Nach wochenlanger Abwesenheit meldet sich der umstrittene Ex-Premier zurück – mit einer dramatischen Warnung: Thailand müsse gnadenlos gegen Drogenkartelle aus Myanmar vorgehen, notfalls auch ohne Zustimmung des Nachbarlandes. „Wenn Myanmar das Problem nicht löst, müssen wir es selbst tun“, sagte Thaksin Shinawatra bei einer hochkarätigen Veranstaltung der Narcotics Control Board.
Sein Ziel: Die United Wa State Army (UWSA), eine mächtige Miliz, die als Hauptlieferant für Methamphetamine in Südostasien gilt. „Sie sind unser Feind“, donnerte Thaksin – und forderte die Regierung auf, diplomatischen Druck zu erhöhen.
„Unsere Kinder sterben!“
Thaksin will Anti-Drogen-Gelder umlenken
Mit drastischen Worten beschrieb der 74-Jährige die Drogenkrise als nationale Katastrophe: „Wir verlieren unsere Jugend an diese Gifte!“ Sein Vorschlag: Ein Teil des umstrittenen 157-Milliarden-Baht-„Digital Wallet“-Programms (ca. 4 Mrd. Euro) soll in Reha-Zentren und Anti-Drogen-Kampagnen fließen.
Doch Thaksin hat ein Problem: Er darf das Land nicht verlassen – wegen laufender Gerichtsverfahren. Trotzdem will er persönlich in Drogen-Hochburgen ermitteln – sofern Premierministerin Paetongtarn Shinawatra (seine Tochter) zustimmt.
Außenminister soll Nachbarländer unter Druck setzen
Unterdessen bereitet Thailands Außenminister Maris Sangiampongsa ein Krisentreffen mit Myanmar, Laos und Kambodscha vor. Ziel: Internationale Allianz gegen die UWSA. Thaksin fordert klare Worte: „Wer weiter Drogen produziert, ist ein Feind Thailands!“
Der Ex-Premier mischt sich wieder ein – und stellt die Regierung vor eine heikle Entscheidung: Soll Thailand im Alleingang gegen Drogen-Milizen vorgehen? Die Uhr tickt – denn jeden Tag gelangen Tonnen von Methamphetaminen über die Grenze.



