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Thailands Steuererleichterung für ausländisches Einkommen

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File Photo

In den letzten Monaten haben Expats in Thailand mit wachsendem Interesse die Diskussionen um Steuerregelungen für ausländisches Einkommen verfolgt. Was einst als bloße Gerüchte galt, hat sich bis September 2025 zu konkreten gesetzlichen Änderungen entwickelt. Basierend auf offiziellen Ankündigungen des thailändischen Finanzministeriums und des Revenue Department wird nun eine Befreiung von der Einkommensteuer auf ausländisches Einkommen eingeführt, das innerhalb eines oder zweier Jahre nach Erhalt nach Thailand überwiesen wird. Dieser Beitrag beleuchtet die aktuellen thailändischen Steuergesetze detailliert, klärt Missverständnisse auf und gibt praktische Hinweise für betroffene Ausländer. Alle Informationen beruhen auf verifizierten Quellen wie dem Royal Gazette und offiziellen Regierungsstatements, um Genauigkeit und Konformität mit thailändischen Vorschriften zu gewährleisten.

Webinar und offizielle Klärungen: Vom Gerücht zur Realität

Ein kürzlich abgehaltenes Webinar von Carl Turner, Mitbegründer von Expat Tax Thailand, hat die Unsicherheiten um Steuerbefreiungen für Expats beleuchtet. Während frühere Spekulationen – etwa aus dem Frühjahr 2024 – andeuteten, dass Überweisungen ausländischen Einkommens steuerfrei sein könnten, wenn sie im Kalenderjahr der Erzielung oder im Folgejahr erfolgen, waren diese zu jenem Zeitpunkt nicht im Royal Gazette veröffentlicht und somit nicht bindend.

Bis September 2025 hat sich die Lage jedoch grundlegend geändert. Das Finanzministerium hat eine ministerielle Verordnung erlassen, die eine Steuerbefreiung für ausländisches Einkommen einführt, das von thailändischen Steuerresidenten (einschließlich Expats, die mehr als 180 Tage im Jahr im Land verbringen) überwiesen wird.

Diese Regelung trat ab dem 1. Januar 2025 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2029. Die Befreiung gilt speziell für Einkommen, das innerhalb von 12 bis 24 Monaten nach seiner Erzielung nach Thailand transferiert wird, und zielt darauf ab, etwa 70 Milliarden US-Dollar an ausländischen Mitteln zurück in die thailändische Wirtschaft zu lenken. Wichtig: Diese Neuregelung betrifft zunächst thailändische Staatsbürger, wird aber auch auf ausländische Residenten ausgedehnt, die den Kriterien entsprechen.

Aktuelle Steuerpflichten für ausländisches Einkommen seit 2024

Gemäß den thailändischen Einkommensteuergesetzen (Personal Income Tax Act) sind Expats, die als Steuerresidenten gelten – definiert als Personen mit einem Aufenthalt von 180 Tagen oder mehr pro Kalenderjahr –, grundsätzlich steuerpflichtig auf ihr weltweites Einkommen, sobald es nach Thailand überwiesen wird.

Seit dem 1. Januar 2024 unterliegen die meisten Formen ausländischen Einkommens (z. B. Renten, Dividenden, Kapitalgewinne oder Gehälter aus dem Ausland), die in dieses Land transferiert werden, der thailändischen Einkommensteuer mit progressiven Sätzen von 0 % bis 35 %, abhängig vom Gesamteinkommen. Für das Steuerjahr 2025 (Januar bis Dezember) müssen Steuererklärungen (PND 90 oder PND 91) zwischen Januar und März 2026 eingereicht werden.

Das Revenue Department schätzt, dass weniger als die Hälfte der Expats derzeit registriert sind, was zu Strafen von bis zu 2.000 Baht pro verspäteter Erklärung führen kann. Expats mit kürzerem Aufenthalt (unter 180 Tage) sind von der Steuer auf ausländisches Einkommen befreit, müssen aber thailändisches Einkommen (z. B. aus Mieteinnahmen) deklarieren.

Spezifische Ausnahmen und Befreiungen

Trotz der allgemeinen Pflicht gibt es mehrere gesetzlich verankerte Ausnahmen, die Expats nutzen können:

Ersparnisse vor 2024: Jegliches Einkommen, das vor dem 1. Januar 2024 in ausländischen Banken angespart wurde und nun überwiesen wird, bleibt steuerfrei. Dies schützt langjährige Expats vor rückwirkender Besteuerung.

Doppelbesteuerungsabkommen (DTAs): Thailand hat Abkommen mit über 60 Ländern, darunter Großbritannien, USA und Deutschland. Einkünfte wie britische Beamtenpensionen (z. B. aus NHS, Polizei oder Streitkräften) werden nur im Heimatland besteuert und müssen in der thailändischen Erklärung als „nicht steuerpflichtig“ angegeben werden. Ähnlich gilt dies für Dividenden oder Zinsen unter DTAs.

Long-Term Resident (LTR) Visa: Inhaber dieses 10-Jahres-Visums (für Hochqualifizierte, Rentner oder Investoren) sind vollständig von der Steuer auf ausländische Überweisungen befreit. Zusätzlich erhalten bestimmte Kategorien (z. B. Highly-Skilled Professionals) einen pauschalen Steuersatz von 17 % auf Beschäftigungseinkommen. Die Regierung hat im Februar 2025 die Kriterien aktualisiert, um mehr Bewerber anzuziehen.

Kryptowährungen: Ab 2025 sind Kapitalgewinne aus Krypto-Transaktionen steuerfrei, sofern sie über lizenzierte Plattformen (einschließlich thailändischer Exchanges) abgewickelt werden. Diese Befreiung gilt bis 2030 und umfasst Verkäufe von Bitcoin und anderen Assets, um Thailand als Digital-Hub zu positionieren. Ausnahmen gelten jedoch für illegale oder nicht regulierte Transaktionen; ausländische Assets ohne Lizenz bleiben potenziell steuerpflichtig.

Alle nicht steuerpflichtigen Einkünfte müssen dennoch in der jährlichen Steuererklärung aufgeführt werden, um Transparenz zu wahren. Das Revenue Department bietet Online-Portale für Registrierung und Einreichung an, und Beratung durch zertifizierte Steuerberater wird empfohlen, um Abzüge (z. B. für Spenden oder Hypothekenzinsen) optimal zu nutzen.

Praktische Tipps für Expats

Um Konformität mit thailändischen Gesetzen zu gewährleisten:
Registrieren Sie sich beim Revenue Department (TIN-Nummer beantragen).
Führen Sie genaue Aufzeichnungen über Überweisungen und Einkommensquellen.
Nutzen Sie DTAs, indem Sie Formulare wie das „Certificate of Residence“ aus dem Heimatland einholen.
Für 2025: Planen Sie Überweisungen innerhalb der neuen 1-2-Jahres-Frist, um von der Befreiung zu profitieren.
Bei Unsicherheiten: Konsultieren Sie offizielle Quellen oder Webinare wie das von Expat Tax Thailand.

Diese Regelungen gelten gleichermaßen für thailändische Residenten und Expats, fördern wirtschaftliche Integration und reduzieren bürokratische Hürden. Bleiben Sie auf dem Laufenden, da weitere Klärungen durch das Revenue Department erwartet werden. Dieser Beitrag dient informativen Zwecken und ersetzt keine professionelle Steuerberatung.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine rechtliche oder steuerliche Beratung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Experten vor Investitionsentscheidungen.

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