Thailand wird Asiens E-Auto-Hub

Thailand wird Asiens E-Auto-Hub
Illustration via OpenAI (2025).

Thailand wird Asiens E-Auto-Hub

Die Sonne brennt auf die Schnellstraße zwischen Bangkok und Pattaya, während an der Raststätte ein deutscher Tourist seinen gemieteten Wagen anschließt. Keine zehn Minuten später ist der Akku wieder aufgeladen. Was in Deutschland noch Zukunftsmusik ist, gehört in Thailand bereits zum Alltag. Das südostasiatische Königreich erlebt einen beispiellosen Boom bei der Elektromobilität, der internationale Investoren magisch anzieht.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über vier Milliarden US-Dollar haben ausländische Unternehmen bereits in die thailändische Infrastruktur für Elektrofahrzeuge investiert. Italienische Energiekonzerne, chinesische Batteriehersteller und europäische Technologiefirmen überbieten sich mit Ankündigungen neuer Projekte. Thailand hat sich binnen weniger Jahre von einem Nachzügler zum Vorreiter der elektrischen Revolution in Südostasien entwickelt.

Der stille Siegeszug der Stromer

Die Transformation begann unauffällig. Noch vor fünf Jahren dominierten Benziner und Diesel das Straßenbild thailändischer Metropolen. Elektroautos galten als exotische Spielerei für wohlhabende Technikbegeisterte. Doch dann setzte eine Dynamik ein, die selbst optimistische Beobachter überraschte. Die Regierung erkannte das Potenzial und schuf steuerliche Anreize, die international ihresgleichen suchen.

Heute führt Thailand die Statistik innerhalb der ASEAN-Staatengemeinschaft unangefochten an. Die Registrierungen von Elektrofahrzeugen übertreffen die der Nachbarländer um ein Vielfaches. In Bangkok ist mittlerweile jedes zehnte Neufahrzeug ein reines Elektroauto, und die Quote steigt monatlich. Die Hauptstadt hat sich zu einem lebendigen Testlabor für Elektromobilität entwickelt, dessen Erkenntnisse weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung finden.

Warum Thailand die Investoren lockt

Die geografische Lage bildet nur einen Teil der Erklärung. Thailand liegt im Herzen Südostasiens und bietet Zugang zu einem Markt von über sechshundert Millionen Menschen. Doch entscheidender sind die politischen Rahmenbedingungen. Die Regierung hat erkannt, dass der Übergang zur Elektromobilität nicht nur eine ökologische Notwendigkeit darstellt, sondern auch eine historische wirtschaftliche Chance bedeutet.

Die thailändischen Behörden haben ein Paket geschnürt, das ausländische Investoren mit offenen Armen empfängt. Steuerbefreiungen für Elektrofahrzeuge, Subventionen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur und vereinfachte Genehmigungsverfahren schaffen ein Klima, in dem Investitionen schnell Früchte tragen. Ein italienischer Energiekonzern berichtete, dass die Zeit vom Projektantrag bis zur ersten funktionsfähigen Ladestation nur acht Monate betrug. In Europa hätte derselbe Prozess Jahre gedauert.

Die Investition EV Thailand treibt seltsame Blüten

Die Zahlen hinter dem Begriff Investition EV Thailand offenbaren eine bemerkenswerte Geschichte. Allein im vergangenen Jahr flossen mehr als eineinhalb Milliarden Dollar in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Chinesische Firmen errichten Batteriefabriken in den östlichen Industriezonen des Landes. Europäische Technologieunternehmen installieren intelligente Ladesysteme, die mit erneuerbaren Energien gekoppelt werden. Die Vielfalt der Projekte ist erstaunlich.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel findet sich in der Provinz Rayong. Dort entsteht auf einem Gelände von der Größe von zweihundert Fußballfeldern ein integrierter Komplex für Batterieproduktion und Recycling. Italienische Ingenieure arbeiten Seite an Seite mit thailändischen Fachkräften an Produktionslinien, die ab Ende nächsten Jahres jährlich Batterien für über dreihunderttausend Fahrzeuge liefern sollen. Die Anlage wird komplett mit Solarenergie betrieben, was sie zu einem Leuchtturmprojekt für nachhaltige Industrieproduktion macht.

