drehkreuzen des Landes.

Fokus auf Don Mueang und Chiang Mai

Berichte über Abweisungen kommen verstärkt vom Flughafen Don Mueang. Dort wurden Urlauber intensiv befragt und zeitweise festgehalten. Am Ende durften sie trotz gültiger Papiere nicht ins Land. Das sorgt für eine große Unsicherheit bei vielen Urlaubern und Langzeitgästen.

Auch aus Chiang Mai gibt es ähnliche Meldungen von Reisenden. Die Beamten nutzen dort konsequent ihr Recht, die Zahlungsfähigkeit zu prüfen. Wer keine Nachweise erbringen kann, wird direkt wieder weggeschickt. Die Ungewissheit über die Kontrollen belastet die Stimmung vor Ort.

Vorfälle am Flughafen Phuket

Ein Russe berichtete von seinen Erlebnissen in Phuket. Er sollte ein Dokument unterschreiben und war sehr verunsichert. Er wusste nicht, ob ihm eine dauerhafte Sperre droht. Das Formular war jedoch nur eine normale Ablehnung. Es ging dabei nur um diesen einen speziellen Versuch.

Wer abgewiesen wird, bekommt keinen Stempel für immer. Die Einreise ist später wieder möglich. Man muss dann nur genug Geld oder Dokumente dabei haben. Der Urlauber konnte beruhigt werden. Trotzdem zeigt dieser Fall, wie groß die Angst vor den Behörden derzeit ist.

Keine Angst vor der schwarzen Liste

Viele Ausländer glauben, dass sie nie wieder kommen dürfen. Das ist aber ein Irrtum. Eine Abweisung an der Grenze ist kein Einreiseverbot. Es ist eine Entscheidung für den Moment. Die Beamten sperren niemanden dauerhaft, nur weil das Bargeld im Portemonnaie gerade fehlt.

Leider erklären die Beamten das oft nicht gut genug. Die Urlauber fühlen sich am Flughafen allein gelassen. Ohne klare Worte entstehen schnell falsche Gerüchte. Eine schwarze Liste gibt es nur bei schweren Verstößen. Das fehlende Geld gehört normalerweise nicht zu diesen Gründen.

Sorgen in der Gemeinschaft

Die Menschen vor Ort sind trotzdem sehr besorgt. Es fehlen klare Informationen von den Behörden. Niemand weiß genau, wie er sein Geld nachweisen soll. Reicht ein Blick auf das Handy oder muss es Bargeld sein? Diese Ungewissheit verunsichert auch Leute, die dort leben.

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Zudem haben viele Angst vor den Formularen. Sie befürchten langfristige Folgen für ihr Visum. Wenn die Regeln nicht für alle gleich gelten, sinkt das Vertrauen. Wer sich an die Gesetze halten will, braucht Sicherheit. Momentan fühlen sich viele Gäste aber eher abgeschreckt.

Vorbereitung ist jetzt wichtig

Thailand hat natürlich das Recht auf Grenzkontrollen. Das macht jeder Staat auf der Welt so. Für ein Urlaubsland ist aber Verlässlichkeit wichtig. Die Gäste müssen wissen, was sie erwartet. Nur so kommen sie gerne wieder. Momentan wirkt das Handeln der Beamten oft sehr streng.

Reisende sollten ab sofort besser vorbereitet sein. Es ist ratsam, Nachweise über Finanzen griffbereit zu haben. Auch wenn man früher nie gefragt wurde, ist Vorsicht besser. Wer seine Unterlagen dabei hat, vermeidet Stress. Die Beamten schauen heute einfach genauer hin als früher.

Wie denken Sie über die Kontrollen?

Die neuen Kontrollen an Thailands Flughäfen wie Don Mueang oder Phuket sorgen für viel Gesprächsstoff. Viele Urlauber fühlen sich durch die strengen Beamten verunsichert. Wie bereiten Sie sich auf Ihre nächste Reise vor? Halten Sie die Pflicht zum Geldnachweis für sinnvoll?

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Quelle: Pattaya Mail

33 Kommentare zu „Thailand weist Urlauber ab: Strenge Geldkontrollen

    1. Auch wenn man es mehrfach wiederholt, kann man Thailand nicht in der Pfeife rauchen, sondern nur ein paar Touristen, die Gesetze eines Landes nicht akzeptieren. Die können gerne im TriTraTrullallaland Urlaub machen. Und alle, die Thailand wertschätzen, haben dann mehr Platz, um dieses freundliche, tolle Land zu genießen!

  1. Wer keine umgerechnet 600 € hat, sollte besser zuhause bleiben.
    Aber ja, etwas Klarheit im Vorfeld und Geldautomaten vor der Immigration würden helfen.

  2. Unerhört! Thailand verlangt einen Pass,ein Visum und auch den Nachweis von Geldmitteln, einen Adressnachweis und manchmal ein Rueckticket.

    In meinem Heimatland wird nicht unbedingt darauf bestanden und wer nichts hat,dem wird gegeben.

  3. Ist mir eigentlich egal, ich habe bei Einreise für mich um €900,- dabei, welche ich auch in der Regel wieder mitnehme. Wobei ich sagen muss, ich wurde bisher weder nach Rückflugticket oder Bargeld gefragt. Vielleicht sehe ich vertrauenswürdig genug aus.
    Ich zahle dann die THB 20 Gebühr, um am Suvarnabhumi Airport THB 20.000 für alle Fälle am KBank ATM abzuheben. Aber auch nur, weil die Gebühr pro Abhebung anfällt, sonst würde auch weniger Geld genügen. Ansonsten ist PromptPay die Wahl. Früher gab es erstaunte Gesichter: “ Farang scannt?“, doch mittlerweile haben sie auch im Wat sich daran gewöhnt.

