BANGKOK – Die Fantasie könnte Wirklichkeit werden. Thailands Regierung geht offiziell in die Offensive, um das erste Disneyland in Südostasien ins Land zu holen. Die Botschaft in Washington hat die Kampagne bereits gestartet.
Botschaft setzt diplomatisches Signal
Verkehrsminister und EEC-Chef Phiphat Ratchakitprakarn bestätigte die sensationellen Pläne. Ein Post der thailändischen Botschaft in Washington positioniert Thailand als „wichtige Option“ für Disney.
„Das zeigt, dass das ‚Disneyland Thailand‘-Konzept über Marketing-Gespräche hinausgewachsen ist“, so Phiphat. Es handele sich nun um echte Wirtschaftsdiplomatie. Die internationale Botschaft ist damit beauftragt, das Projekt auf höchster Ebene voranzutreiben.
Mehr als nur ein Freizeitpark
Das geplante Projekt soll kein klassischer Themenpark werden. Stattdessen entsteht eine gigantische „Entertainment & Lifestyle Hub“. Geplant sind ein Themenpark plus Konzerthalle plus ein Stadion mit über 80.000 Plätzen. Damit sollen ganzjährig Weltklasse-Events locken.
„Ziel ist es, nicht nur Besucher für Fahrgeschäfte anzuziehen, sondern große Events zu holen“, erklärte der Minister. Konzerte globaler Stars und Sport-Wettkämpfe sollen Wiederholungsbesuche generieren.
Warum Thailand die besten Karten hat
Phiphat verwies auf die einzigartigen Stärken Thailands. Die marktbereite Infrastruktur im Eastern Economic Corridor (EEC) sei der Schlüssel. Flughäfen, Hochgeschwindigkeitszüge, Häfen und Straßen könnten sofort große Besuchermengen bewältigen. Ein klarer Wettbewerbsvorteil.
„Dies entspricht den modernen Tourismustrends, die Sport, Musik und Unterhaltung als Wirtschaftsmotoren nutzen“, argumentierte der Vizepremier.
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Klare Abgrenzung zu zwielichtigen Geschäften
Der Minister ging auch auf mögliche Bedenken ein. Er betonte nachdrücklich, dass das Projekt keine zwielichtigen Elemente und kein Casino beinhalten werde.
Es handele sich um genuine Tourismus- und Event-Infrastruktur. Thailand wolle sich als regionales Drehkreuz für Musik- und Sporttourismus neu erfinden. Die Sorgen vor unerwünschten Begleiterscheinungen wurden damit direkt angesprochen und ausgeräumt.
Wirtschaftsmotor für das ganze Land
Die prognostizierten Zahlen sind atemberaubend. Das Projekt könnte über 100.000 Jobs schaffen und rund 10 Millionen Touristen zusätzlich pro Jahr anziehen.
Das geschätzte Umsatzvolumen liegt bei mehr als 150 Milliarden Baht (ca. 3,75 Milliarden Euro). Das Bruttoinlandsprodukt könnte um etwa 1% pro Jahr wachsen. Der EEC würde sich so von einer Industriezone zu einem globalen Unterhaltungs-Landmark in Asien entwickeln.
Der Countdown läuft
Mit der Unterstützung der Botschaft ist der Bewerbungsprozess jetzt auf internationalem Parkett angekommen. Thailand sendet das Signal: Wir sind bereit für den Deal des Jahrhunderts.
Sollte es gelingen, wäre dies nicht nur ein Freizeitpark, sondern eine wirtschaftliche und imagebildende Jahrhundertchance für das Königreich. Die Welt darf gespannt sein, ob der Mickey Mouse-Zauber bald nach Thailand kommt.
🎢 Mega-Chance oder Größenwahn?
Ein möglicher Disney-Park könnte Millionen Besucher anziehen, zehntausende Jobs schaffen und die Wirtschaft ankurbeln. Doch Großprojekte bergen immer auch Risiken.
Wäre ein solcher Freizeitgigant ein Gamechanger für den Tourismus – oder ein teures Prestigeprojekt?
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