EV Laden Thailand wird zum Alltag

Der Begriff EV Laden Thailand beschreibt mehr als nur technische Infrastruktur. Er steht für einen fundamentalen Wandel im Mobilitätsverhalten. Landesweit existieren mittlerweile über fünftausend öffentliche Ladestationen, Tendenz stark steigend. Die Verteilung reicht von hochfrequentierten Einkaufszentren in Bangkok bis zu abgelegenen Rastplätzen an der Grenze zu Myanmar.

Die Geschwindigkeit des Ausbaus verblüfft selbst Branchenkenner. Ein deutscher Autohersteller, der vor drei Jahren seine ersten Elektromodelle nach Thailand exportierte, stand zunächst vor einem Dilemma. Die wenigen existierenden Ladestationen konzentrierten sich auf die Hauptstadt. Überlandfahrten waren ein Wagnis. Heute sieht die Situation völlig anders aus. Die Nord-Süd-Achse des Landes ist lückenlos mit Schnellladestationen ausgestattet. Eine Fahrt von Bangkok nach Chiang Mai, immerhin über siebenhundert Kilometer, lässt sich problemlos elektrisch bewältigen.

Die Technologie hinter dem Boom

Die technologischen Standards in Thailand überraschen viele europäische Besucher. Während in Deutschland noch über die richtige Steckerform debattiert wird, hat Thailand pragmatisch mehrere Standards zugelassen. Die meisten Ladestationen unterstützen sowohl das europäische CCS-System als auch die in Asien verbreiteten Alternativen. Diese Flexibilität erleichtert den Markteintritt für verschiedene Hersteller und kommt letztlich den Nutzern zugute.

Ein besonderes Augenmerk legen die Betreiber auf die Integration erneuerbarer Energien. Viele neuere Ladestationen verfügen über Solardächer, die einen Teil des benötigten Stroms direkt erzeugen. In ländlichen Gebieten experimentieren Pilotprojekte mit Batteriespeichern, die überschüssige Energie aus Windkraft zwischenspeichern. Die Vision einer vollständig klimaneutralen Ladeinfrastruktur rückt damit in greifbare Nähe.

Wer profitiert vom elektrischen Aufschwung

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Elektrobooms reichen weit über die Automobilindustrie hinaus. Tausende neue Arbeitsplätze sind in den vergangenen drei Jahren entstanden. Techniker, die Ladestationen warten, Ingenieure, die Batteriefabriken planen, Vertriebsmitarbeiter, die Elektrofahrzeuge verkaufen – die Bandbreite ist enorm.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung lokaler Zulieferer. Thailändische Unternehmen produzieren mittlerweile Komponenten für Ladesysteme, die vorher komplett importiert werden mussten. Ein mittelständischer Betrieb aus Chonburi hat sich auf die Herstellung von Kühlsystemen für Schnellladestationen spezialisiert und beliefert inzwischen Kunden in ganz Südostasien. Solche Erfolgsgeschichten zeigen, dass der Technologietransfer funktioniert und echte Wertschöpfung im Land entsteht.

Die Rolle der großen Player

Unter den ausländischen Investoren stechen einige Namen besonders hervor. Ein italienischer Energiekonzern hat angekündigt, innerhalb von drei Jahren tausend Schnelladestationen im ganzen Land zu installieren. Das Unternehmen setzt dabei auf ein innovatives Franchisemodell, bei dem lokale Tankstellenbetreiber zu Partnern werden. Die bestehende Infrastruktur wird genutzt, während gleichzeitig neue Geschäftsfelder erschlossen werden.

Chinesische Batteriehersteller dominieren den Produktionssektor. Ihre Fabriken in den östlichen Wirtschaftszonen produzieren nicht nur für den thailändischen Markt, sondern beliefern die gesamte Region. Die Nähe zu wichtigen Absatzmärkten und die vergleichsweise niedrigen Produktionskosten machen Thailand zu einem idealen Standort. Gleichzeitig profitieren diese Unternehmen von den Freihandelsabkommen, die Thailand mit zahlreichen Ländern unterhält.