  4. Herrn Oskar Kusch nur zur öffentlichen Antwort.

    Sie mögen es bestimmt nicht so sehen wollen, dabei wünsche ich Ihnen auch weiter Glück bei Ihrer eigenen Realitätswahrnehmung zur Meinungsbildung.

    Auch wenn wir nicht ständig in Thailand leben, haben wir doch einige Kontakte zu Expats, die im Land des Lächelns mit thailändischen Partnerinnen leben. Ab und an ist es trotz allem für einige immer noch notwendig alle paar Jahre mal Deutschland einen Besuch abzustatten. Die Gründe sind vielfältig und meistens persönlich. So persönlich das es hier nicht ausdiskutiert werden sollte.
    Wenn wir dann erfahren müssen, welche Hürden für Deutsche bestehen, die Ihre thailändische Partnerin zu einem Besuch mit in die alte Heimat nehmen wollen, wie gesagt zu Besuch, für eine überschaubare Zeit ohne das Deutschland in irgendeiner Weise dafür aufkommen müsste. Andere Personen kommen mit System um sich einzig und allein in das Sozialsystem zu „integrieren“. Hürden oder vergleichbare Aufwendungen haben diese Personen nicht, es braucht nicht mal einen Pass.
    Jeder der mit offenen Augen durchs Leben geht sollte inzwischen den Unterschied zwischen Demokratie und „unserer Demokratie“ erkannt haben und das Recht haben sich selbst eine Meinung zu bilden.

    Herrn Andreas Finke kann ich nur sagen, ich finde es traurig und bedaure das Sie und Ihre Partnerin derartiges durchmachen mussten, ich hoffe und wünsche Ihnen von ganzen Herzen, das dies Ihre Beziehung nicht belastet hat.

  5. Dem Herrn Reinhard nur als öffentliche Antwort:
    Es läge mir fern, sehr fern sogar alles und jedes aus unserem Herkunftsland für richtig und gut zu halten. Den Hindernisparcours mit Freundin oder auch zur Heirat habe ich im Lauf von fast 30 Jahren auch schon x-mal durchgemacht. Ob ich das für richtig halte? Ganz bestimmt nicht. Fühlte ich mich sogar diskriminiert? Ganz bestimmt! Unter Generalverdacht gestellt, nur weil ein paar Kriminelle das System unterlaufen hatten.
    Nur nochmal, das hat mit Flüchtlingen, insbesondere dem Treck quer durch SO-Europa von 2015 rein gar nichts zu tun. Klar, dass bei rund 1,5 Millionen Flüchtlingen nicht nur irgendwelche Akademiker darunter waren, die in Deutschland dann die Straßen kehren dürfen ist auch klar. Da war und ist auch ein gewisser Anteil an Abschaum dabei. Nicht anders als in Deutschland selbst halt auch. Das ewige Narrativ „um sich einzig und allein in das Sozialsystem zu „integrieren“ ist in seiner pauschalierten Form allerdings nur noch Nonsens und reine Propaganda. Von den heute noch in Deutschland lebenden 2015 Flüchtlingen (männlich) liegt beispielsweise die Quote bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen bei über 70%. Zumindest denen bin ich persönlich schon mal dankbar, dass sie derzeit meine Rente mitfinanzieren. Ich könnte jetzt ellenlang weiterschreiben, aber ich will ja keinen von meiner Meinung überzeugen. Nur vielleicht noch die Anmerkung, das komischerweise keiner mal die Frage stellt wer eigentlich diese seinerzeitige Flüchtlingswelle ausgelöst und verursacht hat. Da sind ja nicht urplötzlich und zeitgleich ein paar Millionen auf die Idee gekommen sich zusammen und zu Fuß auf einen Todesmarsch quer durch halb Europa zu machen. Und noch eine Frage die niemand beantworten will. Welche anderen Lösungen hätten sich denn seinerzeit noch angeboten? Grenzen verbarrikadieren oder die Menschen doch nur gleich weiterleiten in die Nordsee? Frage ja nur mal.
    Aber für Leute die einfache Antworten auf komplexe Fragen mögen, hilft das natürlich nicht weiter. Das verstehe ich schon ganz gut. Aber das ist auf der anderen Seite auch das Schöne an einer freiheitlichen Demokratie. Jeder kann seine Ansichten und Meinungen frei äußern. Dass ein Pauschalist mit dieser Demokratie dann allerdings gleich so seine Probleme haben kann ist nachvollziehbar. Will ich mal hoffen, dass das auch so bleibt.

  6. Hatten wir alles doch schon mal, die 500€ vorweisen bei der Einreise, selbst erlebt, Frankfurt Wartebereich, ein alter Bekannter, immer knapp bei Kasse: Kann mir jemand kurzfristig 500€ leihen bis nach der Passkontrolle in Bangkok? Na klar, machen wir doch. Schon im Taxi nach Pattaya wurde das Geld zurückgegeben, der Kumpel bekam zwei Tage später seine regelmäßige Lohnzahlung auf sein Konto überwiesen, 500€ hätte er nicht vorher abheben können, da Kontostand völlig am Limit. Trotz allem haben diese Spaßvögel ihr Leben voll genossen, dreimal im Jahr nach Pattaya, nie arbeitslos, immer Steuern und Abgaben gezahlt, heute zufriedene Rentner und Dauerurlauber unter Palmen. Ich will damit sagen, das Vorweisen eines lächerlichen Barvermögens besagt gar nichts, nur der augenblickliche Kontostand der zur Verfügung stehenden Geldmittel ergibt 100%ige Klarheit.

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