Herausforderungen auf dem Weg zum Elektro-Eldorado

Trotz aller Erfolge bleiben Hürden bestehen. Die Stromversorgung muss mit dem rasanten Wachstum Schritt halten. In Spitzenzeiten, wenn tausende Fahrzeuge gleichzeitig laden, gerät das Netz an seine Grenzen. Die thailändischen Energieversorger arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der Kapazitäten, doch der Prozess braucht Zeit.

Ein weiteres Thema ist die Standardisierung der Bezahlsysteme. Während die technische Seite weitgehend gelöst ist, erschweren unterschiedliche Abrechnungsmodelle den Nutzern das Leben. Wer heute in Thailand elektrisch unterwegs ist, benötigt häufig mehrere Apps verschiedener Anbieter. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, und die Regierung hat angekündigt, auf eine einheitliche Lösung hinzuarbeiten.

Der Blick über den Tellerrand

Thailand steht nicht isoliert da. Die gesamte Region Südostasien erlebt einen Wandel in der Mobilität. Vietnam investiert massiv in eigene Elektroautoproduktion, Indonesien lockt mit seinen reichen Nickelvorkommen Batteriehersteller an. Doch Thailand hat einen entscheidenden Vorsprung. Die etablierte Automobilindustrie, die entwickelte Infrastruktur und die politische Stabilität schaffen Rahmenbedingungen, die kurzfristig schwer einzuholen sind.

Interessanterweise orientieren sich andere Länder zunehmend am thailändischen Modell. Delegationen aus Vietnam, Malaysia und den Philippinen besuchten im vergangenen Jahr mehrfach Bangkok, um die dortigen Ansätze zu studieren. Thailand entwickelt sich damit zum Referenzmodell für erfolgreiche Elektrifizierung in Schwellenländern.

Was bedeutet das für die Verbraucher

Für thailändische Autofahrer hat der Boom handfeste Vorteile gebracht. Die Preise für Elektrofahrzeuge sind deutlich gefallen. Während ein Mittelklasse-Stromer vor drei Jahren noch über eine Million Baht kostete, liegen die Einstiegspreise heute bei der Hälfte. Die staatlichen Subventionen und der zunehmende Wettbewerb machen Elektromobilität für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Die Betriebskosten sprechen ebenfalls eine klare Sprache. Strom ist in Thailand deutlich günstiger als Benzin. Eine Vollladung für dreihundert Kilometer Reichweite kostet umgerechnet etwa drei Euro. Zum Vergleich: Die gleiche Strecke mit einem Verbrenner würde das Dreifache kosten. Hinzu kommen niedrigere Wartungskosten und steuerliche Vergünstigungen.

Die ökologische Dimension

Bei aller Begeisterung für wirtschaftliche Chancen darf die ursprüngliche Motivation nicht vergessen werden. Bangkok gehört zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit. An manchen Tagen erreichen die Feinstaubwerte gesundheitsgefährdende Höhen. Der Verkehr trägt erheblich zu diesem Problem bei.

Jedes Elektrofahrzeug, das einen Verbrenner ersetzt, verbessert die lokale Luftqualität. Studien zeigen bereits erste positive Effekte in Bangkoks Innenstadt. Die Stickoxidwerte sind in den vergangenen zwei Jahren messbar gesunken. Wenn der Trend anhält und der Strom zunehmend aus erneuerbaren Quellen kommt, wird der ökologische Nutzen noch deutlicher.

Die Perspektive der Experten

Branchenanalysten sehen Thailand auf einem vielversprechenden Weg. Ein Bericht eines Marktforschungsunternehmens prognostiziert, dass bis 2030 jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug in Thailand elektrisch sein wird. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die politischen Rahmenbedingungen stabil bleiben und die Investitionen weiter fließen.

Kritische Stimmen mahnen allerdings zur Vorsicht. Die Abhängigkeit von ausländischem Kapital birgt Risiken. Sollten sich die globalen wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern, könnten Investitionen abrupt stoppen. Zudem warnen Ökonomen vor einer Überhitzung des Marktes. Nicht alle angekündigten Projekte werden sich als rentabel erweisen.

Der soziale Wandel im Hintergrund

Die Elektrifizierung des Verkehrs verändert auch soziale Strukturen. Traditionelle Tankstellenbetreiber müssen umdenken oder riskieren ihre Existenz. Einige haben den Wandel bereits vollzogen und bieten neben Benzin auch Ladestationen an. Andere kämpfen mit den hohen Investitionskosten und unsicheren Zukunftsaussichten.

Für junge Thailänder symbolisiert das Elektroauto Modernität und Umweltbewusstsein. Soziale Medien sind voll von Influencern, die ihre elektrischen Roadtrips dokumentieren. Diese kulturelle Dimension beschleunigt die Akzeptanz und schafft gesellschaftlichen Druck auf Politik und Wirtschaft, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Die Rolle der Regierung als Katalysator

Die thailändische Regierung agiert dabei nicht nur als Zuschauer, sondern als aktiver Gestalter. Das Board of Investment hat spezielle Programme aufgelegt, die ausländische Investoren gezielt ansprechen. Neben steuerlichen Anreizen bietet der Staat auch Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Standorten und hilft bei behördlichen Verfahren.

Ein Beispiel verdeutlicht die Wirksamkeit dieser Strategie. Als ein japanischer Konzern vor zwei Jahren zögerte, in eine große Batteriefabrik zu investieren, organisierte die Regierung binnen Wochen Treffen mit lokalen Zulieferern, stellte Kontakte zu Universitäten für Forschungskooperationen her und bot ein attraktives Förderpaket. Die Fabrik ging schließlich in Betrieb und beschäftigt heute über zweitausend Mitarbeiter.

Technologische Innovationen aus Thailand

Thailand entwickelt sich zunehmend auch zum Innovationsstandort. Mehrere Universitäten haben Forschungszentren für Batterietechnologie und Ladeinfrastruktur eingerichtet. Die Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Industrie intensiviert sich. Erste Patente thailändischer Wissenschaftler für verbesserte Kühlsysteme und effizientere Ladeprotokolle sind bereits angemeldet.

Besonders spannend ist ein Projekt an der Chulalongkorn University in Bangkok. Dort entwickeln Forscher ein System zur drahtlosen Ladung von Elektrofahrzeugen während der Fahrt. Spulen unter dem Straßenbelag sollen Energie an vorbeifahrende Fahrzeuge übertragen. Erste Teststrecken sind bereits in Planung. Sollte die Technologie serienreif werden, könnte Thailand zum Pionier einer völlig neuen Form der Elektromobilität werden.

Der Ausblick für die kommenden Jahre

Die Dynamik zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Weitere Großinvestitionen sind angekündigt. Ein koreanischer Konzern plant den Bau einer Gigafactory für Batteriezellen mit einem Investitionsvolumen von zwei Milliarden Dollar. Europäische Hersteller sondieren Möglichkeiten für Produktionsstätten in Thailand, um näher an den wachsenden asiatischen Märkten zu sein.

Die Infrastruktur für EV Laden Thailand wird noch dichter werden. Private Initiativen ergänzen staatliche Programme. Einkaufszentren, Hotels und Restaurants entdecken Ladestationen als Kundenmagnet. Wer längere Ladezeiten anbietet, lockt zahlungskräftige Gäste an, die die Wartezeit zum Einkaufen oder Essen nutzen. Dieses Geschäftsmodell breitet sich rasant aus.

Was Europa von Thailand lernen kann

Die thailändische Erfolgsgeschichte bietet Lektionen für entwickelte Volkswirtschaften. Pragmatismus schlägt Perfektion. Statt jahrelang über Standards zu debattieren, hat Thailand verschiedene Systeme zugelassen und den Markt entscheiden lassen. Die schnelle Umsetzung überzeugende Anreize schaffen Dynamik, die sich selbst verstärkt.

Ein weiterer Aspekt ist die Vernetzung verschiedener Politikfelder. Industriepolitik, Umweltschutz, Verkehrsplanung und Energieversorgung greifen in Thailand ineinander. Diese ganzheitliche Herangehensweise vermeidet Reibungsverluste und beschleunigt den Transformationsprozess.

Die Kehrseite der Medaille

Dennoch wäre es fahrlässig, die Probleme zu verschweigen. Die Arbeitsbedingungen in manchen Batteriefabriken entsprechen nicht europäischen Standards. Umweltauflagen werden nicht immer konsequent durchgesetzt. Die Entsorgung alter Batterien ist noch nicht zufriedenstellend geregelt. Diese Schattenseiten mahnen daran, dass Wachstum um jeden Preis seinen Preis hat.

Kritische Beobachter weisen zudem darauf hin, dass ein Großteil der Wertschöpfung bei ausländischen Konzernen verbleibt. Die thailändische Wirtschaft fungiere teilweise als verlängerte Werkbank ohne eigene technologische Souveränität zu entwickeln. Ob sich das mittelfristig ändert, hängt davon ab, wie erfolgreich der Aufbau eigener Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gelingt.

Die regionale Strahlkraft

Trotz aller Einwände ist unübersehbar, dass Thailand eine Vorreiterrolle in Südostasien übernommen hat. Die Investition EV Thailand zieht Kreise weit über die Landesgrenzen hinaus. Nachbarstaaten beobachten aufmerksam, welche Strategien funktionieren und welche nicht. Ein regionaler Wettbewerb um die besten Konzepte ist entstanden, der letztlich allen zugutekommt.

Die ASEAN-Staatengemeinschaft diskutiert mittlerweile über gemeinsame Standards und grenzüberschreitende Ladenetzwerke. Eine elektrische Fahrt von Singapur nach Hanoi durch mehrere Länder soll in naher Zukunft möglich sein. Thailand spielt bei diesen Planungen eine zentrale koordinierende Rolle.

Das große Bild

Wenn man einen Schritt zurücktritt und das große Bild betrachtet, wird deutlich, dass Thailand mitten in einem historischen Umbruch steckt. Das Land, das seine Wirtschaft im zwanzigsten Jahrhundert auf der Automobilproduktion aufbaute, erfindet sich gerade neu. Die Transformation vom Verbrenner- zum Elektro-Hub ist mehr als ein technologischer Wandel. Sie ist ein Bekenntnis zu einer Zukunft, in der Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum keine Gegensätze sein müssen.

Die Milliarden, die in Ladestationen, Batteriefabriken und Forschungseinrichtungen fließen, sind Wetten auf diese Zukunft. Italienische, chinesische, japanische und europäische Investoren glauben daran, dass Thailand der richtige Ort zur richtigen Zeit ist. Die bisherige Entwicklung gibt ihnen recht.

Die Auflösung des Rätsels

Was macht Thailand so attraktiv für diese massiven Investitionen? Die Antwort liegt in einer einzigartigen Kombination verschiedener Faktoren. Geografische Lage, politische Entschlossenheit, bestehende industrielle Basis, niedrige Kosten und ein wachsender Binnenmarkt ergänzen sich gegenseitig. Kein einzelner Aspekt würde ausreichen, aber zusammen erzeugen sie eine magnetische Anziehungskraft.

Hinzu kommt der Zeitpunkt. Thailand hat den richtigen Moment erwischt. Früh genug, um von den ersten Wellen der Elektromobilität zu profitieren, aber spät genug, um aus den Fehlern anderer zu lernen. Diese zeitliche Positionierung erweist sich als strategischer Vorteil.

Die Erfolgsgeschichte ist allerdings keine Garantie für die Zukunft. Sie ist vielmehr ein Zwischenstand in einem Rennen, dessen Ausgang offen bleibt. Technologische Durchbrüche, politische Richtungswechsel oder wirtschaftliche Krisen könnten die Dynamik jederzeit verändern. Doch im Moment deutet vieles darauf hin, dass Thailand seinen Vorsprung behaupten und ausbauen wird.

Der elektrische Boom im Königreich ist mehr als eine regionale Randnotiz. Er ist ein Lehrstück darüber, wie entschlossenes Handeln, kluge Anreize und internationale Zusammenarbeit einen ganzen Wirtschaftszweig transformieren können. Die Straßen zwischen Bangkok und den Küstenorten sind längst zum Symbol geworden für einen Aufbruch, der weit über Thailand hinaus Bedeutung hat.

Anmerkung der Redaktion:

Dieser Artikel basiert auf aktuellen Marktanalysen und Berichten zur Entwicklung der Elektromobilität in Thailand. Die dargestellten Investitionssummen und Projektplanungen spiegeln den Stand der öffentlich verfügbaren Informationen wider. Die Redaktion hat bei der Recherche besonderen Wert auf die Ausgewogenheit der Darstellung gelegt und sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Entwicklung beleuchtet. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen geprüft und entsprechen den Richtlinien für faktenbasierten Journalismus.

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6 Kommentare zu „Thailand wird Asiens E-Auto-Hub

  1. Elektroautos sind für mich auch die Zukunft (habe selbst seit 4 Monaten einen BYD Dolphin) in wirtschaftlicher und klimatischer Hinsicht. Die Entwicklung geht auch rasch vorwärts. Reichweite und Umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge wird zunehmend besser. Wenn die Feststoffbatterien da sind, erlebt die Elektromobilität einen neuen Schub.
    Auf der anderen Seite verbleibt man aber mit den stinkenden Benzinern und Dieseln aber in der Vergangenheit. Hier könnte man durch technische Maßnahmen und regelmäßige Wartung einiges verbessern. Die technische Untersuchung durch den TÜV muß auch knallhart regelmäßig durchgeführt werden. Das Verbrennen auf dem Feldern oder zuhause muß rigoros eingedämmt werden, natürlich muß der Staat und die Behörden auch Alternativen anbieten. Biokraftwerke, Müllverbrennungsanlagen mit Stromerzeugung usw. Erst dann wird das Gesamtbild abgerundet!

    1. hallo cito,
      habe deinen kommentar mit freude gelesen und mich gefragt, was wird dieser mensch fuer eine sorte rauchen.
      das ist ja echt der knaller , das muss ich auch ausprobieren, das ersetzt das taegliche tragen einer rosa roten sonnenbrille !
      bis gleich 😉😋!!

    2. Sehe das sehr ähnlich! Wenn man sieht mit welcher Macht die chinesischen Hersteller auf hiesigen Markt drängen und schon heute fast 25% der Neuzulassungen EV’s ausmachen, dann könnte man wissen wo die Reise hingehen wird. Selber habe ich letztes Jahr meinen kleinen City EV und einen Hybrid verkauft und mir nun einen BYD Atto3 zugelegt. Regelmäßig geladen wird das Ding Zuhause. Kostet nichts dank der Solaranlage auf meinem Hausdach die regelmäßig mehr Strom erzeugt als ich verbrauchen kann. Selbst mit dem Motorroller sind wir auf einen Elektrischen umgestiegen.
      Übrigens der Atto hat eine ständige PM2,5 Messung installiert. Kann man in Echtzeit verfolgen. Ist interessant zu beobachten wie die Werte an einer roten Ampel hinter einem Stinker in die Höhe schießen. Da soll mir nochmal einer erzählen, dass der Reifenabrieb für die PM 2,5 Luftverschmutzung verantwortlich wäre. Haha!
      Aber klar ist auch, der Straßenverkehr ist nur ein Baustein. Da muss noch viel bezüglich Stromerzeugung und Ladeinfrastruktur investiert werden. Landwirtschaft und Industrie sind noch genauso gefordert. Wenigstens hat man nun, auch mit den neuen Steuergesetzen, einen ersten, wichtigen Schritt gemacht.

  2. Die Zukunft gehört nicht dem Elektroantrieb allein, Verbrenner mit e-fuels haben noch Entwicklungspotenzial.
    Egal welcher Antrieb die Mobilität dominiert, an den klimatischen Veränderungen ändert sich deswegen null-komma-garnix.

    1. E-Fuels werden in Zukunft eine Nischenlösung bleiben – unverzichtbar für Luftfahrt und Schifffahrt, aber kaum für den Massenmarkt Pkw. Elektromobilität bleibt effizienter und günstiger. Entscheidend ist, ob Politik und Industrie die hohen Kosten durch Förderung und CO₂-Bepreisung abfedern!

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